Wunstorf (as). In der Stadt werden Stolpersteine verlegt: Einstimmig hat der Rat der Stadt am Mittwochabend einer Initiative der Fraktion der Grünen zugestimmt. Der Tagesordnungspunkt war einer der wenigen der kurzen Sitzung, bei dem es Wortmeldungen gab. Zunächst sollen bis zu zehn Gedenktafeln dort im Pflaster verlegt werden, wo einst Menschen gewohnt haben, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Birgit Mares nannte die Metalltafeln „eine Zierde für Wunstorf“ und bedankte sich dafür, dass dem Antrag der Grünen vom April 2022 nun „Genüge getan“ werde. Sie bat darum, die Aktion mit Spenden zu unterstützen. Das sei von etlichen Unterstützern schon zugesagt worden. Fast alle betroffenen Hauseigentümer seien angesprochen worden und mit der Verlegung von Stolpersteinen einverstanden. Mares dankte dem Arbeitskreis Erinnerungskultur und seinem Vorsitzenden Andreas Varnholt für ihren Einsatz.
Die Verlegung an sich und die damit verbundene inhaltliche Arbeit ist für Klaus Maurer der wesentliche Aspekt: „Ich begrüße das sehr!“ Der FDP-Ratsherr sagte, für ihn sei es nicht so wichtig, unbedingt darauf zu achten, dass die Steine geputzt seien.
Für die AfD widersprach Detlev Ulrich Aders der Münchener Jüdin Gabriella Meros, die die Ratsfraktionen in einem langen Schreiben aufgefordert hatte, „innezuhalten“. Diese sieht in Stolpersteinen das falsche Mittel, der Opfer zu gedenken. Das sehe seine Fraktion nicht so, betonte Aders. Die AfD unterstütze die Vorlage der Stadtverwaltung und die Verlegung der Steine.
Sur la plaque du souvenir : „Trente cinq citoyens juifs de Wunstorf ont été victimes de la terreur nazie.“
Il est juste de mettre des Stolpersteine dans la ville.