
Steinhude (red). Warum steht aktuell häufiger die Polizei vor der Grundschule Steinhude? Die Antwort hängt mit einem Vorfall am gestrigen Mittwochnachmittag zusammen:
Am gestrigen 11. Februar hatte ein unbekannter Mann aus einem weißen Transporter heraus ein 10-jähriges Mädchen angesprochen. Die 10-Jährige war zu Fuß auf dem Heimweg vom Hort, als sie um 15.30 Uhr an der Ecke Fuhrenweg/Hermann-Löns-Weg aus einem weißen VW Transporter heraus angesprochen wurde. Das Kennzeichen ist nicht bekannt, aber auf der Seite des Transporters soll ein auffälliger grüner Smiley angebracht gewesen sein.
Der Fahrer, der als etwa 60 Jahre alter, grauhaariger Mann mit Dreitagebart beschrieben wird, habe das Mädchen gefragt, ob er sie nach Hause fahren solle. Das Mädchen reagierte prompt, schrie auf, lief weg und berichtete ihrer Familie von dem Vorfall, die sich daraufhin an die Polizei wandte.
Christopher Thürnau, Leiter Kriminal- und Ermittlungsdienst bewertet die Situation folgendermaßen: „Solche beunruhigenden Vorfälle untersuchen wir sehr genau. Auch wenn im vorliegenden Fall noch nichts Strafbares geschehen ist, ist nicht auszuschließen, dass es sich hier um die Vorbereitungshandlung zu einer Straftat handeln könnte. Deswegen möchten wir alle Eltern bitten, ihre Kinder für solche Situationen zu sensibilisieren. Ganz ausdrücklich möchten wir aber auch darauf hinweisen, dass es aktuell keinen Anlass zur Panik gibt, und insbesondere möchten wir um Zurückhaltung in Sozialen Medien bitten.“
Wenn fremde Personen Kinder ansprechen: Verhaltenshinweise für Kinder und Eltern gibt das LKA Niedersachsen auf seiner Internetseite.
Hinweise zu dem Vorfall in Steinhude nimmt das Polizeikommissariat Wunstorf unter Tel. (05031) 9694-115 entgegen.
Es ist noch nichts Strafbares passiert (…). Natürlich, es ist normal, wenn ein Kind bedrängt wird, oder war es ein Freund der Familie? Wohl kaum.
Es nervt, wie dieses Thema dermaßen lasch angegangen wird. Der Eindruck, dass alles so „gewöhnlich wie nötig“ zu betrachten sei, erscheint bedenklich in den Augen der davon Betroffenen, die dem Ganzen weitaus mehr Bedeutung beimessen.
Viele Verbrechen an Kindern gleichen einem Schema, dass den Anfängen dieser Begebenheit stereotypische Handlungsweisen zeigt.
So sollte doch wohl die Sache sehr, sehr ernst genommen werden.