Wunstorfer Auepost
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Die schiefen Laternen von Wunstorf

14.03.2022 • Daniel Schneider • Aufrufe: 2227

Die letzten Tage des alten Barneplatzes sind angebrochen. Die Bäume sind schon gegangen, bald trifft dasselbe Schicksal auch die markanten Laternen.

14.03.2022
Daniel Schneider
Aufrufe: 2227
Foto: Daniel Schneider

Die Tage für das Laternen-Freilichtmuseum in Wunstorf sind gezählt: Die schaurig-schönen Lichtspender (ja, das ist die Originalfarbe!) am Wunstorfer Barneplatz im ausgeblichenen Style der 1980er Jahre werden dort nicht mehr lange leuchten. Die Transformation des Herzstücks des historisch bedeutsamen Areals nimmt langsam Fahrt auf. Der Verwandlung in einen schickeren, moderneren Platz mit vielen Umbauten in den kommenden Monaten werden auch die inzwischen berühmten roten Laternen weichen müssen. Die einst mächtigen schattenspendenden Bäume in der Platzmitte sind ihnen bereits vorangegangen. Ob künftig noch prominent Tischtennis auf dem Barneplatz gespielt werden kann, muss ebenfalls bezweifelt werden.

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Kommentare


  • A.Falk sagt:

    Traurig das man die tollen Bäume entfernt hat. Und das man manch schönes u altes entfernt…Umgestalten und neu kann auch anders gehen

  • centro del margine sagt:

    Schöne Aufmerksamkeit für diesen schaurig-schönen Platz im Zentrum des Randes. Was gegangen ist, was kommt: Daniel Schneider, bitte dranbleiben!

  • centro del margine sagt:

    Antwort an A.Falk:

    Das mag sein. Nur: es hat jahrelang verschiedene Gelegenheiten gegeben, das Anders-Gehen konkret zu machen und Vorschläge und Forderungen an die Planer heranzutragen.

    >>Der Planungsprozess für die Neugestaltung des Barneplatzes wurde im Mai 2016 begonnen. Begleitet wurde er durch eine zweistufige „Öffentlichkeitsbeteiligung“ mit der Gelegenheit, für mehrere Planungsbereiche zwei Varianten zu bewerten.

    Im Juni 2020 billigte der Ortsrat Wunstorf den Vorschlag der Verwaltung für den Ausbau.<<

    (aus: WIKIPEDIA Barneviertel)

    Irgendwann soll es weitergehen und etwas Neues kommen. Die Schafweide von damals ist auch verschwunden. Und Nostalgie wird immer bleiben.

  • centro del margine sagt:

    Die AUEPOST hat über den Planungsprozess für den Umbau des Barneplatzes vor über zwei Jahren detailliert berichtet:

    https://www.auepost.de/stadtgespraech/barneplatz-soll-zum-shared-space-werden-29896/

    Mein persönlicher Vorschlag an den (damaligen und heutigen) Ortsbürgermeister der Kernstadt, er möge sich für einen stabilen und aktuell gehaltenen INFORMATIONSSCHAUKASTEN am Platz einsetzen, ist leider ohne Resonanz geblieben.

    Dankenswerter Weise hat der Apotheker am Platz in seinem Fenster einen Ausbauplan für den Barneplatz ausgestellt.

    Ich finde aber, es ist Aufgabe der Stadtverwaltung, hier vor Ort (!) mit einem SCHAUKASTEN in geeigneter Weise über die Planung und den Fortgang der Arbeiten zu informieren. Die Kosten dafür dürften angesichts der gesamten Investitionssumme überhaupt nicht ins Gewicht fallen. Der für die Verwaltung entstehende Arbeitsaufwand sollte – politisch gedacht im Sinne von Transparenz – gut eingesetzt sein.

  • Birgit sagt:

    Einfach nur armselig und traurig. Wie so oft schafft Wunstorf das Flair eines localen Platzes durch Baumfällerei – absolut un- und blödsinnig – ab. Nicht nur, dass geliebte Schattenspender mal wieder weichen mussten, auch der Klimawandel wurde anscheinend nicht beachtet oder in den Köpfen derer ansässig zeigend, die solche Aktionen planen. Der Platz sieht nicht nur öde, sondern einfach blöde aus. Mal wieder etwas, was in die Tonne getreten werden kann. Traurig. Was will sich die Stadt Wunstorf eigentlich mit dieser Aktion beweisen? Siehe auch Neugestaltung Herrmann-Löns-Parkplatz Steinhude. Alte Bäume fielen grundlos, einen kleinen Nadelbaum gab man ins Beet, leider unten schon grau. Kleine Pflänzchen, denen alte, schöne Sträucher weichen mussten. Wie sieht das aus! Warum? Naturlich zur Parkplatzgewinnung.Je mehr, desto besser. Schöne, frische Luft, vor allem bei Hitze für die umliegenden Reihenäuser, wie es nach Benzin muffelt.
    Welche Stadtplaner sind hier am Werk? Leute, geht lieber in den Wald.

  • Birgit sagt:

    Es ist eine Plattitüde, wenn behauptet wird, ein Stadtteil würde einer nennenswerten Wandlung zuteil, wenn das Alte, einst geliebte, plötzlich ausdienen soll. Im Zuge einer gesunden Natur werden Bienenwiesen angelegt, besondere Bäume gepflanzt, die jahrelang Zeit benötigen, um wirklich Bienen und andere Insekten anzulocken und Nistkästen aufgehängt, die die zurückgegangene Vogelwelt zurück populieren sollen. Vergessen wird, dass es bereits vielfach nutzbare Bienenwiesen gäbe, wenn man nicht peinlich sorgfältig jede Anlage mähe, alte Bäume, mit bienenanziehendem Efeu umwoben, endlich mal stehenließe und solche, an denen Nistkästen seit Jahren hängen und Vögel gerne ihre Nester in die Zweige bauen, stehenlassen würde. Aber nein, was Neues muss her ja, wir brauchen Bienenwiesen, parziell genau abgemessen, wie vom Reißbrett. Und das Andere wird abgemäht, mit Unkrautverbrennern behandelt und schlimmstenfalls durch diese Brennmaschinen ganze Insektenherden ausgerottet und Buxbaumhecken gleich mit. Auf Dächern wird begrünt, unten wird Unkraut vernichtet. Welche Diskrepanz im Zeiten des Klimawandels. Apropos Schmetterlingsneuanlage: Es würde schon helfen, Brennnesseln stehen zu lassen, den die mögen Schmetterlinge besonders. Aber Betonplätze, Steine anstatt alter Bäume, Hitze anstatt angenehmen Schatten, bitteschön, wo soll das schön sein. Und Löwenzahn und Brennensselvernichtung sollte doch ins Mittelalter zurückkatapultiert werden, du meine Gute.

  • Birgit sagt:

    Es ist eine Plattitüde, wenn behauptet wird, ein Stadtteil würde einer nennenswerten Wandlung zuteil, wenn das Alte, einst geliebte, plötzlich ausdienen soll. Im Zuge einer gesunden Natur werden Bienenwiesen angelegt, besondere Bäume gepflanzt, die jahrelang Zeit benötigen, um wirklich Bienen und andere Insekten anzulocken und Nistkästen aufgehängt, die die zurückgegangene Vogelwelt zurück populieren sollen. Vergessen wird, dass es bereits vielfach nutzbare Bienenwiesen gäbe, wenn man nicht peinlich sorgfältig jede Anlage mähe, alte Bäume, mit bienenanziehendem Efeu umwoben, endlich mal stehenließe und solche, an denen Nistkästen seit Jahren hängen und Vögel gerne ihre Nester in die Zweige bauen, stehenlassen würde. Aber nein, was Neues muss her ja, wir brauchen Bienenwiesen, parziell genau abgemessen, wie vom Reißbrett. Und das Andere wird abgemäht, mit Unkrautverbrennern behandelt und schlimmstenfalls durch diese Brennmaschinen ganze Insektenherden ausgerottet und Buxbaumhecken gleich mit. Auf Dächern wird begrünt, unten wird Unkraut vernichtet. Welche Diskrepanz im Zeiten des Klimawandels. Apropos Schmetterlingsneuanlage: Es würde schon helfen, Brennnesseln stehen zu lassen, den die mögen Schmetterlinge besonders. Aber Betonplätze, Steine anstatt alter Bäume, Hitze anstatt angenehmen Schatten, bitteschön, wo soll das schön sein. Und Löwenzahn und Brennensselvernichtung sollte doch ins Mittelalter zurückkatapultiert werden, du meine Güte. Lasst den Tieren ihre Heimat, lasst den Plätzen ihre Bäume. Es gibt Leute, die meinen, durch neue Gartengestaltung mehr Tiere anzulocken, als die alte es tat und vergessen, das sie durch die Vernichtung des Alten auch Tiere vernichten. Und wie kann es eine Stadt Wunstorf wagen, die Lebensräume von Tieren zu zerstören durch absoluten Unsinn, den keiner, aber wirklich auch niemand braucht.

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