Wunstorfer Auepost

Klein Heidorner gerät in die Torfmaschine

04.07.2021 • Daniel Schneider • Aufrufe: 357

Vor 100 Jahren: Verletzter Arbeiter wird ins Krankenhaus nach Neustadt gebracht.

04.07.2021
Daniel Schneider
Aufrufe: 357

Der Torfabbau hat eine jahrhundertealte Geschichte am Steinhuder Meer, zählte einst zu den großen Industriezweigen im ländlichen Bereich – und auch heute noch spielt die Torfgewinnung und -verarbeitung eine Rolle rund ums Tote Moor. Doch ungefährlich war das Torfstechen nicht. Die Leine-Zeitung berichtete am 4. Juli 1921 über einen Arbeitsunfall, der sich vier Tage zuvor in Poggenhagen zugetragen hatte:

Pressespiegel 100 Jahre

Auf dem hiesigen Torfoleum-Werke ereignete sich gestern ein bedauernswerter Unglücksfall. Der Arbeiter Rölke aus Klein-Heidorn geriet mit dem rechten Arm in die Welle einer Torfmaschine, wobei ihm der Arm mehrmals gebrochen wurde. Der Verunglückte wurde, nachdem ihm sofort ärztliche Hilfe zuteil geworden war, ins Theresienstift in Neustadt am Rübenberge gebracht.

Wir schreiben das Jahr 1921. Wunstorf ist eine kleine, landwirtschaftlich geprägte Ortschaft in der preußischen Provinz Hannover. Das Ende des Ersten Weltkriegs liegt noch nicht lange zurück, die Menschen erleben viele Umbrüche in der ersten deutschen Demokratie. Man ist auf dem Weg in die „Goldenen Zwanziger“. Es ist das Geburtsjahr der späteren Widerstandskämpferin Sophie Scholl - und Adolf Hitler wird Parteivorsitzender der noch jungen NSDAP.
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