
Wunstorf (red). Heute ist es wieder so weit: Es gibt eine totale Mondfinsternis, wenn sich die Erde genau zwischen Sonne und Mond schiebt. Der „Blutmond“, den die Wunstorfer zuletzt im vergangenen September beobachten konnten, wird dann wieder eintreten.
Der Haken daran: Wenn das geschieht, ist bei uns helllichter Tag – und der Mond gar nicht am Himmel zu sehen. Von beispielsweise Japan aus wird man den Blutmond betrachten können, in Europa findet das Himmelsereignis nicht statt.
Erst gegen Abend wird der Mond dann auch über Wunstorf aufgehen – um 18.19 Uhr ist er angesagt. Dann wird er zwar nicht mehr als kupferrote Scheibe zu sehen sein, aber dafür eine starke Intensität haben. Denn es ist der Vollmond – wenn auch wiederum leicht verspätet. Bereits um 12.37 Uhr am Dienstagmittag ist der Vollmondpunkt erreicht, wenn sich der Mond in Wunstorf noch hinter dem Horizont versteckt.

Sichtbarkeit und exakte Zeiten hin oder her – der erste Vollmond im März gilt wie auch die Störche als Frühlingsbote schlechthin. Als „Lenzmond“ trägt er den altdeutschen Namen für März noch in sich, die alte Bezeichnung weist auf seine besondere Bedeutung in dieser Jahreszeit hin.
Als Vollmond wird der Moment bezeichnet, in dem die uns zugewandte Seite des Mondes vollständig von der Sonne beleuchtet wird, also Sonne, Erde und Mond nahezu in einer Linie stehen. Der Effekt des „Blutmondes“, wenn der Mond in der Nähe des Horizontes steht, kann daher auch nur bei Vollmond auftreten.
Die Mondansicht erscheint bei Vollmond wegen der voll beleuchteten Oberfläche besonders hell, das Sonnenlicht wird maximal reflektiert. Bei klarem, trockenen Himmel wirkt das Mondlicht, das in Wirklichkeit natürlich das Licht der Sonne ist, dann besonders intensiv.
Das Wetter jedenfalls dürfte zur (Fast-)Vollmondbeobachtung mitspielen: Nach einem sonnigen Tag versprechen die Wetterdienste einen überwiegend klaren Abend ohne Wolken am Himmel.
Sehr schöner Artikel.
Beim Mond lohnt sich immer der kleine Zusatz: Das Licht, das wir sehen, ist nicht „sein eigenes“, sondern reflektiertes Sonnenlicht. Der Mond leuchtet also nicht selbst – er zeigt uns nur, dass irgendwo eine Sonne scheint.
Die eigentliche Frage wäre daher: Wenn wir schon von „unserem Mond“ sprechen – haben wir eigentlich auch eine eigene Sonne?
Wunderschön.
Nach all den besorgniserregenden Diskrepanzen der Wunstorfer Politik ein schöner Bericht über unseren Mond. Das tut gut.