
Am 3. September begrüßte Kommodore Oberst Markus Knoll nicht nur die hiesigen Kameradinnen und Kameraden des Lufttransportgeschwaders (LTG) 62 auf dem Fliegerhorst. Gekommen waren auf Einladung des LTG und der Gemeinschaft deutscher Transportflieger ebenfalls Soldatinnen und Soldaten verschiedener Nationen, Aktive und Ehemalige, sowie geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Vor allem aber sollten an diesem Nachmittag genau die Kameradinnen und Kameraden im Vordergrund stehen, die die Fähigkeit, multinational 365 Tage im Jahr handlungsfähig zu sein, täglich mit Leben füllen, betonte der Kommodore in seiner Eröffnungsrede.
„Multinationalität ist keine Floskel, wir leben sie jeden Tag.“
Kommodore Oberst Markus Knoll
Hierzu zählten nicht nur Piloten und Crews in den Cockpits und an Bord der Luftfahrzeuge selbst, sondern auch Techniker, Logistiker, Tankwagenfahrer und all diejenigen, die „(…) vielleicht auf den ersten Blick gar nicht mit dem Missionserfolg in Verbindung gebracht werden.“

Für die erfolgreiche Abwicklung sei jedoch jedes einzelne Mitglied dieser Kette essentiell wichtig.
Im Anschluss an den offiziellen Teil mit den Reden überflogen zwei A400M sowie einige Zeit später ein CH-53-Hubschrauber das Biwak, abgerundet von einem spektakulären Tiefflug des Airbus A350 „Theodor Heuss“ der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums. Das sorgte nicht nur auf, sondern auch rund um den Fliegerhorst bei Passanten für Gesprächsstoff.

Der Airbus A350-900 „Theodor Heuss“ (Bundeswehr-Kennung 10+02) ist einer von drei Airbus seiner Art und steht im Dienst des Bundesministeriums der Verteidigung, um hochrangige Regierungsmitglieder und Amtsträger sowie deren Delegationen zu befördern. Dieser Airbus löste 2023 den vorherigen Namensträger, einen Airbus A340-300 ab, der unter Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dienst stand. Momentan sucht die alte Theodor Heuss einen neuen Besitzer und steht bei dem US-Flugzeughändler Jetcraft zum Verkauf.




Neben Getränken von Getränke Heidorn und Verpflegung durch das Team von Kostas Airbites konnten Gäste eine Fotobox nutzen oder sich bei den Helfenden Raben die aktuelle „Rabenpost“ mitnehmen. Alle Beteiligten ließen den Tag bei guten Gesprächen und Livemusik ausklingen.
Die Helfenden Raben sind ein 2024 gegründeter Verein, der es sich zum Ziel gemacht hat, durch Spendeneinnahmen und verschiedene Aktionen gemeinnützige Projekte der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe oder des Tierschutzes zu fördern. Besonders bekannt ist hierbei der Verkauf von „Luftwaffeln“ oder von Patches mit Themenbezug, wie dem „Goldenen September Patch“, dem die Einnahmen der Kinderkrebshilfe zugutekommen. Der Vereinsname geht auf das Maskottchen des LTG 62 zurück, aber auch andere Verbände aus dem Umfeld des Wunstorfer Fliegerhorstes engagieren sich im Verein.
Im kommenden Jahr wird das traditionsreiche Biwak voraussichtlich in Köln stattfinden, zu dem dann jedoch auch die Kameradinnen und Kameraden aus Wunstorf geladen sind.
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