
Wunstorf (red). Auf diversen Anliegerstraßen im Wunstorfer Barneviertel stehen in den kommenden Wochen Baumaßnahmen an. Insgesamt fünf Straßen sollen so umgebaut werden, dass Fußgänger dort in Zukunft sicherer über die Fahrbahn kommen können. Gleichzeitig soll damit auch der Effekt einer Verkehrsberuhigung eintreten.
Betroffen sind die Lukas-Cranach-Straße, die Hans-Holbein-Straße, die Matthias-Grünewald-Straße, die Ludwig-Richter-Straße und die Spitzwegstraße, wie die Stadtverwaltung mitteilt.
Gehwege gibt es in diesen Straßen nur entlang einer Seite der Fahrbahn. Das hat historische Gründe. Das Barneviertel war einst so geplant, dass Autos und Fußgänger völlig voneinander getrennte Fahrbahnen bekommen sollten. Gehwege direkt an einer Straße sollten also die Ausnahme bleiben. Stattdessen bekamen Fußgänger und auch Radfahrer viele eigene Wege abseits der Fahrbahnen.
Diese alte Idee funktioniert heutzutage – mit stark erhöhtem Verkehrsaufkommen und oftmals viel schnelleren und elektromotorisierten Radfahrern – immer schlechter. Entsprechende Umbaumaßnahmen sorgen deshalb vor allem in jüngerer Zeit dafür, dass die Straßensituation den heutigen Erwartungen und Anforderungen gerechter wird. Das prominenteste Beispiel ist derzeit der Barnekreiselbau.
Aber auch jetzt bei den reinen Fußwegen wird es relevant. Denn diese Wege führen parallel zum Hasenpfahl durch die Häuserblöcke, wobei sie von den jeweiligen Stichstraßen unterbrochen werden. Damit haben sie einen konzeptionellen Nachteil, der nie beseitigt wurde: Tritt oder fährt man von einem dieser Wege auf die kreuzenden Straßen, dann steht man zumindest von einer Seite aus gesehen fast direkt auf der Fahrbahn, ohne vorher die Chance gehabt zu haben, zu sehen, ob Querverkehr naht.
Damit die Fußgänger und Radfahrer dort nun mehr Platz bekommen, um sich zu orientieren, werden Querungshilfen direkt an die Fahrbahnkanten gebaut. Als Nebeneffekt erhält die Straße über die künstlichen Hindernisse auch eine Verkehrsberuhigung, wie sie beispielsweise zuletzt in der Ahornstraße in Luthe improvisiert wurde.

Bislang gab es solche Querungshilfen nicht, lediglich ein Parkverbot war mit gestrichelten Linien vor den entsprechenden Wegen angeordnet, damit Fahrzeuge die Enden der Wege nicht versperrten.
Die vorbereitenden Maßnahmen, bei denen die Abmessungen auf der Straße sichtbar eingeplant wurden, lösten unter den Anwohnern in den Straßen bereits Unmut aus: Befürchtet wurde, dass Autos auf den vermieteten Parkbuchten und den Garageneinfahrten neben der Straße künftig Probleme bekommen könnten, bei verkleinerter Straßenbreite noch vernünftig auszuparken.
Als „Rennstrecken“, die eine spezielle Verkehrsberuhigung erfordern würden, sind die dortigen Straßen ebenfalls nicht bekannt. In der Regel wird dort rücksichtsvoll gefahren – gerade weil jederzeit die Möglichkeit besteht, dass Fußgänger oder Radfahrer auch auf der Fahrbahn unterwegs sind und queren wollen. Auch wirken die vielen parkenden Fahrzeuge in den Straßen von sich aus bereits wie eine verkehrsberuhigende, weil straßenschmälernde Maßnahme.
Gebaut werden nun sogenannte Gehwegnasen – kleine Erhöhungen auf dem Asphalt, die den Bereich zwischen ihnen für Fußgänger und Radfahrer reservieren und eine Art Bucht in die Straße hinein bilden. Funktionell ähneln sie kleinen Verkehrsinseln, die man sonst von der Mitte von Fahrbahnen kennt. In der Regel werden diese dann auch noch mit zusätzlichen Aufbauten wie Pollern oder Baken markiert, um von Autos rechtzeitig wahrgenommen zu werden.
Am kommenden Montag, den 15. September 2025, starten die entsprechenden Bauarbeiten. Sie werden nicht vom städtischen Baubetriebshof, sondern von einer externen Straßenbaufirma ausgeführt. Für die Bauzeit sind rund zwei Wochen eingeplant: Voraussichtlich Ende des Monats, bis zum 29. September, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Während der Bauarbeiten ist in den Straßen mit temporären Sperrungen und eingeschränkten Parkmöglichkeiten zu rechnen, teilt die Stadt mit und bittet die Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen.
Ich höre nur noch Barne wenn es um Veränderungen geht
ja basti, wählerstimmenfang und beschwichtigen der leute vor der wahl.
Das wäre eine Schlagzeile für BILD Hannover:
WÄHLERSTIMMENFANG MIT MINI-VERKEHRSINSEL!
Anstatt immer nur den Autofahrer die Schuld zugeben, sollte man mal ein Auge auf die Radfahrer werfen. Denn Diese halten sich kaum an die Verkehrsregeln.(z.B.im Dunkeln ohne Licht,auf der falschen Straßenseite oder den Bürgersteig benutzen dort wo kein Fahrradweg ist.)
Schlimmer sind die e-scooter Fahrer auf Bürgersteig und teilweise zu zweit
Na offenbar geht es der Stadt jetzt finanziell wieder deutlich besser, wenn man sich solche kostenintensiven Extras leisten kann. Wäre schön, wenn im Artikel auch die Kosten für diese Maßnahmen genannt würden.. denn nur die halbe Wahrheit zu nennen ist eben auch halb gelogen.
Ich hoffe das die Stadt mal ein bisschen Geld in die Schlaglöcher investiert am besten noch vor dem Winter
SKANDAL IN WUNSTORF: WÄHLERSTIMMENFANG MIT SCHLAGLOCH-AUSBESSERUNGEN
Na sicher, in den Straßen wird „in der Regel rücksichtsvoll gefahren“. So ein Quatsch. Die Autos fahren sehr oft viel zu schnell