
Wunstorf (red). Beim Stichwort „LTG 62“ denkt man in Wunstorf natürlich sofort an den Fliegerhorst Wunstorf und die weltweiten Einsätze mit dem A400M – doch das Lufttransportgeschwader der Bundeswehr hat auch noch andere Aufgaben und Standorte: Einer ist Bremen, an dem die 4. Fliegende Staffel des Geschwaders die Transportpiloten der Bundeswehr ausbildet.
Anfang August schlossen nun 17 junge Luftfahrzeugführer ihre Ausbildung ab und standen damit im Mittelpunkt eines feierlichen Appells auf dem Wunstorfer Fliegerhorst: Hier erhielten die Absolventen der Ausbildungscrew 10/21 als Zeichen ihrer Leistungen die lang ersehnte „Schwinge“ – das an der Ausgehuniform getragene Abzeichen aller Piloten bei der Bundeswehr.
Verliehen wurden die Schwingen durch den Oberst Markus Knoll, den Kommodore des LTG 62. Neben hochrangigen militärischen Vertretern aus dem Luftwaffentruppenkommando und anderer Fliegender Verbände waren auch die Familien und Freunde der Flugschüler extra dafür nach Wunstorf gereist.


Die Ausbildung war keine gewöhnliche und forderte die angehenden Bundeswehrpiloten in mehrerer Hinsicht: Als sie im Oktober 2021 begann, stand die Welt noch unter dem Einfluss und den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Die etwa einjährige Theorieausbildung in Bremen endete mit 13 Prüfungen in 3 Tagen. Danach folgte die praktische Ausbildung im südfranzösischen Montpellier, beim zweiten Ausbildungsabschnitt. Anschließend ging es zurück nach Bremen, wo unter anderem die Diamond DA 42 geflogen und damit die zivile Flugpilotenlizenz erworben wurde.
Nun beginnt für die Flieger die eigentliche Arbeit, wie Oberst Knoll in seiner Ansprache zum Appell herausstellte: „Es geht erst jetzt richtig los! Nachdem Sie gelernt haben, wie man ein Flugzeug fliegt, werden Sie jetzt in Ihren Einsatzmusterausbildungen und taktischen Lehrgängen lernen, wie man ein militärisches Luftfahrzeug einsetzt – wie man den Auftrag in komplexen Szenaren und unter Bedrohung erfüllt.“


Den Auftrag beschrieb der Kommodore dabei so: „Wir sind diejenigen, die jederzeit in der Lage sein müssen, auch weit ab der Heimat innerhalb weniger Stunden auch unter widrigen und gefährlichen Bedingungen einsatzbereit zu sein.“
Das im Fliegerjargon „Schwinge“ oder auch „Fliegerschwinge“ genannte Abzeichen heißt offiziell „Tätigkeitsabzeichen Militärluftfahrzeugführer der Bundeswehr“. Es zeigt einen von Eichenlaub umkränzten Bundesadler inmitten von zwei Flügeln. Die Farbe der Spange variiert: Je nach Verleihungsstufe, entsprechend Dienstjahren und geleisteten Flugstunden, ist sie in Bronze, Silber oder Gold gehalten.
Glückwunsch den neuen Piloten.
Gerne erinnere ich mich an meine vierjährige Dienstzeit in der Flugbetriebsstaffel des MFG1 in Jagel.
Frdl.Grüße
E.Heininger
Glückwunsch dazu und danke für euren Dienst.