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Wunstorfer Bronze-Ziegen verschwunden

23.03.2024 • Redaktion • Aufrufe: 9261

Ziemlich zahme Ziegen zurzeit zurückgezogen: Bislang standen die berühmten Wunstorfer Ziegenfiguren direkt vor dem Ratskeller in Marktplatznähe. Dort sind sie nun verschwunden – und werden einige Meter entfernt in der Nordstraße wieder aufgestellt.

23.03.2024
Redaktion
Aufrufe: 9261
Einsame Ziege in der Wunstorfer Fußgängerzone | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Oh Schreck – die Ziegen sind weg. Diesen Eindruck konnte man am zurückliegenden Mittwoch bekommen, als plötzlich die bekannten Ziegenfiguren vor dem Ratskeller fehlten. Die drei Statuen, die an der Schnittstelle der Straßen der Fußgängerzone standen, regelmäßig als Fotomotiv genutzt und traditionell von begeisterten Kindern beklettert wurden, waren verschwunden.

Sollte es nach der Entführung der goldenen Steinhuder Bratwurst nun etwa auch noch eines der Wunstorfer Wahrzeichen getroffen haben? Aber nicht Buntmetalldiebe hatten die Ziegenfiguren abtransportiert, sondern die Eigentümerin selbst – die Stadt Wunstorf.

Abgebaut für neuen Standort

Die Ziegenfiguren wurden abgebaut, gereinigt und einen Tag später wieder zur „Anprobe“ in die Nordstraße gebracht, allerdings etwas weiter nördlich: Sie sollen künftig nicht mehr vor ihrem angestammten Platz am Ratskeller, sondern vor dem Optiker zwei Häuser weiter stehen – sichtbarer und etwas weiter zur Mitte der Straße gerückt.

Hier standen die Ziegen bislang | Foto: Daniel Schneider
Zu sehen sind nur noch die Spuren des Abbaus | Foto: Malte Süß

Zeugen der Fußgängerzone

Die Figuren gehörten damals zur Gestaltung der neu errichteten Fußgängerzone und wurden Anfang der 1980er Jahre aufgestellt – ebenso wie der Kuhbrunnen, der Stelenbrunnen und der Schnitterin-Brunnen. Ähnlich wie der Kuhbrunnen deuten die Figuren auf die Historie Wunstorfs als Ackerbürgerstadt. Die Ziegen stammen aus derselben Gießerei in Münster, in der auch der Kuhbrunnen und das vor zweieinhalb Jahren aufgestellte Stadtmodell gefertigt wurden.

Ziege sucht Anschluss in der Nordstraße | Foto: Daniel Schneider

Nun ziehen sie erstmals nach knapp 40 Jahren um – laut Angabe des Citymanagements aus Gründen der besseren Auffindbarkeit in der Fußgängerzone. Umgesetzt war gestern jedoch erst eine der Figuren, eines der beiden Lämmchen. Das Geschwister- und das Muttertier fehlten noch, auch wenn deren Standort auf dem Pflaster bereits markiert ist. Die einsame Ziege mitten in der Nordstraße wirkte damit auf einmal, als hätte sie den Anschluss an die Herde verloren.

Einfach einpacken und abtransportieren lassen sich die Statuen übrigens nicht – sie sind auf 50 Zentimeter langen Metallstangen tief im Boden verankert.

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Kommentare


  • Grit D. sagt:

    Als ich ich erstmal die Überschrift des Artikels las war mein erster Gedanke:
    „Haben sich nun auch an „unseren“ Ziegen böse Buben oder Mädchen vergriffen?!“.
    Und war erleichtert- hier zum Glück nicht!

    Was ich vom Standortwechsel der „Tierchens“ halten soll? Dazu werde ich mir noch Gedanken machen müssen…

  • nanouk sagt:

    Wie albern, solch Theater, egal wo die Ziegen stehen, gemeckert wird eh immer.

  • Sennholz sagt:

    Ich denke wir haben in Wunstorf ganz andere Probleme, aber wohl immer noch zu viel Geld über…

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