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Wo bleibt die Monsterdildo-Aufstellordnung für Steinhude?

16.06.2021 • Horst Koschinsky • Aufrufe: 2306

Klartext für Wunstorf: Horst wünscht sich strengere Regeln für Bratwurstdiebe und -aufsteller.

16.06.2021
Horst Koschinsky
Aufrufe: 2306
Horst grantelt

Zuletzt wollte der Ortsrat sogar regeln, dass man in Steinhude nicht auf Laternen klettern darf. Das Vorhaben wurde zwar im Verwaltungsausschuss wieder kassiert, doch beim Bemühen um Recht und Ordnung am Steinhuder Meer hat man noch wichtigere Dinge übersehen. Zum Beispiel, dass man bislang einfach Plastikbratwürste an den Strandterrassen aufstellen kann, wie man will. Eine riesige Regelungslücke im örtlichen Ordnungswidrigkeitenrecht. Klarer Fall: Eine Bratwurstsatzung für Steinhude muss her!

Ganz vorne müsste natürlich drinstehen, dass auch für Übergrößen keine Selbstbedienung gilt, was scheinbar noch nicht alle verinnerlicht haben. Vor allem muss die Bratwurstsatzung aber klar regeln, dass Deko-Bratwürste auch wie Bratwürste auszusehen haben. Nicht wie Schokobananen von Pesalla auf Steroiden. Oder Hundekot am Stil. Oder wie ein Sexspielzeug für die Dame. Am Ende kommen die Leute noch auf die Idee, und klettern einfach drauf – als wär’s ’ne Laterne.

Am Ende klettern die Leute einfach drauf

Und wir brauchen drakonische Strafen für Fakewurstdiebe. So etwas darf jetzt, wo die Wurst berühmt ist, nicht noch einmal passieren. Taxifahrer müssen nachgeschult werden. Künftig soll niemand mehr einfach so mit einer lebensgroßen Bratwurst in ein öffentliches Verkehrsmittel einsteigen können, ohne dass der Fahrer misstrauisch wird. „Hab ich bei Ebay Kleinanzeigen gekauft“ – den Trick probier ich nächstes Mal auch aus, wenn ich den Tresor bei der Stadtsparkasse rausgetragen habe und am Bürgerbüro in den nächsten Bus schiebe. Wäre auch nicht unglaubwürdiger, als abends mit ’ner 2-Meter-Bratwurst aus Steinhude abzureisen. Eine ebenso überzeugende Erklärung wäre gewesen: „Die Pommes haben schon die Fähre genommen.“

Andererseits kann natürlich keiner ahnen, dass Gastronomen so viel Humor haben, mit scheinbar verkohlten Bratwürsten für ihr Angebot zu werben – da könnte man ja direkt froh sein, wenn einem jemand das auf eigene (Taxi-)Kosten entsorgt. Die langfristigen Folgen mit dem Klau der schwarzen Wurst sind dabei noch gar nicht absehbar. Wenn’s ganz doof läuft, haben wir demnächst nicht nur die Touris aus Dortmund und Wuppertal am Steinhuder Meer, sondern auch Chinesen, Japaner und Amerikaner, die sonst nach Heidelberg und Neuschwanstein gefahren wären.

Schon jetzt ist die Steinhuder Bratwurstentführung deutschlandweit bekannt, da kann es nicht mehr lange dauern, bis es auch in den Reiseführern auftaucht und sich die Ersten mit Bratwurst fotografieren lassen wollen … So jedenfalls kriegen wir das Sauerkraut-und-Bratwurst-Klischee nie aus der Welt. Schon mal ein Tipp für die Andenkenbuden: Neben Miniaturmöwen und Leuchttürmchen in Zukunft auch Bratwürstchen verkaufen! Können auch gern etwas angebrannt sein.

Mit wurstigen Grüßen
Horst Koschinsky

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Kommentare


  • Tritra Trullala sagt:

    Inzwischen ist die Wurst zum goldenen Schiss vorm Klo geworden LOL

  • Wurst sagt:

    Die Würste an der Strandterasse schmecken ekelhaft, wären sie tatsächlich verbrannt,wäre immerhin eine rauchige Note dabei,aber,das,was wir im letzten Jahr und leider auch vorgestern vorgesetzt bekamen,war leider wohl die aufgewärmte Wurst von vor einer Woche. Da kletter ich lieber auf einen riesigen Hundekot am Stiel

  • Basti g. sagt:

    Ihr müsst eine frische Wurst verlangen ! Der Senf ist ekelig , der sollte mal lieber den Senf aus der ehemaligen DDR holen

  • Basti g. sagt:

    Heute probiert : frikadelle , Bratwurst und Pommes alles war sehr Lecker heiss und frisch alle anderen Aussagen sind erfunden also die Qualität ist super ! Einzigste Manko ist der Preis für das geld gibt es beim Griechen einen Teller mit salatvorspeise ! Der imbissbesitzer hat teils restaurantpreise

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