
Wunstorf (red). Eine weitere Verkehrsberuhigungsmaßnahme im Süden der Wunstorfer Kernstadt wurde installiert: Seit heute gilt auf einem Teil der Straße „Am Hasenpfahl“ eine generelle Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
Ursprünglich war sogar überlegt worden, direkt die gesamte Straße mit dem Tempolimit zu belegen. Der Wunsch danach hatte sich ebenfalls auch aus dem Fußverkehrs-Check entwickelt, der andernorts im Barneviertel bereits für sogenannte Gehwegnasen und provisorische Fußwegvergrößerungen gesorgt hatte.
Im vergangenen Jahr war deshalb zunächst in der Ortspolitik mehrmals über ein neues Verkehrskonzept in diesem Bereich diskutiert worden, zuerst im Mai 2025 im Zusammenhang mit der Vorstellung des Verkehrskonzeptes „Barne Süd“. Die Verwaltung wurde daraufhin beauftragt, mögliche Maßnahmen zu prüfen. Auch der Wegfall von Parkplätzen wurde gewünscht, da auf der Straße Am Hasenpfahl viele parkende Autos zu Sichteinschränkungen für Fußgänger führen.
Ratsfrau Kirsten Riedel (SPD) hatte dabei die Transporter angesprochen: Immer mehr Lieferfahrer würden ihre Sprinter nach Feierabend mit nach Hause nehmen und dann in der Straße parken. Die großen Fahrzeuge würden dann im Bereich Kranichstraße und Plantagenweg ebenfalls zu Sichtbehinderungen führen.


Auch der östliche Abschnitt zwischen der Spitzwegstraße und der Kolenfelder Straße wurde kontrovers diskutiert. Dort gibt es einen Gehweg nur auf einer Straßenseite. Über den Bau eines neuen Gehwegs oder Querungshilfen zu den Stichwegen wurde gesprochen. Parkplätze sollten an dieser Stelle wegfallen zugunsten neuer Gehwegfläche, so ein Wunsch im Ortsrat.
Tempo 30 wurde zwischen all diesen Ideen nicht nur zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger, sondern auch als abschreckende Maßnahme für den Autoverkehr diskutiert. Der Verkehr gehöre nicht auf den Hasenpfahl, sondern auf die Kolenfelder Straße, war zu hören. Der Ortsrat plädierte schließlich für die Einführung von Tempo 30.

Die Verwaltung bremste jedoch die Ideen in der Folge etwas aus: Einerseits war damals noch gar nicht klar gewesen, wie schnell der Verkehr üblicherweise Am Hasenpfahl unterwegs ist – woraufhin dann erst eine Verkehrsmessung stattfand. Auch hatte die Verwaltung Einwände in Bezug auf einen Gehwegneubau: Probleme mit Linienbussen im Begegnungsverkehr wurden befürchtet. Ebenfalls ließ sich die Notwendigkeit für ein Tempolimit nicht durchgängig begründen.
Straßenverkehrsrecht: Tempolimits können nicht einfach beliebig angeordnet werden. Sie sind Ausnahmen von der Grundregel (Höchstgeschwindigkeit 50 km/h innerorts) und müssen deshalb begründet sein.
Deshalb wurde nach weiterer Diskussion im vergangenen Herbst und einer Begehung vor Ort eine Art Kompromiss gefunden, der jetzt umgesetzt wurde: Das neue 30er-Tempolimit gilt nur im westlichen Teil der Straße, um vor allem Schulwege und die Bereiche an den Zebrastreifen stärker abzusichern. Fußgängerüberwege gibt es bislang nur im westlichen Abschnitt der Straße. Erst wenn in Zukunft auch weiter östlich ein neuer Zebrastreifen gebaut wird, wäre eine Ausweitung des Tempolimits denkbar.
Infolge des neuen Tempolimits harmonisiert sich nun auch die Verkehrssituation am Barnekreisel. Dieser war zuletzt ein Kreisel der 3 Geschwindigkeiten: Nach der Ausfahrt zum Schulzentrum durfte maximal 20 km/h gefahren werden, Richtung Innenstadt 30 km/h – und an der Ausfahrt Am Hasenpfahl galten 50 km/h. Somit sind die Verkehrsteilnehmer am Kreiselbauwerk nun nur noch mit zwei unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten konfrontiert.
Was hat denn die Geschwindigkeitsmessung ergeben? Viel schneller als 30 kann man dort mit den vielen parkenden Autos und dem Gegenverkehr doch ohnehin nicht fahren; oder?
Wer, insbesondere im Berufsverkehr, Richtung Hagenburg oder Haste möchte wird nicht auf die Kolenfelder ausweichen.
Wie wäre es denn mit einer zweiten Umgehung, welche gleich das Schulzentrum und das Schwimmbad in der Barne erschließt?
Bin ja sowieso der Meinung, dass eine Südumgehung deutlich schalauer gewesen wäre. Vor Luthe links weg, holt den LKW-Verkehr von der A2 ins Gegwerbegebiet ab (und zurück), fischt dann die Fahrzeuge von der Kolenfelder Str. ab und kommt dann hinterm Westende mit Anschluss an die 442 nach Haste vorbei wieder auf die alte 441 nach Hagenburg. Wenn auf der A2 Stau ist, kann Wunstorf schön umfahren werden, ohne dass der Stadtverkehr betroffen ist.
Dann hätte die Bahnlinie zweimal gequert werden müssen und das hat ja der Bund damals abgelehnt.
So kams zur Nordumgehung.
Die Edelkarossen interessiert das nicht
Kleine Abwandlung an die Weissagung der Cree:
„Erst wenn die letzte Straße gesperrt ist, der letzte Einzelhändler pleite ist und der letzte Steuerzahler zum Bürgergeld-Empfänger mutiert ist, werdet ihr merken, dass man Lasten-Fahrräder nicht essen kann.“
Ein kaum noch zu übertreffender Unsinn. Da würde ich mich auch nicht trauen meinen richtigen Namen zu nennen.
Schneller geht es ja auch kaum bei dem straßenzustand am besten kolenfeld und mesmerode auch komplett 30 kmh weil die straßen kaputt sind ( kaputt gespart ) aber Hauptsache Schwimmbad für 30 Millionen und die Innenstadt aufreißen damit noch mehr einheimische geschäfte kaputt gehen . Herr Bürgermeister setzen sie erstmal das Geld zum Erhalt ein bevor was neues kommt
Liebe Auepost,
ist an der Blumenauer Straße die Tempo 30 Versuchsphase nicht im Januar 2026 abgelaufen? Die Entscheidung wurde auf März 2026 verschoben. Jetzt im April stehen die Tempo 30 Schilder immer noch da.
Ist das jetzt doch zur Dauerlösung geworden oder braucht die Stadtverwaltung einfach nur mal wieder länger?
Wird sich leider eh kaum einer dran halten.