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Ab Freitag: Weitreichende 2G-Regelung auch in Wunstorf

11.11.2021 • Redaktion • Aufrufe: 1396

Bereits ab diesem Freitag, den 12. November, gilt eine weitreichende 2G-Regelung in der Region Hannover. Unter anderem Restaurantbesuche und Sport sind dann nur noch für Geimpfte oder Genesene möglich.

11.11.2021
Redaktion
Aufrufe: 1396
2G
2G-Regelung in Wunstorf (Symbolbild | Bild: Auepost

Region (red). Die Region Hannover hat für ihr Gebiet eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die am bevorstehenden Freitag wirksam wird: Ab diesem Tag gilt eine strikte 2G-Regelung („genesen oder geimpft“) für zahlreiche Innenräume. Dazu gehören neben Gastronomiebetrieben (Restaurants, Cafés, Bars etc.) auch Fitnessstudios, Sportanlagen und Schwimmbäder samt Umkleiden und Duschen. Auch Kulturveranstaltungen sind erfasst – im Wunstorfer Stadttheater etwa gilt jedoch bereits ein selbstauferlegtes 2G.

Überdies sind auch sämtliche Sitzungen, Zusammenkünften oder Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 25 gleichzeitig anwesenden Personen erfasst. In Gruppen ab 26 Personen dürfen sich ungeimpfte Nichtgenesene nicht mehr aufhalten. Ein Zutritt nach PCR-Test-Vorlage ist nicht möglich.

Unter die Verfügung fallen auch Herbst- oder Weihnachtsmärkte in der Region. Ohne Genesenen- oder Impfnachweis bleibt der Glühwein- oder Bratwurststand tabu, Fahrgeschäfte ebenso.

Gilt nur für Erwachsene

Die 2G-Regelung gilt nicht für unter 18-Jährige. Grund ist, dass für Kinder unter 12 noch keine Impfmöglichkeit besteht und die Impfung für Kinder ab 12 noch nicht sehr lange verfügbar ist. Kindern und Jugendlichen gleichgestellt sind Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können – Letztere müssen dann jedoch einen negativen Coronatest beim Betreten von entsprechenden Räumlichkeiten nachweisen.

Intensivstationen füllen sich

Begründet wird die Maßnahme mit der vom Robert-Koch-Institut als besorgniserregend festgestellten Lage sowie dem Ziel, die Überlastung der Intensivstationen zu verhindern. Diese zeichnete sich derzeit ab. Die Impfquote in der Region Hannover reiche nicht aus, um die Infektionen mit SARS-CoV-2 einzudämmen und das Infektionsgeschehen zu stoppen. Die Infektionszahlen überstiegen bundesweit bereits die Zahlen des Vorjahres. Niedersachsen und damit auch die Region Hannover befände sich mitten in der vom RKI prognostizierten vierten Welle der Pandemie. Die Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle sei zu befürchten, die intensivmedizinischen Kapazitäten könnten überschritten werden.

Wunstorf in der 4. Welle

Tatsächlich sind die Zahlen auch in Wunstorf mit denen vor einem Jahr aktuell fast identisch – trotz der inzwischen auf breiter Basis verfügbaren Impfstoffe. In der zurückliegenden Woche waren täglich zwischen 50 und 60 Infizierte in Wunstorf bekannt – genauso sah es Anfang November 2020 aus. Die Zahlen stiegen damals bis Anfang Dezember immer weiter an und stabilisierten sich erst, als der zweite bundesweite Lockdown kam.

Etwas Vergleichbares soll jetzt mit „2G“ vermieden werden. Die Verfügung gilt zunächst bis zum 10. Januar 2022, kann aber sowohl früher aufgehoben als auch verlängert werden.

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Kommentare


  • Grit D. sagt:

    Es war mir angesichts der erschreckend hohen Zahlen klar, dass auch der Region Hannover keine andere Möglichkeit bleiben konnte, in weiten Teilen von 3G auf 2G umzustellen.

    Ob nun auch zusätzlich in Kürze die sich in der Diskussion befindende Verschärfung auf 2G+ umgesetzt werden wird?
    Verwunderlich wäre es nicht…

  • Michael Sennholz sagt:

    Was nützen alle Regeln,wenn nicht kontrolliert wird und viele sich nicht daran halten? Gestern waren wir in der Wunstorfer Innenstadt essen. Es wurde gar nicht kontrolliert, das habe ich schon des öfteren in Wunstorfer Lokalitäten beobachten können. So lange nicht Stichprobenartig kontrolliert wird, nützen weder Regeln noch Gesetze.

    • Grit D. sagt:

      Die leider permanent ansteigenden Zahlen erzwingen, dass Regeln verschärft werden müssen. Punkt.

      Doch was bitte sollen die teils restriktiven Maßnahmen an positiven Auswirkungen bringen, wenn deren Beachtung und insbesondere deren Einhaltung derart lax kontrolliert werden wie es auch #Michael Sennholz in seinem Kommentar beschreibt?
      Eben: nichts!

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