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Unterstützung für die Ukraine an Lärmschutzwand gesprüht

27.02.2022 • Redaktion • 1 Min.Kommentare: 13

Beten für die Ukraine – das steht seit gestern groß auch auf einer Lärmschutzwand an einer Nebenstraße in Wunstorf. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

27.02.2022
Redaktion
1 Min.
Graffiti
Graffiti an der Bahn-Lärmschutzwand in Wunstorf | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Die Welt wird in diesen Tagen Zeuge von historischen Ereignissen, die auch in Deutschland den Beginn eines neuen Geschichtsabschnittes bedeuten. Die Bundesrepublik verabschiedet sich von ihrer bisherigen Friedensdoktrin, liefert Waffen in Kriegsgebiete und will selbst stark aufrüsten.

Am heutigen Sonntag hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in einer Regierungserklärung im Bundestag die Verpflichtungen aus der Beistandspflicht für die Alliierten im NATO-Pakt bekräftigt und die Verantwortung für Demokratie, Frieden und Freiheit in Europa. Die Ukraine wird mit Waffenlieferungen unterstützt. Die Fähigkeiten der Bundeswehr werden massiv aufgestockt, die Verteidigungsausgaben erhöht und die Abhängigkeit von Gaslieferungen aus Russland abgebaut.

Polizei stellt Graffito-Verdächtige

Während in Berlin die Weichen für eine Nach-Nachwendezeit gestellt werden, sucht die Polizei in Wunstorf die Verursacher einer Sachbeschädigung mit Ukrainekrieg-Bezug: Am Samstag hatten Zeugen beobachtet, wie eine Person gegen 17.30 Uhr in der Gutenbergstraße einen Graffiti-Schriftzug an die dortige Lärmschutzwand der Deutschen Bahn sprühte. Mit schwarzer Farbe stand danach auf der grünen Wand der Hastag „#prayforukraine“ geschrieben. Eine weitere Person soll währenddessen die Tat gefilmt haben.

Die von den Zeugen informierte Polizei stellte kurz darauf in der Nähe zwei Jugendliche fest, die unter Tatverdacht fielen. Sie wurden mit zur Dienststelle genommen und schließlich den Erziehungsberechtigten übergeben. Weitere Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Wunstorf unter Telefon (05031) 9530-115 zu melden.

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Kommentare


  • Homberti sagt:

    Ob die Sprayer wissen was beten überhaupt heißt? Das Geschmiere dient wahrscheinlich nur dem aktuellen Zeitgeist. Die Schmierheinis sollten mal an die Front geschickt werden, dann lernen sie bestimmt wie man betet.

  • Tritra Trullala sagt:

    Typisch deutsch

    • Wunstorfer sagt:

      Was ist denn typisch deutsch daran?

      Das man eine Sachbeschädigung (STRAFTAT!) nicht gutheißt bzw. verfolgt?
      Das man optisch nicht gerade gelungene „Wandverschönerungen“ nicht mag?

      Auch wenn die Aktion vielleicht gut gemeint war, den Menschen in der Ukraine hilft solche eine Wandverschmierung nicht im geringsten!

      • AtzeMitGlatze sagt:

        Typisch deutsch

      • Wunstorf ist thrash! sagt:

        Also ich kann mir vorstellen das diese „Jugendlichen“ eigentlich 2 nette Burschen sind. Na klar! Das ist nicht der richtige Weg! Jedoch kann ich nachvollziehen das die Jungs ängstlich sind durch den Ukraine Konflikt und einfach nur was gutes tun wollen. Mit Typisch Deutsch ist gemeint, dass zwei sehr junge Menschen, welche wahrscheinlich nicht mal die Gesetze kennen und jetzt wahrscheinlich Angst um ihre Zukunft haben, von Leuten von der Presse (oder was auch immer diese lächerliche Seite ist) noch mehr unter druck gesetzt werden! Die armen Jungen tun mir echt Leid und ich hoffe das beste für sie! #prayforukraineandtheboys

  • Grit D. sagt:

    Auch wenn mir zwar das Verständnis für derartige „Verzierungen“ fehlt, hier jedoch kann ich die (vermutete) Motivation durchaus verstehen.

    Dieser Angriffskrieg durch #Putin sprengt ALLES und steht ausserhalb jeglicher Diskussion. Punkt.

    Ich gehöre mit Sicherheit nicht zu denjenigen, die schnell in Angst und Panik zu versetzen sind.

    Als ich heute in den Medien erfahren musste, dass dieser- in meinen Augen- Wahnsinnige seine Nuklearwaffen in Bereitschaft bringen lässt, da wurde selbst mir anders- sehr anders.

    Diesen Mann noch zu stoppen, dürfte ausgesprochen schwierig werden.

    Ich- „Baujahr“ 1964- bin wie so viele andere auch, davon ausgegangen, dass mit dem Ende des Kalten Krieges uns Menschen im Westen KEINE Gefahren mehr drohen.
    Jetzt aber sind mir die Befürchtungen der vorhergehenden Generation „die Russen kommen“ nachzuvollziehen…

    • Basti g. sagt:

      Und dank unserer Politik haben wir im Fall eines Angriffs keine Möglichkeit uns zu wehren ! Danke für Sie Wähler dieser Politiker die unsere Bundeswehr vernichtet haben also wenns knallt viel spass

      • Dieter sagt:

        Oh, vorsichtig. Wenn die Polizei die vor Silvester eingesammelzen Polenböller direkt an die Bundeswehr liefert und man dieselbe dann in die Ukraine schickt, da werden Putins Schergen aber laufen ……….

  • AtzeMitGlatze sagt:

    Wenn man halt sonnst nichts zu tun hat.

  • Wunstorf? Nein danke. sagt:

    Ich kann den Trubel nicht verstehen! 2 Nette Jungs die helfen wollten werden jetzt zu Tode verurteilt? Oh man ich möchte echt nicht in deren haut stecken!

  • Basti g. sagt:

    Gebt den schmutzfinken einen Lappen und lasst sie schruppen dann sehen die mal was sie angestellt haben

  • Joachim Begerow sagt:

    Mich würde ja mal interessieren, ob die Eigentümerin bzw. der Eigentümer der so arg beschädigten Lärmschutzwand (wohl ein Unternehmen der Deutschen Bahn) Strafantrag gestellt hat, denn an sich kann überhaupt nur dann diese „frevelhafte“ Tat strafrechtlich geahndet werden (§ 303 c StGB),…. es sei denn, die Staatsanwaltschaft ist der Auffassung, ein b e s o n d e r e s öffentliches Interesse rechtfertige die Strafverfolgung, was in der Regel angenommen wird bei offensichtlich Neonazi- und antisemitischen Schmierereien. Diese Tat, die ich keineswegs damit loben will (!), jedoch mit jenen der letztgenannten „Qualität“ auf eine Stufe zu stellen, fände ich schon weitaus mehr als nur ein klein wenig bedenklich!

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