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Die Haster Runde machte Religion zum Jahresthema

22.02.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 1

Gelebter Glaube und historische Trachten: Die Jahresausstellung der Haster Runde im Bürgerhaus Haste beleuchtete Religionsgeschichte und lokale Traditionen im Schaumburger Land. Hunderte Besucher kamen vorbei.

22.02.2026
Redaktion
2 Min.
Pastor Jürgen Wiegel | Foto: privat

Haste (red). Am vergangenen Wochenende verwandelte sich das Bürgerhaus Haste in ein Zentrum lebendiger Ortsgeschichte. Die „Haster Runde“, ein engagierter Kreis von Hobby-Historikern und Heimatfreunden, lud zur traditionellen Jahresausstellung ein.

In den Vorjahren hatte man sich der Eisenbahn oder dem Haster Wald gewidmet, diesmal beschäftigte man sich mit dem Thema Religion. Unter der Leitung von Sonja Reese trug die Gruppe eine Ausstellung unter der Überschrift „Religionen in Haste und das kirchliche Leben im Wandel der Zeit“ zusammen.

Immer überregionaler Publikumsmagnet

Dass die Historie des Ortes die Menschen bewegt, zeigten erneut die Besucherzahlen: Insgesamt 370 Gäste fanden den Weg ins Bürgerhaus. Bemerkenswert war dabei, dass gut ein Drittel der Besucher aus den umliegenden Gemeinden des Schaumburger Landes stammte. Die Ausstellung bot einen tiefen Einblick in das kirchliche Leben und die damit verbundenen Bräuche von Tradition bis Moderne.

Als visueller Höhepunkt fungierten die ausgestellten Trachten, die traditionell zu religiösen Anlässen getragen wurden und die enge Verbundenheit von Glaube und dörflicher Identität symbolisierten. Erstmals wurde die Haster Runde sogar multimedial: Der Sonntagsgottesdienst wurde live per Video übertragen und damit direkt in die Ausstellung integriert. Bei den Besuchern kam das gut an.

Sonja Reese und Volker August in der Ausstellung der Haster Runde 2026 | Foto: privat

An beiden Tagen sorgten jeweils fünf fachkundige Vorträge für ein abwechslungsreiches Programm, das den Blick weit über den Tellerrand von Haste hinaus warf: Pastor Jürgen Wiegel berichtete von seinen Erfahrungen als Missionar in Burundi. Die Historikerin Geske Hinrichs schlug den Bogen zur regionalen Geschichte und erläuterte die Christianisierung in Schaumburg. Puja Khadka brachte den Gästen den Hinduismus in ihrem Geburtsland Nepal näher und Antje Lübke-Schweer und Wilfried Wlotzka gaben detaillierte Einblicke in die Methodik der Ahnenforschung. Volker August erklärte die spezifischen Kirchentrachten.

Die Geschichte wieder interessant machen

Für heitere Momente sorgte Renate Gümmer, die alte Haster Geschichten mit viel Humor in einer Lesung zum Besten gab. Die Resonanz war durchweg positiv. „Die Veranstaltung hat bei vielen Besuchern den Impuls gesetzt, sich wieder intensiver mit der eigenen Geschichte und dem Thema Religion auseinanderzusetzen“, resümierten die Organisatoren zufrieden und sehen in der Haster Runde einmal mehr den Beweis, dass Heimatgeschichte alles andere als trocken ist, sondern Menschen verbindet und den Dialog fördert.

Die Haster Runde ist ein Kreis geschichtsinteressierter Bürgerinnen und Bürger, die sich intensiv mit der Historie des Ortes Haste im Schaumburger Land befassen. Durch jährliche Ausstellungen und kontinuierliche Archivarbeit bewahren sie das kulturelle Erbe der Gemeinde für künftige Generationen.
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Kommentare


  • Sonja sagt:

    Die Ausstellungsinhalte können hier angesehen werden:
    https://haste.de/vereine/haster-runde/ha-ru-woran-glaubt-haste

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