Brandstiftung in Liethe?

Groß­ein­satz wegen Stroh­bal­len­feu­er

Die ver­gan­ge­ne Nacht wur­de zu einem Groß­ein­satz für alle Wunstor­fer Feu­er­weh­ren: Etwa 170 Stroh­bal­len gin­gen in Lie­the in Flam­men auf, das Feu­er droh­te den Wald zu errei­chen. Die Lösch­ar­bei­ten zogen sich bis zum nächs­ten Mor­gen.

Feu­er­wehr beim Ablö­schen bren­nen­der Stroh­bal­len | Foto: Feu­er­wehr Wunstorf

Lie­the (red). Um 0.45 Uhr ging der Alarm ein. Kurz dar­auf eil­ten die Feu­er­weh­ren Blu­men­au und Luthe zur „Lie­t­her Schweiz“: eine Anhäu­fung von Stroh­bal­len brann­te dort in vol­ler Aus­deh­nung, und das Feu­er droh­te auf den angren­zen­den Wald über­zu­grei­fen. Wei­te­re Feu­er­weh­ren wur­den hin­zu­ge­ru­fen. Ein Ret­tungs­wa­gen stand zur Sicher­heit der Feu­er­wehr­kräf­te in Bereit­schaft.

Bren­nen­de Stroh­bal­len in der Nacht | Foto: Feu­er­wehr Wunstorf

Die Feu­er­weh­ren instal­lier­ten eine Rie­gel­stel­lung und ver­hin­der­ten auf die­se Wei­se erfolg­reich eine wei­te­re Aus­brei­tung. Dazu waren enor­me Was­ser­men­gen nötig, bis zu 3000 Liter Was­ser in der Minu­te wur­den ver­braucht. Nach der ober­fläch­li­chen Ablö­schung wur­de das Stroh mit Hil­fe ört­li­cher Land­wir­te aus­ein­an­der­ge­zo­gen, denn Stroh brennt auch in tie­fe­ren Lagen wei­ter, was die Lösch­ar­bei­ten auf­wen­dig macht.

Die Stroh­bal­len wur­den aus­ein­an­der­ge­zo­gen, die Glut­nes­ter ein­zeln abge­löscht | Foto: Feu­er­wehr Wunstorf

Alle Weh­ren rücken aus

Am frü­hen Mor­gen, gegen 5 Uhr, wur­den dann erneut wei­te­re Feu­er­weh­ren aus Wunstorf alar­miert, um die ers­ten Kräf­te abzu­lö­sen. Zu die­sem Zeit­punkt waren dann alle Wunstor­fer Orts­feu­er­weh­ren im Ein­satz. Bis das Feu­er unter Kon­trol­le gebracht war, hat­ten ins­ge­samt 175 Feu­er­wehr­frau­en und -män­ner mehr als 2000 Meter Schlauch­lei­tun­gen ver­legt und Glut­nes­ter gelöscht. Der Ein­satz ende­te erst kurz vor 13 Uhr am Nach­mit­tag.

Ver­letzt wur­de nie­mand, die Kri­mi­nal­po­li­zei nahm Ermitt­lun­gen zur Brand­ur­sa­che auf.

Etwa 170 Stroh­bal­len waren in Flam­men auf­ge­gan­gen | Foto: Feu­er­wehr Wunstorf
Alle Wunstor­fer Orts­feu­er­weh­ren waren im Ein­satz | Foto: Feu­er­wehr Wunstorf

Update: Die Beam­ten des Fach­kom­mis­sa­ri­ats für Brand­er­mitt­lun­gen gehen nach ihren heu­ti­gen Unter­su­chun­gen von einer vor­sätz­li­chen Ver­ur­sa­chung aus und haben ein Ver­fah­ren wegen Brand­stif­tung ein­ge­lei­tet. Der ent­stan­de­ne Sach­scha­den auf 6.000 Euro geschätzt. Die Poli­zei bit­tet Zeu­gen, die hier­zu Hin­wei­se geben kön­nen, sich mit dem Kri­mi­nal­dau­er­dienst Han­no­ver unter Tele­fon (0511) 109‑5555 in Ver­bin­dung zu set­zen.

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