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Wunstorfer Grüne stellen Wahlprogramm vor

22.05.2021 • Redaktion • Aufrufe: 991

Die Grünen haben ihr Wahlprogramm für die diesjährige Kommunalwahl veröffentlicht. Alle Wunstorfer haben nun zwei Wochen Zeit, über eine direkte Beteiligung selbst Einfluss auf die Inhalte zu nehmen – mit einem „Online-Wahlprogramm-Check“.

22.05.2021
Redaktion
Aufrufe: 991
Wahlprogrammvorstellung
Dustin Meschenmoser, Frank Kettner-Nikolaus und Sarah Sheikh-Rezai präsentieren den Programmentwurf | Foto: privat

Wunstorf (red). Die Grünen auf Bundesebene stießen jüngst eine Debatte an, ob man das Wort Deutschland im Wahlprogramm nennen dürfe. Zumindest die Wunstorfer Grünen bekennen sich jedoch einhellig klar zu Wunstorf, wo sie zwar nicht gleich den Kanzler, aber erstmals einen grünen Bürgermeister stellen wollen.

Unter dem Motto „Mehr Grün für Wunstorf“ haben sich die Parteimitglieder in Arbeitskreisen zusammengefunden und ein kommunales Wahlprogramm erstellt, das auch das Pariser Klimaschutzabkommen im Blick behält. „Mehr Grün“ bekommt damit Doppelbedeutung und ist auch wörtlich gemeint: Umweltschutz und die Erhaltung von Grün in der Stadt zieht sich wie roter bzw. grüner Faden durch alle fünf Themenbereiche das Programms.

Es finden sich viele konkrete Vorschläge darin, wie etwa die Hindenburgstraße zur Einbahnstraße zu machen oder eine Skaterbahn unter der Hochstraße sowie BMX-Parcours in Wälder zu bauen, aber auch Allgemeinplätze wie „Nachhaltiges Tourismuskonzept entwickeln“ oder „Stärkung des Innenstadthandels mit Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt“. Neben ambitionierten Plänen wie die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft gehört auch das Umsetzen von gendergerechter Sprache in der Verwaltung dazu. Bei Infrastruktur und Verkehrsmitteln nimmt das Fahrrad einen deutlich hohen Stellenwert ein.

Bürgerbeteiligung im Wahlprogramm

Die Grünen gehen mit ihrem Wahlprogramm einen besonderen Weg: Sie lassen nicht nur die eigenen Mitglieder über den Inhalt entscheiden, sondern wollen allen Wunstorfern die Möglichkeit geben, Einfluss auf die einzelnen Inhalte zu nehmen. ,,Um unseren Anspruch für mehr Bürgerinnenbeteiligung gerecht zu werden, laden wir alle Wunstorferinnen dazu ein, ihr Feedback zum Wahlprogramm zu geben“, erklärt es Bürgermeisterkandidat Frank Kettner-Nikolaus.

Dazu wird das Online-Tool ,,Padlet” genutzt, über das die einzelnen Themenbereiche des Wahlprogramms kommentiert werden können. Hier sollen Vorschläge, Ideen und Anregungen ergänzt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich per E-Mail an die Grünen mit Ergänzungen und Anmerkungen am Wahlprogramm zu beteiligen. Ab sofort ist dafür noch zwei Wochen Zeit, bis zum 5. Juni kann kommentiert werden. Am 17. Juni soll das Programm dann abschließend auf der Mitgliederversammlung beschlossen werden.

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Kommentare


  • Homberti sagt:

    Habe mir leider eben das „Wahlprogramm“ durchgelesen. Verschwendete Lebenszeit. Sehr wenig Konkretes, dafür sehr viel sinnloses BlaBla und sozialistischer Schwachsinn. Wer „Grün“ wählt hat völlig die Kontrolle über sein Leben verloren.

    • Basti g. sagt:

      Grün ist das Ende von Deutschland ! Keine Industrie keine Verbrennungsmotoren = keine arbeit kein geld und das kein geld zählt für jeden also überlegt euch gut wo ihr das Kreuz macht

  • Frank Kettner-Nikolaus sagt:

    @Homberti und Basti g.: Aufgrund Ihrer Reaktionen bin ich mir sicher, dass Sie unser Wahlprogramm nicht gelesen haben. Wenn Sie an Inhalten Interesse haben, finden Sie es hier: https://gruenlink.de/nv23
    Dort finden sich eine Vielzahl an konkreten Ideen, wie wir Wunstorf zukunftsfähig machen. Dazu zählt für uns eine hohe Lebensqualität der Menschen und eine Stärkung der Wirtschaft. Wer das „Ende von Deutschland“ verhindern will, sollte die Partei wählen, die konsequent für Klimaschutz und Nachhaltigkeit (sozial, wirtschaftlich und ökologisch) eintritt: die Grünen.

    • Basti g. sagt:

      Allein euer Kollege hofreiter reicht mir schon ! Danke

    • Homberti sagt:

      „Aufgrund Ihrer Reaktionen bin ich mir sicher, dass Sie unser Wahlprogramm nicht gelesen haben.“ => Doch, leider! Und „Aufgrund Ihrer Reaktion“ zeigt sich erneut dass „Die Grünen“ keine Kritik ertragen können. Und die Infos hinter dem von Ihnen geteilten Link habe ich mir vor einiger Zeit schon „angetan“. Leider!!
      Was da drin steht ist eine Bankrotterklärung der „Grünen“. Ich hätte es nie für möglich gehalten dass eine Partei die gewählt werden will so viel Unsinn in ein „Wahlprogramm“ schreibt. Absolutes Armutszeugnis!
      Und für Sie zur Info bevor Sie mir erneut eine Unwahrheit unterstellen: Ich lese mir ALLE Wahlprogramme der antretenden Parteien (zumindest die, die die 5%-Hürde schaffen könnten!) durch!

  • Sati Riker sagt:

    Liebe Grüne,
    mit eurem Programm werdet ihr weder das „Ende von Deutschland“ noch den Klimawandel aufhalten. Ihr solltet mal ein richtiges Klimaschutzprogramm schaffen, nicht eines, mit ihr doch wieder den Interessen der Reichen und der CDU hinterlauft und welches die Spaltung der Gesellschaft vertieft:

    1. Wunstorf wird Klimavorreiter Europas: 100% Klimaneutralität ab 1.1.2022:
    Verkehr:
    – Keine Zulassung von Verbrennerautos ab 1.1.2022
    – Verbot aller Verbrennermotoren ab 1.1.2023 in der Kernstadt und in Steinhude
    – 90% Förderung von Elektroautos für alle Wunstorfer Bürger
    Haushalte:
    – Verbot von neuen Gas- und Ölheizungen in privaten und öffentlichen Gebäuden ab 1.1.2022
    – Umrüstung bestehender Gas und Ölheizung in allen Wohngebäuden bis 1.1.2023
    Verkehr:
    – Durchgängig Tempo 20 in Ortschaften; Tempo 50 außerhalb
    – Bis auf die Bundestraßen werden alle Straßen in Wunstorf in Spielstraßen umgewandelt.
    – Kostenlose Elkotroräder für alle Wunstorfer Bürger

    2. Förderung von Flüchtlingen und Bekämpfung der Fluchtursachen („Kein Mensch flieht freiwillig!“):
    – Sofortprogramm zur freiwilligen Aufnahme von 2500 Flüchtlingen in Wunstorf in 2021 (weiter 5000 in 2022).
    – Unterstützung von Seawatch und anderen Rettungsschiffen im Mittelmeer mit 1 Mio EUR in 2021 und 5 Mio in 2022
    – Neubau von menschengerechten Unterkünftigen für Flüchtlinge.
    – Aufbau eines Behandlungszentrum von posttraumatischen Belastungsstörungen für Geflüchteten

    3. Maßnahmen um die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern:
    – Aufstocken der Hartz4 Sätze für Wunstorfer auf 1500 EUR pro Person und Monat
    – Kostenlose Urlaubsfahrten für alle Wunstorfer Hartz4 Empfänger

    4. Finanzen und Wirtschaft:
    – Schließung aller nicht klimaneutralen Betriebe bis Ende 2022.
    – Anhebung der Grundsteuer auf 5000% Hebesatz
    – Einführung eine Wunstorfer Klimawandelsteuer – einmalige Sonderabgabe für alle Arbeitnehmer
    – Einführung einer Wunstofer Vermögenssteuer: Vermögenswerte (Haus,Geld, Wertpapiere, eold, etc.) > 10.000 EUR werden mit 5%/Jahr ab 2022 besteuert
    – Rest wird durch Kredite der EZB finanziert.

    5. Euch fällt bestimmt noch mehr Gutes ein.

    Also euer bisheriges Programm kann man nur noch als reaktionär bezeichnen: es spaltet die Gesellschaft, bevorzugt die Reichen, schadet dem Klima.
    Ich schäme mich für euch !!!

  • Dieter Bückmann sagt:

    Man hat das Gefühl bzw. den Gedanken, das die Mistel ihren Baum fällen möchte.

  • Frank Kettner-Nikolaus sagt:

    @Homberti: Aufgrund Ihrer ersten Reaktion musste ich annehmen, Sie hätten unser Programm nicht gelesen, da Sie kommentierten, dass dort wenig Konkretes zu finden sei. Da sich in jedem Kapitel Listen mit konkreten Ideen und Massnahmen finden, erschien der Kommentar nicht plausibel. Wir sind offen für Kritik, Diskurs und konstruktive Vorschläge. Das zeigt sich daran, fass wir unser Programm online gestellt haben. Dort haben sich schon mehrere Bürger*innen aktiv und konstruktiv beteiligt. Diese Rückmeldungen werden ins Programm einfließen.

  • Frank Kettner-Nikolaus sagt:

    @Sati Riker: Ohne die Polemik, die uns aktuell zunehmend aus SPD-Kreisen begegnet, wäre die Satire vielleicht ganz amüsant gewesen. Im Gegensatz zu Ihrem „Programm“ und denen der Mitbewerber stehen wir für Nachhaltigkeit – sozial, wirtschaftlich und ökologisch. Mit Klimaschutz lassen sich schwarze Zahlen schreiben und die, die wenig Geld zur Verfügung haben, werden unterstützt. Wenn wir für Klimaneutralität der städtischen Gebäude bis 2035 eintreten, dann reden wir nicht über Klimaschutz, sondern packen es an – wohlwissend, dass das eine große Aufgabe ist. Wir stehen für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit.

  • Dieter Bückmann sagt:

    @Frank Kettner-Nikolaus:

    Eine Partei, die den Anspruch auf die Kanzlerschaft erhebt und deren Kanzlerkandidatin ihre Wähler hemmungslos belügt und ihre Wikipedia anfangs wöchentlich, dann täglich, mittlerweile schon stündlich zu ihren Ungunsten ändern muss, wer soll sowas wählen?
    Habt ihr „lieben“ GRÜNEN das Gefühl das eure Wähler kein Gehirn haben?
    Euren Anspruch auf die Ki-Fi ( allen voran D.-C. Bendit ) haben viele nicht vergessen.

  • Frank Kettner-Nikolaus sagt:

    @Herr Bückmann:
    Sie begründen Ihre fundamentale Ablehnung der Grünen mit unwahren Behauptungen.

    Haben Sie Ideen, wie sich unsere Gesellschaft zum Positiven entwickelt und wir wir den Klimawandel eindämmen?

  • Anonymous sagt:

    @ Herr Frank Kettner-Nikolaus:

    Müssen sie sich das tatsächlich auch noch antun?
    Lesen sie die Wiki Baerbock!
    Lesen sie Daniel Cohn-Bendit!

    Wenn ich solch einen durchverlogenen Verein wählen sollte, stelle ich mich auf eine Stufe mit ihren „Genossen“ – Punktum, das tue ich mir nicht an.

  • Dieter Bückmann sagt:

    Sorry, bei dem vorstehenden Kommentar vergass ich meine Klarnamen. Das hole ich hiermit nach.
    Der Kommentar „Anonymous“ vom 07.06.2021 um 12:52 stammt von mir.

  • Dieter Bückmann sagt:

    @:Frank Kettner-Nikolaus

    Sie strecken die Waffen?
    Sie geben auf?

    Das hätte ich von ihnen nicht erwartet, aber gut, man muss wissen wenn es besser ist, einfach mal den Mund zuhalten.

  • Birgit sagt:

    Des Pudels Kern erfasst das Programm der Partei nicht. Eine bmx-Bahn im Wald zerstört die Natur und wirkt sich auf den Tierbestand schlecht aus. Ein kommunaler Wohnungsbau ist sicherlich hinsichtlich der momentanen Wohnsituation in Wunstorf recht annehmbar, falls die Stadt mitspielt, die ja anscheinend lieber Wohnungen für Finanzkräftigere bereitsstellt oder es Investoren leicht machen will. Sozialer Wohungsbau ist ohnehin nicht angesagt, leider. Anderer Probleme sich zuzuwenden wie Abschaffung des Massentouristmus und den damit vestopften Straßen in Steinhude, der Umweltbelastung durch Dreck, Abfall, hingeworfene Masken, Bierflaschen und anderes, wird sich nicht zugewendet, leider. hunderte von Autos in verstopften Straßen fördern sicherlich kein gesundes Klima. Außerdem wäre es schön, wenn auch mal etwas für Ältere getan würde.

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