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Rettungskräfte suchen verunglücktes Phantom-Auto in Bokeloh

05.03.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 1

Automatische Notrufe sind Fluch und Segen zugleich: Sie retten Menschenleben, können entscheidend sein, wenn es um Minuten geht – aber sie sorgen auch für neue Fehlalarme.

05.03.2026
Redaktion
2 Min.
Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vor Ort, aber der Verkehrsunfall fehlt | Foto: Feuerwehr Bokeloh

Bokeloh (red). Noch vor gar nicht so langer Zeit war es Science Fiction, wirkte aus früherer Sicht wie aus einem futuristischen Film, in dem auch fliegende Autos vorkommen und Roboter auf den Straßen laufen – doch inzwischen wird es immer mehr zur Normalität: Das eCall-Notrufsystem in Fahrzeugen.

Alle seit 2018 neu zugelassenen Automodelle müssen es in der EU an Bord haben. Das System erkennt automatisch, wenn ein Auto einen Unfall hatte, und alarmiert dann von selbst die Rettungskräfte, ruft automatisch Hilfe herbei. Aber auch manuell lässt sich ein solcher Notruf aus dem Wageninneren auslösen, wenn die Insassen in Not sind.

Automatischer Anruf

Bei den Rettungsleitstellen laufen solche automatischen Fahrzeugnotrufe ebenso wie reguläre Notrufe auf: Die Systeme wählen praktisch die 112, werden zur nächsten Notrufzentrale verbunden und geben dort die Eckdaten der Unfallstelle durch: Dass ein Auto einen Unfall hatte wird gemeldet, und dazu werden auch die Koordinaten des Fahrzeuges durchgegeben. Auch eine Beschreibung des Fahrzeuges ist normalerweise enthalten. Wenn möglich, wird im Regelfall auch eine Sprechverbindung zur Fahrzeugkabine aufgebaut: Die Mitarbeiter in den Rettungsleitstellen der Feuerwehr können dann auch direkt mit den Insassen sprechen und weitere Informationen einholen.

Gelingt keine Sprechverbindung, tappen die Retter zunächst im Dunkeln, reagieren dann aber trotzdem so, als hätte ein Mensch einen Notruf abgesetzt: Feuerwehr und Rettungsdienst rücken zum gemeldeten Unfallort aus. Denn es kann natürlich sein, dass Autoinsassen nach einem Unfall nicht mehr in der Lage sind, zu antworten. Auch wenn Unfallbeteiligte den Wagen bereits verlassen haben, bevor die eCall-Notrufverbindung aufgebaut war, kann dazu führen, dass die Leitstelle mit einem leeren Auto spricht.

Fahrt ins Unbekannte

So geschah es auch am gestrigen Mittwoch, den 4. März: Am Nachmittag gegen 16 Uhr war über das eCall-System ein Notruf abgesetzt worden. Ein möglicher Verkehrsunfall in der Sigmundshaller Straße wurde an die zuständige Leitstelle gemeldet.

Daraufhin alarmierte diese die Feuerwehr Bokeloh, die Feuerwehr Wunstorf sowie den Rettungsdienst und die Polizei. Nach ersten Informationen sollte ein Auto im Bereich der dortigen Kreuzung einen Unfall gehabt haben.

Die zahlreichen Einsatzkräfte konnten vor Ort jedoch kein Fahrzeug ausfindig machen, auf das die übermittelte Beschreibung passte. Auch war keinerlei Unfallgeschehen zu erkennen. Deshalb wurde von Feuerwehr und Polizei auch noch die nähere Umgebung kontrolliert. Es ergaben sich aber auch dabei keine Hinweise auf einen Verkehrsunfall oder auf verletzte Personen. In Abstimmung mit der Polizei und der Leitstelle wurde der Einsatz daher beendet.

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Kommentare


  • Jerry M. sagt:

    Werden da keine Rufnummern übertragen, die im Zweifelsfall zurückzuverfolgen sind?
    Wenn der Computer einen Fehler macht, sollten das die Autobesitzer wissen und ggf. eine Reparatur einleiten lassen.

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