
Hannover (red). Den meisten Schülerinnen und Schülern kann bald wieder Unterricht mit der ganzen Klassengemeinschaft angeboten werden. Ab Montag, dem 31. Mai 2021, findet bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 wieder Präsenzunterricht in voller Klassenstärke („Szenario A“) statt. Auch die Kindertageseinrichtungen machen dann einen großen Schritt zu mehr Normalität: In den Kitas wird bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 50 ein Regelbetrieb unter Beachtung von Hygieneanforderungen durchgeführt („Kita-Szenario A“), wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne heute ankündigte.
Auch im Szenario A bleibt es jedoch bei der Maskepflicht an allen Schulen, solange sich die Schüler außerhalb der eigenen Kohorte bewegen und wo nicht dauerhaft Abstand gehalten werden kann. Ab einer Inzidenz von 35 besteht Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen auch im Unterricht am Sitzplatz. Die Grundschulen bzw. Schuljahrgänge 1 bis 4 (Förderschulen) sind hiervon ausgenommen.
Die Testpflicht bleibt ebenfalls bestehen – unabhängig von Szenarien und Inzidenzwerten. Ausgenommen hiervon sind genesene und vollständig geimpfte Personen mit jeweiligem Nachweis. Das gilt für Schüler genauso wie für Lehrkräfte oder pädagogische Mitarbeiter.
Aufgrund der Testpflicht wird aus rechtlichen Gründen auch die Möglichkeit der Befreiung von der Präsenzpflicht aufrechterhalten. 2,5 Prozent der Eltern machen nach Angaben des Kultusministeriums in Niedersachsen von dieser Möglichkeit Gebrauch.
Szenarienwechsel sind bei einer Verschärfung des Infektionsgeschehens bei Inzidenzwerten von über 50 und über 165 vorgesehen. Die Kitas und Schulen müssen dann in die Szenarien B (Schule: Wechselunterricht, Kita: eingeschränkter Regelbetrieb) beziehungsweise C (Schule: Distanzunterricht, Kita: Notbetreuung) wechseln. Es gelten die regionalen Inzidenzwerte, die vom Robert-Koch-Institut ausgewiesen werden.
Insgesamt wurden in Niedersachsen bisher rund 7,1 Millionen Selbsttests an Schüler ausgegeben. Davon waren 3.600 positiv (2.100 PCR-bestätigt), was einem Prozentanteil von 0,05 entspricht. An das Schulpersonal wurden 1,3 Millionen Selbsttests verteilt. Hier gab es 570 positive Ergebnisse (davon ca. 180 PCR-bestätigt). Unter den Lehrern und Mitarbeitern fielen die Infektionen mit 0,04 Prozent Anteil somit noch geringer aus als in der Schülerschaft. Dieses Verhältnis spiegelt sich im Großen und Ganzen auch an den Wunstorfer Schulen – das Infektionsgeschehen ist hier äußerst überschaubar.
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