
Wunstorf (red). „Ski und Rodel gut“ hieß es am heutigen Sonntag in Wunstorf. Der starke Schneefall, der am Samstagabend begonnen und die Nacht hindurch die Stadt mit flächendeckendem Weiß überzogen hatte, ließ Wunstorf am 4. Januar zu einem Wintermärchen werden.
Während der Straßenverkehr vor allem am Vormittag auf noch ungeräumten Straßen oft noch Probleme hatte und auch am Abend bei erneut einsetzender Glättebildung wieder in Schwierigkeiten geriet, hatten Schlittenfahrer Idealbedingungen.
Wunstorfs höchster Rodelberg etwa war über den Tag hinweg stark frequentiert: Die Erhebung am Rande des Barnewäldchens, auf dem auch schon Wunstorfs Bürgermeister als Kind Schlitten gefahren war, machte seinem inoffiziellen Namen alle Ehre. Es wurde mit allem gerodelt, was greifbar war: Klassische Holzschlitten, Kunststoffschlitten oder zur Not einfach auch nur Plastikfolie wurde eingesetzt, um den Hügel herunterzurasen.



Am Ende der Rennstrecke wurden zudem Schneemänner gebaut – und auch eine riesige Schneekugel, die mit ihren knapp anderthalb Metern Höhe schließlich am Fuße des Rodelbergs lag und den Eindruck erweckte, als wäre sie gerade als Lawine den Hang herabgerollt.
Bis auf einige harmlosere Kollisionen zwischen Schlitten und kleinere Stürze bei den Abfahrten kam es jedoch zu keinen nennenswerten Problemen. Die Schneedecke war jedoch bereits so belastet, dass der Untergrund am späten Nachmittag durchzuschimmern begann.

Der Rodelberg befindet sich nördlich des Barnewäldchens zwischen altem Barneviertel und Neubaugebiet am Ende der Spitzwegstraße, an der es auch einen Durchgang zu den bekannten Spielplätzen gibt. Der stark modellierte Hügel ist eine künstliche Erhebung, die es erst seit den 1960er Jahren gibt. Es handelt sich um den Aushub der Fundamente und Keller, der anfiel, als das Viertel entstand. Auf dem Hügel, der als Rasenfläche und Wiese gestaltet ist, befindet sich auch Wunstorfs längste Kinderspielseilbahn. Bei Winterwetter wird er zu der Anlaufstelle für Schlittenfahrten im Süden der Kernstadt.
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