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Güterzug rammt Auto auf Bokeloher Bahnübergang

04.09.2022 • Redaktion • Aufrufe: 2029

Übersehenes Rotlicht hat am zurückliegenden Freitagmittag zu einem schweren Unfall in Bokeloh geführt: Auf dem Bahnübergang nahe des Freibades kollidierten ein Güterzug und ein Auto.

04.09.2022
Redaktion
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Ein Kesselwagenzug auf den Gleisen am Kaliberg in Bokeloh (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Bokeloh (red). Am Freitagmittag gegen 12.30 Uhr war ein 63-jähriger Hagenburger auf der Steinhuder Straße in Bokeloh in Richtung B441 unterwegs. Am dortigen unbeschrankten Bahnübergang auf Höhe der Zufahrt zum Freibad Bokeloh übersah der Fahrer aufgrund der Sonneneinstrahlung das blinkende Rotlicht am Bahnübergang und hielt nicht an.

Genau in diesem Moment näherte sich aus Richtung K+S-Werk ein Güterzug, der dort wenige Minuten zuvor losgefahren war. Beim Überqueren der Bahngleise wurde das Auto von der Lok am Heck getroffen. Der Ford Transit wurde mehrere Meter weit in das Gleisbett geschoben. Der Autofahrer blieb unverletzt und konnte das Fahrzeug ohne Hilfe verlassen. Der 35-jährige Zugführer blieb ebenfalls unverletzt.

Über eine halbe Million Sachschaden

Der Ford hatte Totalschaden und musste abgeschleppt werden. Die Front der Lokomotive wurde bei dem Unfall ebenfalls beschädigt: Der Triebwagen war nicht mehr fahrbereit und wurde von der Betreiberfirma aus Sachsen-Anhalt abgeschleppt. Beschädigt wurde zudem der Gartenzaun eines angrenzenden Privatgrundstücks.

Auf diesem Straßenabschnitt kollidierten Güterzug und Auto (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Der Bahnübergang war für mehrere Stunden voll gesperrt. Die Polizei schätzt den entstandenen Gesamtschaden auf 525.000 Euro.

Zweiter Unfall innerhalb eines Jahres

Es ist das zweite Mal, dass ein Auto von den inzwischen wieder regelmäßig auf der Kleinbahnstrecke zum ehemaligen Bergwerk fahrenden Zügen auf einem Bahnübergang getroffen wurde: Bereits im November 2021 war auf dem unbeschrankten Bahnübergang Hohes Holz ein Fahrzeug von einer Lok gerammt worden. Die anschließend ergänzten Sicherungsmaßnahmen hatten in der Folge weitere Unfälle unter Radfahrern provoziert.

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Kommentare


  • Homberti sagt:

    Daß bei DEN Preisen für Diesel überhaupt noch eine Lok fährt ist schon bemerkenswert!

    • Braunroth sagt:

      Im Gegensatz zu Autofahrern und Tankstellen ,deren Lieferverträge sich bei jeder neuen Betankung ändern hat eine Eisenbahngesellschaft eigene Lieferverträge. Die liegen z.ZT. noch bei 0,43 Cent.

  • Grit D. sagt:

    Der bei diesem Unfall entstandene sehr hohe SACHschaden von über „schlappen“ 500.000 ist mit Sicherheit „ein Schlag ins Konror“, doch es handelt sich um einen SACHschaden!

    Ein PERSONENschaden oder gar der Verlust eines Menschenleben wiegt dann ja wohl ein Vielfaches schwerer, oder?

  • Birgit sagt:

    Was die Dieselzufuhr als Antriebsstoff mit einem Unfall zu tun hat, entbehrt eines Konsens. Die Frage ist doch, wie man auf Dauer solche misslichen Ereignisse in Schach halten kann, so dass sie gar nicht erst entstehen.

    Bahnanlagen mit Andreaskreuz und Rotlicht sind sicherlich häufig anzutreffen, aber als Präventivmaßnahme oft nicht ausreichend. Daher doch bitte die Errichtung einer Schrankenvorrichtung, die solche Unglücke ausbremst.

    Wieso wird eigentlich generell gespart an dieser Art Unglücksvermeidung? Es gibt oft Situationen, wo man aufgrund der unlängst ständigen Sonneneinstrahlung selbst Farbwechsel bei Ampelleuchten schwer erkennt.

    Sparen am falschen Eck hat noch nie Erfolg gezeigt. Beispie auch:

    Eine Leuchtlampe mit Streifenschild vor ein Staßenloch zu stellen, ist sicherlich der schlechtere Weg als die Straße anständig zu reparieren (Steinhude, gegenüber Gärtnerei Blume). Eine echte Posse.

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