
Wunstorf (red). Als die kleine Grünfläche neben der Wunstorfer Feuerwache Anfang November neugestaltet wurde, war nicht nur eine neue Eiche, der „Gebietsreformbaum“, gepflanzt worden. Auch eine neue Sitzbank wurde direkt daneben am Weg an der alten Südaue aufgestellt. Sie ist trotz der braunen Farbe sozusagen eine „rote Bank“, aber nicht die Rote Bank, wie sie tatsächlich kurz darauf als Mahnung gegen Gewalt an Frauen am Alten Markt installiert worden war.
Gestiftet wurde sie von Ortsbürgermeister Thomas Silbermann, der sie wiederum von seinen SPD-Genossen zum 60. Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Als ausgesprochener Vicco-von-Bülow-Fan möchte sich Silbermann jedoch nicht outen. Für das Loriot-Zitat auf der dazugehörigen Plakette hätten sich die Schenkenden starkgemacht, sagte Silbermann im Gespräch mit der Auepost.
Sie ersetzt eine ältere Bank, die zuvor einige Meter weiter nördlich am selben Weg aufgestellt gewesen war. Statt im Schatten zu verschwinden, steht die neue Bank nun näher an der Barnestraße – und in der Sonne. Wer darauf Platz nimmt, blickt in Richtung des Schotterparkplatzes Am Alten Markt, im Rücken liegt die Feuerwache Wunstorf.


Schon jetzt scheint die Bank gut angenommen zu werden, bereits während der Pflanzung des Gebietsreformbaums nahmen viele Passanten vorübergehend Platz. Die Bank wurde parallel zur gemeinschaftlichen Baumpflanzung gleich miteingeweiht: Gemeinsam mit Silbermann nahmen auch die weiteren Ortsbürgermeister, Bürgermeister Piellusch und der Stadtsprecher Platz.
Das Fundament der Bank ist nun typisch für in Wunstorf aufgestellte Bänke: Wurden Sitzmöbel früher meist noch direkt auf den Untergrund gestellt, zum Beispiel auf Pflaster, wird neuerdings nach Möglichkeit ein Extra-Betonfundament gelegt, auf dem die Sitzbank verschraubt wird.

Das habe mehrere Vorteile, erklärte Stadtsprecher Alexander Stockum vor Ort der Auepost: Einerseits schütze es vor Diebstahl, andererseits stünde die Bank auf diese Weise waagerechter und stabiler, da Bodenunebenheiten mit dem Beton von vornherein ausgeglichen würden.
Wie soll diese den Boden unnötig versiegelnde Betonplatte denn den Diebstahl der Bank verhindern?
Zwei Mann mit Akku-Schlagschrauber haben diese vier Muttern in 10 Sekunden abgeschraubt und die Bank in der Hand.
Das Argument greift schon mal nicht.
Das zweite Argument, dass die Bank dank der Betonplatte waagerechter und stabiler stehen würde, greift ebenso nicht, da man für den Untergund dieser Platte mehr Aufwand hat, als würde man nur vier Bodenanker exakt einschlagen.
Diese Bank steht da so unnötig rum,wie die 2 Fahrradruheplätze.Aber Hauptsache man ist wieder im Gespräch.
1) Lariot Zitate unterliegen dem Urheber-Schutzgesetz bis 2027. Dieses hat man bestimmt beachtet, um der Allgemeinheit diese dem Verkehrslärm maximal ausgesetzten Bank mit Sympathie-Punkten aufzuhübschen?
Wer wird sich da ernsthaft hinsetzen wollen? Auf der anderen Straßenseite sind schon lange Bänke, die auch kaum ein Mensch jemals benutzt.
2) Warum nur so ein billiges Beton-Fundament für Bänke, wenn man doch mit einem Rosa-Granit-Block „aus dem Vollen gehauen“ mit Tiefe von 1m noch mehr Geld hätte verballern könnte? Welchen Zweck verfolgt man sonst mit diesen absurden Platten?