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Granate in Bordenauer Neubaugebiet gesprengt

30.06.2022 • Redaktion • 1 Min.Kommentare: 7

Am Nachmittag wurde eine Weltkriegsgranate in Bordenau gesprengt. Die Granate war bei Erdarbeiten in einem Neubaugebiet entdeckt worden.

30.06.2022
Redaktion
1 Min.
Kampfmittelräumdienst im Einsatz | Foto: Feuerwehr Neustadt a. Rbge.

Bordenau (red). Am Nachmittag wurde in Bordenau eine Granate gefunden. Bei Erdarbeiten im Neubaugebiet „Am Dorfteich“ war das Relikt aus dem 2. Weltkrieg aufgetaucht. Die Feuerwehr wurde kurz nach 15 Uhr zur Fundstelle alarmiert.

Die Granate war ca. 35 Zentimeter lang und hatte einen Durchmesser von 8 Zentimetern. Der hinzugerufene Kampfmittelräumdienst gab an, dass sie mit 700 bis 800 Gramm Sprengstoff beladen war. Die Fundgranate konnte nicht transportiert werden, daher wurde eine Sprengung vor Ort vorbereitet.

Sprengung vor Ort

Es wurde ein Evakuierungsradius von 300 Metern gezogen, so dass etwa 30 Häuser sowie eine Kleingartenkolonie geräumt werden mussten. Insgesamt waren von dieser Maßnahme ca. 100 Personen betroffen, die den Bereich zu verlassen hatten. Als Anlaufstelle wurde das Dorfgemeinschaftshaus Bordenau zur Verfügung gestellt. Die Kräfte der Feuerwehr unterstützten bei der Räumung, die reibungslos ablief.

Fundort der Granate | Foto: Feuerwehr Neustadt a. Rbge.
Die Reste der gesprengten Granate | Foto: Feuerwehr Neustadt a. Rbge.

Um 17.25 Uhr am Donnerstagnachmittag konnte die Granate dann wie geplant von den zwei Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gesprengt werden. Die Feuerwehr war mit rund 50 Kräften aus zahlreichen Neustädter Wehren im Einsatz. Polizei und Rotes Kreuz waren ebenfalls beteiligt. Es war der zweite vergleichbare Einsatz dieser Art, bereits vor zwei Wochen war in diesem Bereich eine Weltkriegsgranate gefunden worden.

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Kommentare


  • Lydia Bertani sagt:

    Aufgrund der Maßangaben ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich um eine Acht-Achter Flak Sprenggranate handelt, die bei Luftangriffen auf Hannover zur Abwehr abgeschossen, nach ihrer durch Luftwiderstand unvollkommenen hyperbolischen Flugbahn unverrichteter Dinge in Bordenau, der Richtung (NW) des Feind-Anfluges, landete. Es ist zudem kaum vorstellbar, dass von den ursprünglichen 88mm schon 8mm weggegammelt sein sollen, da eine gegen Korrosion sehr widerstandsfähige Kupfer-Legierung verwendet wurde.
    Ich bin mir fast sicher, dass auch diese Information einigen Leuten „nicht in den Kram passt“, was ich aber, wie immer, sehr gelassen sehe.

  • Dieter Bückmann sagt:

    Die „Acht Acht“ -so wurde sie vom Landser genannt – wurde nicht nur zur Luftzielbekämpfung sondern auch verstärkt zur Panzerabwehr benutzt.
    Gegen Ende des 2. Weltkrieg wurde durch Materialmangel auch statt Kupfer einfach mal Eisen genommen,was erhebliche Fehlfunktionen nach sich zog.
    Ob diese Granate nun tatsächlich eine „Acht Acht“ war entzieht sich meiner Kenntnis, aber je nach Baujahr fehlten bei einigen die Edelmetalle und somit wäre es auch mölich, das die Korrosion gut 8 mm weggefressen hat.

    Die „Acht Acht“ war mit der Richtigen Munution bestückt, gut in der Lage, einen Panzer auf 3 bis 3,5 km Entfernung zu vernichten, Die Einsatzfähigkeit gegen Luftziele ging wohl auch etwas über 8000 mter hinaus und bei einem Treffer gingen selbst die 4 Motorigen Superbomber
    zu Boden,
    Die „Acht Acht“ war auch in den Panzern Tiger 1 und Königstiger verbaut.

    Meines Wissens nach hat Israel als seine ersten Verteidigungswaffen mit der Acht Acht und dem Panther Panzer ( 75mm Kanone ) eine Menge Angriffe abwehren können.

    • Lydia Bertani sagt:

      Danke für die interessante Ergänzung! Die Idee „Israel“ hat sich demnach auch hier zur Bestandssicherung erbeuteter deutscher Technik bedient, obwohl doch jedermann vermuten würde, dass grad diese Feind-Technik potentiell abgelehnt würde? Aber das Geld und geschenkte U-Boote nimmt man ja auch….mit genügend FFP2-Material vor der Nase stinkt auch Geld nicht mehr….

      • Dieter Bückmann sagt:

        Diese Waffen wurden von Frankreich, USA und anderen Staaten – ausgenommen Deutschland, die hatten nix mehr – geliefert.
        Sogar der Karabiner 98 – Standartwaffe des deutschen Heeres – wurde in Massen nach Israel geliefert.

        Ganz nebenbei, die DDR hat anfangs ihre VoPo`s fast nur mit K 98, Sturmgewehr 44 sowie Pistole 08 und Walther PP + PPK ausgerüstet.

        Aber damals brauchte es keine FFP2 Masken, man machte einfach was man wollte und ob das am Ende immer gut war, entzieht sich meiner Kenntnis.

        Falls es jemanden interessiert, in meiner Jugend gab es im ganzen Lande Waffen ohne Ende. Da marschierte man beim Schützenfest schon mal mi K 98, Schrotflinte, KK und Luftgewehren. Wenn der Schützenkönig feststand, wurden schon mal so einige oder mehrere – manchmal aber auch überreichlich Freudenknaller in die Luft abgelassen. Immerhin hatte jeder Haushalt so zwischen 2 bis 6 dieser Nachlässe zur Verfügung.
        Da könnte ich Geschichten erzählen, die euch umwerfen. Aber ob die hier durchgehen?

        • Lydia Bertani sagt:

          „ausgenommen Deutschland, die hatten nix mehr“
          So sieht das aus. Sie Bevölkerung ist darüber hinaus auch mehrheitlich intellektuell unbewaffnet. Dafür wurde massiv das eingesetzt, was sich „Bildungsauftrag“ nennt.

  • Dieter Bückmann sagt:

    Wenn das heisst, „die sind geistig nicht mehr fit“, ja.

    • Lydia Bertani sagt:

      Vieles erinnert mich immer mehr an den Film „Die Körperfresser kommen“ wie „Sie leben“ zum Thema „Corona“ und „Soylent Green… Jahr 2022 … die überleben wollen“ zum Thema der aktuellen Ernährung-Bevormundung.
      Wer diese Filme nicht kennt: Sehenswert!
      Aber da die Mehrheit auch „Dinner for one“ für einen lustigen Schwank hält, anstatt den tieftraurigen Kern zu sehen, lohnt es sich auch hier nur für die, denen das Thema eh klar ist.

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