
Wunstorf (red). Besucher von Weihnachtsmärkten werden immer wieder zu besonderer Vorsicht aufgerufen – denn immer wieder ziehen die traditionellen Veranstaltungen auch Taschendiebe an. In Wunstorf wurde in der vergangenen Woche ein solcher Fall bekannt.
Doch nur wenige Tage später wurden die Weihnachtsmarktbeschicker nun selbst zum Ziel von Kriminellen: An mehreren Buden wurden die Vorhängeschlösser zur vergangenen Wochenmitte geknackt. Der oder die Täter machten sich offenbar auf die Suche nach Geld und Wertvollem. Sogar das historische Kinderkarussell verschonten die Verbrecher nicht. Außer Zerstörungen blieb der Raubzug jedoch ohne Erfolg – Bargeld konnten die Einbrecher nicht an sich bringen.
Die Kriminellen lernen allerdings nicht dazu: Schon vor zwei Jahren, in der Weihnachtszeit 2023, waren Buden des Weihnachtsmarktes in Wunstorf aufgebrochen worden. Auch damals machten die Täter, die nicht gefasst werden konnten, keine Beute. In den Hütten wird über Nacht nichts Wertvolles deponiert. Nur der Sachschaden blieb.
An Dreistigkeit mangelt es dagegen nicht: Einen Wachdienst, der nachts nach dem Rechten sieht, gibt es auf dem Weihnachtsmarkt zwar nicht. Einen Wachmann hatte es nur zur Coronazeit gegeben – der jedoch nicht die Buden bewachte, sondern aufgrund entsprechender Infektionschutzvorschriften den Impfstatus der Besucher kontrollierte. Die Schausteller selbst sind nachts ebenfalls nicht anwesend, sondern haben auf dem nahen Schützenplatz ihre Quartiere aufgestellt oder wohnen während der Weihnachtszeit in örtlichen Ferienwohnungen. Die Weihnachtsmarktbuden liegen dann still und ruhig in der Fußgängerzone, in der zur Nachtzeit gewöhnlich nur ganz vereinzelt Passanten unterwegs sind.
Aber der Wunstorfer Weihnachtsmarkt steht eben nicht auf der grünen Wiese, sondern mitten im Zentrum der Altstadt, umgeben von Wohn- und Geschäftshäusern mit potentiell wachsamen Nachbarn. Entsprechend schnell und unauffällig müssen die Täter vorgegangen sein, da die Einbruchsversuche unbemerkt blieben und erst am nächsten Morgen festgestellt wurden. Laut Angaben der ermittelnden Wunstorfer Polizei müssen die Einbrüche zwischen 20.45 Uhr am Mittwochabend und 9.15 Uhr am Donnerstagmorgen stattgefunden haben.
Der Tatzeitpunkt ähnelt dem vor zwei Jahren: Auch damals war die Tat einige Tage vor Heiligabend begangen worden.
Dann sollte man Kameras aufstellen