
Wunstorf/Steinhude (red). Die aktuellen Zugriffszahlen auf den entsprechenden Artikel bei der Auepost sprechen eine deutliche Sprache: Tausende wollten offensichtlich wissen, wie sie vor allem am Samstag möglichst komplikationsarm zum „Steinhuder Meer in Flammen“ kommen – dem Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung mit über Niedersachsens größtem See aufscheinendem Höhenfeuerwerk auf Mardorfer und Steinhuder Seite gleichzeitig.
Nachdem das Fest über einige Jahre nicht mehr stattgefunden hatte, war im vergangenen Jahr der Neustart initiiert worden, und hatte leider genau am wichtigsten Tag unter keinem guten Stern gestanden: Direkt nach dem Feuerwerk musste die Veranstaltung abgebrochen werden, die Lage auf dem See mit vielen Booten, die entweder ebenfalls als Zuschauer unterwegs waren oder auch selbst an der traditionellen Illumination teilnahmen, verwandelte sich in einen dramatischen Rettungseinsatz.
In diesem Jahr sind die Sicherheitsvorkehrungen und entsprechenden Vorbereitungen noch einmal intensiviert worden, doch ein Problem bleibt: Der Rückreiseverkehr aus Steinhude nach Ende des Feuerwerks ist der Flaschenhals. Tausende Besucher machen sich quasi gleichzeitig auf die Heimreise, steigen in ihre Fahrzeuge und wollen zu späterer Stunde wieder raus aus dem Ort.
Denn während sich der Weg nach Steinhude zum Veranstaltungsgelände oder in den Ort noch etwas verteilt, spielt sich der Weg zurück in einem engeren Zeitfenster ab. Das bedeutet eine gleichzeitige starke Verkehrsbelastung der Straßen rund um Steinhude, wenn ein Fahrzeug nach dem anderen von den großen Parkplätzen startet.
Die Polizei wird deshalb extra an verschiedenen Kreuzungen, die normalerweise von Ampeln geregelt werden, im Einsatz sein, um dort gegebenenfalls direkt eingreifen zu können: Statt Lichtzeichen werden es dann auch Polizisten sein, die dort den Verkehr regeln, um für einen schnelleren Verkehrsfluss zu sorgen.
Dennoch sollte bei der Fahrt am Samstagabend rund um Steinhude und in Wunstorf mit deutlich erhöhter Fahrtzeit gerechnet werden. Bereits an normalen Sommerwochenenden, ohne dass eine Großveranstaltung wie das Festliche Wochenende stattfindet, stauen sich abends die Autos zwischen Steinhude und Wunstorf im Stop and Go. Mit dem jetzigen Event erhöht sich dieser Effekt drastisch, wenn nicht mehr Besucher aufs eigene Auto verzichten.

Von Steinhude über die Kreuzung bei Altenhagen die B442 entlang bis mitten nach Wunstorf hinein ist mit dem Hauptstau zu rechnen. Bereits kleinste Unregelmäßigkeiten im Verkehrsfluss – wie rotes Ampellicht – können hier eine Kettenreaktion auslösen, die Kilometer später am Beginn der Rückreisestrecke in Steinhude dann ihre Auswirkungen hat.
Der Rat auch von offizieller Seite lautet daher: Nach Möglichkeit auf das Auto zur Anreise verzichten und mit Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln zum Festlichen Wochenende kommen. Linienbusverkehr und auch Shuttle-Busse fahren beispielsweise zwischen Steinhude und dem Wunstorfer Bahnhof.
Wenn man dann später schon im Stau steht, lautet der einzige Rat: Die Ruhe behalten, die erlebten schönen Eindrücke aus Steinhude noch einmal Revue passieren lassen. Geheimtipp: Vorher das Autoradio mit entsprechenden Titeln befüllen. Empfohlen werden kann – und passend bei solchen Gelegenheiten ist – beispielsweise das Stück „Bomben über Wunstorf“ von Dietmar Wischmeyer.
In angenommenen zwei Stunden Fahrtzeit zwischen Steinhude und Wunstorf lässt sich der Titel gleich 11-mal hintereinander hören. In drei Stunden schon siebzehnmal.
Anreise: Ab ZOB Wunstorf (neben dem Bahnhof Wunstorf) fahren die Buslinien 710, 711, 715 und 835. Am Samstag entfällt die Haltestelle „An der Friedenseiche“, alternativer Halt ist die Haltestelle „Tiefental“. Autofahrer werden gebeten, die große ausgeschilderte Parkfläche zwischen Hagenburg und Steinhude zu nutzen. Rückreise: Am Samstagabend nach dem Feuerwerk stehen um 22.45 Uhr fünf Busse an der Haltestelle Tiefental bereit, die zum ZOB nach Wunstorf fahren. Gegen 24 Uhr stehen an gleicher Stelle nochmals drei Busse für die Fahrt zum ZOB Wunstorf.
Gut geschrieben . Wischmeyer wirds richten .