Pläne für Wunstorf noch größer als gedacht

Amazon errichtet Güterbahnhof in Bokeloh

Das Verteilzentrum in Luthe war nur der Anfang. Amazon will Pakete künftig auch mit der Bahn ausliefern – und sieht in Wunstorf ebenfalls den perfekten Standort für seinen neuen Güterbahnhof. Eine Folge davon: in der Kernstadt müssen neue Bahnübergänge gebaut werden.

Amazon-Güterzug
Die neu­en Ama­zon-Güter­zü­ge brin­gen bald Pake­te nach Wunstorf | Visua­li­sie­rung: Aue­post

Wunstorf, den 1. April 2019 (red). Ama­zon expan­diert wei­ter und hat sich Wunstorf als neu­en uni­ver­sel­len Logis­tik­stand­ort aus­er­ko­ren: Nicht nur die LKWs fah­ren bald von Luthe aus die Pake­te durch die Regi­on, auch Güter­zü­ge sol­len nun einen Teil der Paket­last über­neh­men. Wunstorf wird Paket­lie­fe­run­gen aus allen euro­päi­schen Ver­sand­la­gern über den Schie­nen­weg emp­fan­gen. Dazu ist jedoch eine neue Bahn­hofs­an­la­ge nötig, die in Bokel­oh ent­ste­hen soll.

Auf den Gleisen der alten Steinhuder Meer-Bahn

Der zuneh­men­de Stau auf Wunstorfs Stra­ßen wird auf die­sem Ver­kehrs­weg zumin­dest teil­wei­se umgan­gen und die Paket­aus­lie­fe­rung nun auch umwelt­freund­lich auf die Schie­ne gebracht – letzt­lich genau das, was die Poli­tik stets for­der­te. Ama­zon will dazu die noch bestehen­den alten Gleis­an­la­gen der Stein­hu­der Meer-Bahn nut­zen, die der­zeit noch gele­gent­lich von der OHE befah­ren wer­den. Das Ran­gier­zen­trum in Bokel­oh wird hin­ge­gen kom­plett neu gebaut, Ama­zon geht von täg­lich bis zu 120 Güter­zü­gen aus, die dann in Bokel­oh abge­fer­tigt wer­den.

Neue Bahnübergänge müssen gebaut werden

Unbeschrankter Bahnübergang
Bis­lang noch ohne Schran­ken: der Bahn­über­gang an der Söl­ter­kreu­zung | Foto: Dani­el Schnei­der

Das wür­de aller­dings nicht nur bedeu­ten, dass in Bokel­oh ein rie­si­ges Gleis­feld ent­steht, son­dern dass auch die bis­lang unbe­schrank­ten Bahn­über­gän­ge an der Söl­ter­kreu­zung und über die B 441 am Orts­aus­gang Rich­tung Hagen­burg nach­träg­lich beschrankt und zu voll­wer­ti­gen Bahn­über­gän­gen aus­ge­baut wer­den müs­sen. Schlim­mer noch: Wegen der hohen Dich­te an Güter­zü­gen lohnt es sich nicht, die Schran­ken gene­rell offen zu las­sen. Daher ist davon aus­zu­ge­hen, dass zumin­dest die Anla­ge an der Söl­ter­kreu­zung von vorn­her­ein zu einem soge­nann­ten Bedarfs­bahn­über­gang aus­ge­baut wird: Auto­fah­rer und Fuß­gän­ger müss­ten ihren Que­rungs­wunsch dann per Knopf­druck zunächst anmel­den, erst danach wür­de das Stell­werk die Schran­ken öff­nen. Ama­zon ver­spricht jedoch, dass in die­sem Fall die War­te­zeit auf jeden Fall unter 30 Minu­ten blei­ben wird. Län­ger als eine hal­be Stun­de wird kein Ver­kehrs­teil­neh­mer war­ten müs­sen, wenn er in die Nord­stadt möch­te. Bis die Nord­um­ge­hung gebaut ist – aktu­ell ist die Rede vom ers­ten Spa­ten­stich 2021 – wird es daher lei­der am Medi­cum noch etwas sto­cken­der vor­an­ge­hen.

Bahnhofs-Neubau in Bokeloh

Auch der Stand­ort für den Bokel­o­her Güter­bahn­hof steht bereits fest: Als Bahn­hofs­ge­län­de ist ein Are­al im Nord­wes­ten Bokel­ohs vor­ge­se­hen, direkt nörd­lich der dort ver­lau­fen­den Bahn­glei­se. Die aktu­ell dort noch vor­han­de­ne Wie­se reicht jedoch nicht aus, so dass Ama­zon Gelän­de von der Stadt zukau­fen muss, da die Eigen­tü­mer der umlie­gen­den Fel­der nicht ver­kau­fen wol­len. Wie die Aue­post erfuhr, gab es dazu bereits in den letz­ten Mona­ten Geheim­ver­hand­lun­gen zwi­schen der Stadt­ver­wal­tung und dem Inter­ne­trie­sen, die kurz vor dem Abschluss ste­hen: Dem­nach wird dem­nächst ein Drit­tel des neu­en Güter­bahn­hofs auf dem Gelän­de des jet­zi­gen Frei­bads Bokel­oh lie­gen – das dafür wei­chen muss. Ob die Frei­bad-Sai­son 2019 noch statt­fin­den kann oder der Abriss der Becken­an­la­gen frü­her erfolgt, ist momen­tan noch offen.

Hier kommt der neue Ama­zon-Güter­bahn­hof hin:

My loca­ti­on
Rou­ten­pla­nung star­ten

Es ist also kein Zufall, dass gera­de jetzt die Plä­ne für einen Außen­be­cken-Anbau beim zwei­ten städ­ti­schen Schwimm­bad, dem Wunstorf Ele­ments, wie­der aus der Schub­la­de geholt wer­den, um das weg­fal­len­de Frei­bad an ande­rer Stel­le zu kom­pen­sie­ren. In Bokel­oh wür­de jedoch sowie­so nie­mand mehr frei­wil­lig schwim­men wol­len, wenn direkt neben­an die Güter­zü­ge ein- und aus­rol­len. Denn Ama­zon hat sich Bokel­oh nicht nur wegen der schon vor­han­de­nen Schie­nen­an­la­gen aus­ge­sucht, son­dern auch wegen des ein­ge­schränk­ten Lärm­schut­zes: Ama­zon will sei­ne Güter­wag­gons rund um die Uhr be- und ent­la­den las­sen, auch in der Nacht. Wegen des vor Ort noch gel­ten­den Berg­bau­rechts ist das pro­blem­los mög­lich, was sich der Inter­net­kon­zern zunut­ze macht.

Rangierbahnhof
So ähn­lich dürf­te es dem­nächst im Frei­bad Bokel­oh aus­se­hen | Visua­li­sie­rung: Aue­post

In der Ver­wal­tung reagiert man unter­des­sen mit einer gewis­sen Häme: „Das haben die Luther und Kolen­fel­der nun davon, dass sie sich so gegen den LKW-Ver­kehr gesperrt haben … noch mehr Ver­kehr durch ihre Ort­schaf­ten“, sag­te ein Rat­haus­mit­ar­bei­ter, der nament­lich nicht genannt wer­den möch­te. Denn der Ver­kehr über die Auto­bahn­ab­fahr­ten wird nun künf­tig noch sto­cken­der ver­lau­fen als ohne­hin schon, wenn nun auch noch der Bokel­o­her Güter­bahn­hof von unzäh­li­gen Last­wa­gen und Paket­au­tos ange­fah­ren wird.

In Bokel­oh hin­ge­gen ist die Freu­de groß: „Kann ja nicht sein, dass immer nur die Luther pro­fi­tie­ren – und das Frei­bad kann ruhig weg, ohne Früh­schwim­men hat’s eh kei­nen Sinn“, sag­ten über­ein­stim­mend gleich meh­re­re Anwoh­ner, als sie auf die neu­en Ent­wick­lun­gen ange­spro­chen wur­den. Wirt­schaft­lich wirkt sich die bal­di­ge Ama­zon-Ansied­lung bereits jetzt aus: Der im Ent­ste­hen begrif­fe­ne Dorf­la­den Bokel­oh hat ange­kün­digt, nicht nur im Herbst zu eröff­nen, son­dern dann gleich 4 wei­te­re Zweig­stel­len auf­zu­bau­en.

Wunstorf ist der idea­le Stand­ort für unse­re 3‑We­ge-Stra­te­gie: Schie­ne, Stra­ße und Was­ser. Und wenn’s sein muss, fah­ren halt auch mal 40-Ton­ner durch die Fuß­gän­ger­zo­ne.„P. Reim-Ver­s­ant, Ama­zon-Spre­cher

Amazon denkt schon weiter

Auch Ama­zon fin­det nur loben­de Wor­te für den Stand­ort Bokel­oh. Mit dem Paket­ver­sand auf Schie­ne und Stra­ße ist die Sache aber noch längst nicht zu Ende, Ama­zon denkt lang­fris­tig und hat bereits die nächs­te Erwei­te­rungs­stu­fe im Blick: Denn da gibt es ja auch noch den Mit­tel­land­ka­nal, und wenn Pake­te mit Bahn und LKW kom­men, war­um nicht auch auf Was­ser­stra­ßen? Ganz so weit ist man zwar noch nicht, aber in nächs­ter Zukunft könn­ten die Ama­zon-Pake­te dann auch mit Boo­ten beför­dert wer­den. Ob der von Schlie­ßung bedroh­te Hafen in Sach­sen­ha­gen dadurch auch einen Teil vom Ama­zon-Kuchen abbe­kommt oder Ama­zon die Hafen­an­la­gen in Kolen­feld aus­baut, wird sich noch zei­gen.

Wahr­schein­li­cher ist jedoch, dass es Ama­zon gleich im grö­ße­ren Stil angeht und Flug­boo­te auf dem Stein­hu­der Meer lan­den lässt. „Flug­ta­xis“ und Droh­nen zur Paket­aus­lie­fe­rung, wie sie bis­wei­len im Gespräch sind, blei­ben jedoch Zukunfts­mu­sik, die­se wird es in Wunstorf nicht geben – noch nicht.

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28 Kommentare
  1. Annette Hartmann-Lange sagt

    Ich hof­fe, das ist ein April Scherz.

  2. Astrid Dralle sagt

    April April

  3. Friedlies Reschke PR sagt

    eine Idee wäre doch auch die alten unter­ir­di­schen Stol­len für den Trans­port zu nut­zen

    1. Grit Decker sagt

      Guter Vor­schlag: war­um nicht? Lol.

  4. Aygül Dz sagt

    Fur­kan Ovic

  5. Guenter Schoen sagt

    April April

  6. Carsten Battermann sagt

    April April

  7. Andrea Ehrke Grupe sagt

    Coo­ler April Scherz

  8. Grit Decker sagt

    Auch wenn mir beim Lesen der Über­schrift des Arti­kels sofort das Tages­da­tum klar war:
    tol­ler Arti­kel! *Dau­men ganz hoch*

    Bei Dem, was dem Online-Rie­sen Ama­zon in des­sen Köp­fen rum­geis­tert, ist der Inhalt des Arti­kels in gro­ßen Tei­len gar nicht mal so abwe­gig.
    Doch das zu for­mu­liert zu bekom­men:
    Cha­peau!!

  9. Ralf Völkers sagt

    Außer­dem ist mir aus sichers­ter Quel­le zu Ohren gekom­men, das bis zu 47% des Güter­ver­kehrs per Bahn auch wie­der von der STMB durch­ge­führt wer­den.

    1. Grit Decker sagt

      Hüb­sche Ergän­zung 😉

  10. David Oe sagt

    da kei­ne neu­en Bahn­über­gän­ge mehr in Deutsch­land gebaut wer­den, war der April­scherz offen­kun­dig.

    1. Grit Decker sagt

      Mit Ver­laub:
      Das wird nicht aus­schließ­lich mir nicht bekannt gewe­sen sein.
      Doch weil der gesam­te sehr gut geschrie­be­ne Arti­kel vor Über­spit­zun­gen nur so trotz­te, wird ver­mut­lich nahe­zu Jedem der 1.April in den Kopf gekom­men sein.

  11. Nils Michely sagt

    San­dra McGrath

  12. Marc Schaper sagt

    Na sicher: Ama­zon baut einen eige­nen Bahn­hof – aus­ge­rech­net in Bokel­oh, dem Dreh­kreuz des Lebens 😀

    1. Grit Decker sagt

      Dan­ke #Marc S.: der Kom­men­tar ret­tet mir einen arg ver­mas­sel­ten Nach­mit­tag *grins breit*.

  13. Jenny Kondracki sagt

    Mat­thä­us Kondra­cki

  14. Ilse Bokelmann sagt

    Herr­li­cher April­scherz!!

  15. Georg Braunroth ,C D U Butteramt sagt

    Das ist kein April­scherz. Die Unter­la­gen lie­gen schon vor . Da die Fa. Ama­zon ja nur Stun­den­löh­ne von unter 5,00 €uro zah­len kann , sol­len die Mit­ar­bei­ter der Aus­lie­fe­rung, im inte­grier­tem Frei­bad Bokel­oh, wenigs­tens kos­ten­los warm duschen kön­nen .Für den Ver­trieb auf dem Was­ser ( 3. Weg )wird der alte Kanal­ha­fen in Idensen ‑rechts vom Jacht­ha­fen Idensen auch schon aus­ge­baut. Dabei muss das But­ter­amt den neu­en Hafen­be­cken wei­chen ‚und wird zu den neu­en Hafen­be­reich umge­baut. Man hat sich dazu ent­schlos­sen, weil das Gebiet des But­ter­am­tes sich im Regen­was­ser­rück­hal­te­be­cken der Wunstor­fer Nordaue befin­det ‚und es dort sowie­so meist alles über­schwemmt ist

    1. Grit Decker sagt

      Net­te Fort­set­zung des sehr gelun­ge­nen April-Scherz 🙂
      Schön, dass sich hier zei­gen darf, dass nicht grund­sätz­lich alle Politiker*innen ‑egal wel­cher Frak­ti­on- völ­lig humor­los sind.

      By the way:
      Ama­zon wäre im Übri­gen durch­aus in der Lage sei­nen Mit­ar­bei­ten­den einen höhe­ren u.v.a. fai­ren Stun­den­lohn als die genann­ten 5€ zu zah­len.
      Das ist die Krux, wenn über Sub­un­ter­neh­men, bei denen aus mir nicht ansatz­wei­se erklär­li­chen Grün­den gesetz­li­che Bestim­mun­gen wie z.B. die zum Min­dest­lohn umgan­gen wer­den kön­nen, Arbeiter*innen beschäf­tigt und aus­ge­nutzt wer­den >kein expli­zi­tes Amaon-Vor­ge­hen. *grrr knurr*

  16. Mari sagt

    Das Frei­bad in Bokel­oh wird auch ohne Ama­zon nicht pünkt­lich zum Mai öffnen.Warum wur­de immer noch nicht mit den geplan­ten Arbei­ten begon­nen???

  17. Grit Decker sagt

    Das wis­sen nur die Göt­ter“ – mein spon­ta­ner und ‑zuge­ge­ben- leicht sar­kas­ti­scher Gedan­ke 😉

    Im Ernst: #Maris Fra­ge wer­den sich vie­le stel­len; zumin­dest die­je­ni­gen, die das Frei­bad in Bokel­oh zum Sai­son­start nut­zen wol­len.
    Auch wenn ich auf­grund der mich erheb­lich ein­schrän­ken­den Han­di­caps lei­der nicht zu den Erwar­tungs­vol­len gehö­re, so wün­sche ich natür­lich die­sen Men­schen, dass sich end­lich (!!) v.a. in Bezug auf die geplan­ten und drin­gend not­wen­di­gen Arbei­ten zeit­nah ‑sehr zeit­nah rasch etwas tun wird.

    1. Georg Braunroth ,C D U Butteramt,"FördervereinFreibad Bokeloh e,V." sagt

      Das wis­sen die lei­der auch nicht–ich habe sie alle befragt…
      Über die anfal­len­den Arbei­ten im Frei­bad Bokel­oh sind wir von Herrn Andre­as Saars ‚Chef der Wunstor­fer Bäder­be­trie­be auch Wunstorf-Ele­ments benannt , unter­rich­tet wor­den. Die Aus­füh­run­gen der Arbei­ten sind geneh­migt und zuge­sagt. Da die­se Arbei­ten nicht unbe­dingt zu einer Schlie­ßung des oder Unter­bre­chung des Bade­be­trie­bes füh­ren, soll­te sich an der Öff­nung zum 15- Mai nichts ändern.
      Die „Göt­ter“ haben uns noch nichts ande­res zuge­tra­gen, und ich den­ke Herr Saars wird es früh genug mit­tei­len, falls sich der Öff­nungs­ter­min ändert.

  18. Georg Braunroth ,C D U Butteramt,"FördervereinFreibad Bokeloh e,V." sagt

    Das muss Herr Saars wohl gele­sen haben!!
    Einen Tag spä­ter beka­men wir ‚ohne wei­te­re Erklä­rung, einen Hin­weis, sdas die Öff­nung nun erst einen Monat spä­ter ‚also zum 15-Juni 2019 erfol­gen soll – „„Alles wei­te­re aus der Pres­se­mit­tei­lung““
    Nun bleibt nur zu erhof­fen, dass es kei­ne wei­te­ren Ver­zö­ge­run­gen gibt – denn am 29.Juni fin­det der nächs­te „TRIAT­LON“ in Bokel­oh statt.

    1. Grit Decker sagt

      Für die bereits „in den Start­lö­chern“ Ste­hen­den bleibt zu wün­schen, dass zumin­dest der beim Einen und Ande­ren Ver­är­ge­rung aus­lö­sen­de ver­scho­be­ne Eröff­nungs­ter­min fix ist; „Revol­te“ näm­lich möch­te ver­mut­lich kei­ner der Ver­ant­wort­li­chen.…

  19. Georg Braunroth ,C D U Butteramt,"FördervereinFreibad Bokeloh e,V." sagt

    Hal­lo Grit
    Anbei unse­re Pres­se­mit­tei­lung zum Frei­bad Bokel­oh .
    Falls die AUE­POST Pres­se­mit­tei­lun­gen ver­wen­det ‚könnt Ihr die­se ja mit ein­brin­gen:

    Pres­se­mit­tei­lung 08.04.2019

    För­der­ver­ein begrüßt Instand­set­zung des Bades

    Frei­bad Bokel­oh soll bis Okto­ber öff­nen

    Die erneu­te Ver­zö­ge­rung bei der Sai­son­er­öff­nung ist natür­lich sehr ent­täu­schend. Zum Aus­gleich kann doch in die­sem Jahr die Bade­sai­son bis zum Ende der Herbst­fe­ri­en ver­län­gert wer­den“, sagt Frank Kett­ner-Niko­laus, Vor­sit­zen­der des För­der­ver­eins Frei­bad Bokel­oh e.V., in einer Stel­lung­nah­me zur Nach­richt der Bäder­be­trie­be Wunstorf, dass das Frei­bad Bokel­oh in die­sem Jahr vor­aus­sicht­lich erst am 15. Juni öff­nen soll.
    Er gehe davon aus, dass vie­le Men­schen auch ent­täuscht und erneut ver­är­gert sei­en. Ins­be­son­de­re beim aktu­ell bereits schö­nen Früh­lings­wet­ter wach­se bereits die Vor­freu­de auf die Frei­ba­de­sai­son. Beheiz­te Frei­bä­der an ande­ren Orten öff­ne­ten häu­fig schon Anfang Mai oder bei gutem Wet­ter wie im Vor­jahr bereits Mit­te April. „Da ist unse­re Sai­son sowie­so schon immer kür­zer und jetzt auch noch­mals um einen Monat“, bemerkt Kett­ner-Niko­laus. Es sei jedoch genau rich­tig, dass die Bäder­be­trie­be im Bad not­wen­di­ge Instand­set­zungs­ar­bei­ten vor­neh­men, um das Bad zukunfts­fä­hig zu machen: „Unser Ziel ist der nach­hal­ti­ge Erhalt des Bades über die nächs­ten Jahr­zehn­te hin­aus. Dazu haben die Bäder­be­trie­be mit der Umset­zung des Instand­set­zungs­kon­zepts den rich­ti­gen Weg ein­ge­schla­gen“. Wenn es bei der Kom­ple­xi­tät der Auf­ga­ben zu kurz­fris­ti­gen Ver­zö­ge­run­gen kom­me, müs­se man das lei­der akzep­tie­ren, aber letzt­lich gehe es um die lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve. Zum Aus­gleich für die ver­spä­te­te Eröff­nung sol­le die dies­jäh­ri­ge Bade­sai­son bis zum Ende der Herbst­fe­ri­en ver­län­gert wer­den.

  20. Grit Decker sagt

    Hal­lo # Georg,
    ich erlau­be mir anzu­zwei­feln, dass Ihre Mit­tei­lung die ob der wei­te­ren Ver­zö­ge­rung in der Eröff­nung der Bade­sai­son erbos­ten Gemü­ter besänf­ti­gen wird.
    Auch wenn ich selbst das Bad nicht nut­zen kann (Han­di­caps), so habe ich den­noch Ver­ständ­nis für den nicht ganz zu Unrecht ent­stan­de­nen „Volks­zorn“.

  21. Mari sagt

    Nur gemein­sam sind wir stark. Dar­um den För­der­ver­ein Frei­bad Bokel­oh e. V. bei­tre­ten.

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