
Wiedenbrügge (red). Zu einem nicht alltäglichen Einsatz brachen am frühen Sonntagmorgen gleich 6 Feuerwehren der Samtgemeinde Sachsenhagen auf: Bei Wiedenbrügge in der Nähe der B441 sollte ein Lastwagen brennen – und bei dem Fahrzeug sollte es sich darüber hinaus um einen Pferdetransporter handeln.
Alarmiert worden waren gegen 6.30 Uhr neben der Polizei die Feuerwehren Wiedenbrügge-Schmalenbruch, Wölpinghausen, Bergkirchen, Hagenburg-Altenhagen, Auhagen-Düdinghausen und Sachsenhagen. Trotz der Dringlichkeit näherten sich die Feuerwehrfahrzeuge der Einsatzstelle ohne Blaulicht und Martinshorn – aus Rücksicht auf die Tiere im Transporter.
Als die ersten Kräfte eintrafen, hatten die beiden Fahrer des Transporters die Pferde bereits ausgeladen und kümmerten sich um die Tiere. Ein Feuer am Lastwagen konnte die Feuerwehr nicht mehr feststellen. Das Fahrzeug wurde mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, die ebenfalls keine Auffälligkeiten sichtbar werden ließ.
Sogenannte Sonder- und Wegerechte, besser bekannt als „Blaulicht und Sirene“, berechtigen Einsatzfahrzeuge in Eile zur Übertretung von manchen Verkehrsregeln (Sonderrecht) und stellen für alle anderen Verkehrsteilnehmer die Aufforderung dar, sofort Platz zu schaffen für das Durchkommen der Einsatzfahrzeuge (Wegerecht). Sonderrechte gelten für Feuerwehrleute auf dem Weg zum Einsatz auch dann, wenn sie ohne Sondersignal unterwegs sind - andere Fahrzeuge erkennen dies dann möglicherweise jedoch nicht. Blaulicht allein ohne Martinshorn bedeutet streng genommen aber nur eine Warnung und weist den übrigen Verkehr nicht an, „freie Bahn“ zu schaffen. Lediglich mit Blaulicht fahrenden Feuerwehrfahrzeugen Platz zu machen, ist in der Regel dennoch eine gute Idee - für den bewussten Verzicht auf das Martinshorn kann es Gründe geben.
Der weitere Einsatz für die Feuerwehr beschränkte sich damit auf die Absicherung der Einsatzstelle. Die Pferde wurden später mit einem Ersatztransporter abgeholt.

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