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Literweise Altöl neben das Sozialkaufhaus gekippt – Hausdurchsuchung bei Verdächtigem

10.09.2025 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 2

Bei Ex und Job in Bahnhofsnähe wurden am Wochenende über 50 Liter Altöl abgekippt – beinahe direkt vor dem Sozialkaufhaus. Die Polizei ermittelt und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Bei einem Verdächtigen gab es bereits eine Hausdurchsuchung.

10.09.2025
Redaktion
2 Min.
Das Gelände von Ex und Job mit dem betroffenen Parkplatz | Foto: Schneider

Wunstorf (red). Man könnte meinen, da hätte jemand etwas völlig falsch verstanden: Das Icks-Plus-Kaufhaus, ein Integrationsprojekt von Ex + Job, handelt durchaus mit Gebrauchtware und begrüßt gern neue Kunden und Interessierte am Angebot – doch Altöl gehörte bislang nicht zu den Dingen, die man dort ins Sortiment aufgenommen hatte.

Das hielt jemanden am vergangenen Wochenende jedoch nicht davon ab, eine entsprechende „Spende“ auf dem Gelände in der Adolph-Brosang-Straße nahe des Wunstorfer Bahnhofes zu hinterlassen – unverpackt, direkt auf den Pflastersteinen des Parkplatzes. Außerdem hatte sich der „Spender“ leicht in der Adresse geirrt: Nicht vorm Kaufhaus, sondern nebenan vor dem Verwaltungsgebäude von Icks Plus wurde das Altöl ausgeleert.

Mitarbeiter von Ex und Job entdeckten die Sauerei am Montagmorgen. Der Parkplatz vor dem Verwaltungsgebäude war großflächig verunreinigt. Die alarmierte Polizei stellte später einen Ölfleck in den Ausmaßen von etwa 25 Quadratmetern fest – mindestens 50 Liter Altöl waren die Ursache. Auch das angrenzende Erdreich war ölgetränkt.

Denn bei Ex und Job hatte man nach der ersten Bestürzung und Empörung sofort alle zuständigen Behörden informiert: Neben der Polizei auch die untere Bodenschutzbehörde. Nachdem Polizei und Kriminalpolizei die ersten Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet hatten, begannen umgehend auch schon die Reinigungsarbeiten auf dem Gelände sowie der Schutz der Kanalisation: Fachfirmen beseitigten den Ölschaden.

Spur am Tatort führt zu Hausdurchsuchung

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler geschah die Umweltstraftat am Samstag oder Sonntag. Am Tatort wurde außerdem eine Spur entdeckt, die zu einem möglichen Verursacher führten. Der Verdacht richtete sich gegen einen 49 Jahre alten Mann aus Wunstorf.

Daraufhin wurde beim Amtsgericht Hannover ein Durchsuchungsbeschluss beantragt, dem das Gericht stattgab. Es kam zur Hausdurchsuchung bei dem Verdächtigen. Dabei stellte die Polizei Beweismittel sicher. Gegen den Verdächtigen wird weiter ermittelt.

Wunstorfer weiter unter Verdacht

Zeugen, die weitere Hinweise zur Tat am Wochenende geben können, werden deshalb gebeten, sich beim Polizeikommissariat Wunstorf unter der Telefonnummer (05031) 9694-0 zu melden.

Die genaue Schadenshöhe sowie die Hintergründe des Vorfalls sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei steht hierzu im Austausch mit der unteren Bodenschutzbehörde der Region Hannover. Diese fand am Dienstag auch entsprechende Worte für die unmittelbare Reaktion von Ex und Job nach Entdecken des Altöls: Das schnelle Handeln in der Firma habe dazu geführt, dass der Umweltschaden umgehend und umfassend behoben werden konnte.

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Kommentare


  • Anonym sagt:

    Den Typen würde ich für mindestens ein Jahr einknasten. Eine vollkommen kranke und extrem egoistische Handlungsweise. Nicht, dass er sich nur die Entsorgungskosten für sein Drecks-Altöl sparen wollte. Nein – er war auch noch so geisteskrank, seine alten Kanister zur Weiterwendung nutzen zu wollen und hat sie nicht einfach mitsamt dem Öl dort abgestellt, sondern hat das Drecks-Öl dort ausgeschüttet, um seine Kanister weiterverwenden zu können. Und das auch noch mitten in der Stadt. Das ist so kackendreist, dass hier ein Exempel statuiert werden muss. Sperrt den Vogel ein und lasst ihn den Schaden richtig teuer bezahlen.

  • B. N. sagt:

    Recht so, Anonymus.

    Der gleichen Meinung bin auch ich.
    Auch ist wohl die Frage gestattet, was dieser Verursacher im Kopf hat.

    Ist es Hass auf das Geschäft oder einfach nur Wut auf die eigene Langeweile, die man versucht, durch diese Art Taten abzuschaffen oder dem Leben einen gewissen „Kick“ zu geben?

    Armselig, einfach nur armselig.

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