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Eisenbahnbrücke über die Aue

03.08.2021 • Redaktion • Aufrufe: 929

Knochenarbeit: Menschen- und Pferdekraft beim Bahnlinienbau Anfang des vorigen Jahrhunderts über die Südaue in Wunstorf.

03.08.2021
Redaktion
Aufrufe: 929
Auebrücke
Foto: Stadtarchiv Wunstorf, Nachlass Armin Mandel

Derzeit können Radfahrer oder Fußgänger die Bahnbrücke über die Aue beim Schulzentrum nicht benutzen – es sind Bauarbeiten im Gange. Diese sollen die Strecke „ertüchtigen“, wie es im Jargon der Fachleute so schön heißt. Alte Holzschwellen werden durch Betonschwellen ersetzt, die in einem erneuerten Schotterbett liegen. Die Brücke wird künftig wieder stärker beansprucht, wenn die Züge mit Tankwaggons mehrmals täglich Salzlauge nach Bokeloh transportieren. Dort muss der Kalischacht zur Stabilisierung verfüllt werden, damit nicht eines Tages tiefe Gräben entstehen, wo keine sein sollen.

Im Armin-Mandel-Nachlass im Stadtarchiv findet sich ein altes Foto aus den frühen Tagen der Brücke. Sie musste gebaut werden, als die Kleinbahn nicht mehr länger mitten durch die Stadt fahren sollte, wie sie es seit 1898 getan hatte. Schon nach wenigen Jahren hatte sich gezeigt, dass die Idee, sie durch Süd- und Nordstraße rollen zu lassen, doch nicht so gut gewesen war. Also führte man sie östlich um die Stadt herum, durch die Wiesen zwischen West- und Südaue, die überbrückt werden mussten. An der kleinen Bogenbrücke über die Südaue ist noch heute das Jahr der Einweihung zu lesen: 1906. Und unser Foto zeigt, welch großen Stellenwert damals noch Menschen- und Pferdekraft hatte – Knochenarbeit war gefragt, wenn nicht gerade für ein Foto posiert wurde. Heute sieht man an gleicher Stelle mehr Maschinen, aber weniger Menschen. 

An die alten Tage, in denen die Steinhuder Meer-Bahn noch durch die Stadt fuhr, erinnert übrigens auch eine der Klingenden Laternen, die zur Zeit im Altstadtgebiet installiert sind. Mit kleinen Geschichten unterhalten sie die Wunstorfer und die Gäste der Stadt und vermitteln Stadtgeschichte „en passant“, im Vorbeigehen. Die Hörstation zur alten Kleinbahn steht direkt am Marktplatz.

Klaus Fesche, Stadtarchiv Wunstorf

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Kommentare


  • Manschli sagt:

    Tja so wurde halt Früher malocht, waren nunmal andere Zeiten als heutzutage, wo vieles mit Maschinen erledigt wird!!! Wie jetzt, Schwellen erneuert, ahaa nur hieß es doch ende Juni schon: alle Arbeiten seien Abgeschlossen, die sinnlosen, nutzlosen Bummelzüge könnten den Verkehr endgültig blockieren!!! Nu kommt raus, nichts ist fertig, pfff das versteh Einer, wer will!? Na egal, im D- Staat muß nunmal jede Baustelle halt Wochen bzw. Jahre dauern; obwohl ja, diese Salzwasserzüge, der letzte Scheiß sind!!!

  • Rudolf sagt:

    Die südaue verläuft nördlich von wunstorf?

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