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Fraktionsklausurtagung der Grünen

28.06.2022 • Redaktion • Aufrufe: 619

Die Wunstorfer Grünen haben sich zur Fraktionsklausur getroffen und hatten Steyerbergs ehemaligen Bürgermeister zum Thema kommunaler Klimaschutz zu Gast. Viele Neumitglieder nahmen erstmals an dieser Runde teil.

28.06.2022
Redaktion
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Fraktionsklausur der Grünen | Foto: privat

Wunstorf (red). Am 11. Juni traf sich die Fraktion der Wunstorfer Grünen zur Klausurtagung im Hotel cantera by Wiegand. Als besonderer Gast war Heinz-Jürgen Weber, Bürgermeister a. D. der Gemeinde Steyerberg, eingeladen. Die Gemeinde Steyerberg im Landkreis Nienburg gilt als Vorzeige-Kommune in Sachen regenerative Energien und Klimaschutz. Ob Fernwärme, Windräder durch Bürgergesellschaften oder als kommunales Eigentum, vorbildliche Digitalisierung der Verwaltung und generationengerechtes Wohnen. Weber schaffte in seiner Amtszeit wichtige Grundsatzentscheidungen zu Themen, die aus grüner Sicht in Wunstorf nicht konsequent genug angegangen werden.

Langfristig denken

„Die Frage darf nicht nur sein, was es jetzt kostet – die wichtigere Frage ist, was es später kostet, es jetzt nicht getan zu haben“, so Heinz-Jürgen Weber und traf damit auch aus Sicht der Grünenfraktion den Punkt. Selbst CDU-Mitglied, machte Weber deutlich: Klimaschutz darf kein Nischenthema sein, sondern spielt in allen politischen Themen, ob Verkehr, Bau, Bildung oder Soziales, eine übergeordnete Rolle. „Wir werden Steyerberg bald besuchen, um zu sehen, wie wir auch Wunstorf zu einem Vorbild machen können. Da haben wir noch ein dickes Brett zu bohren“, bedankte sich Anne Dalig bei dem Gast.

Als weitere wichtige Themen standen neue Anträge und insbesondere der städtische Haushalt auf der Tagesordnung. Gemeinsam wurde besprochen, was aus Sicht der Grünen optimiert und wo das Geld am besten eingesetzt werden kann. Im Umwelt- und Baubereich geht es um so wenig neue Versiegelungen wie möglich, nur so viel wie nötig – Nachverdichtung und insbesondere bessere Umweltstandards stehen dabei auf unserer Agenda. Den Antrag zum Ausschluss fossiler Energieträger in künftigen Baugebieten hatten SPD und CDU im letzten Ausschuss abgelehnt, obwohl dies von der Bundesregierung nicht nur unterstützt wird, sondern als eine Pflichtaufgabe per Gesetz verankert wurde.

Grüne Prioritäten

Nicht nur Umweltthemen, auch Standorte für neue Feuerwehrhäuser und der Ausbau der Grundschulen zu Ganztagsschulen stehen bei den grünen Prioritäten weit oben, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen ab 2026 anzustreben. Ebenfalls wurde die von der Verwaltung vorgeschlagene Prioritätenliste der künftigen Bauvorhaben ausführlich diskutiert, um eine fundierte Planbarkeit für die Verwaltung zu haben.

Auch für Nebengespräche beim Kaffee oder Mittagessen gab es Platz. Knapp die Hälfte der Fraktions- und Vorstandsmitglieder waren neu dabei, weswegen der Austausch auch über vermeintlich kleine Themen wichtig ist, um die politische Arbeit weiter voranzutreiben. Neben den für alle Bürgerinnen und Bürger geöffneten Arbeitskreis, wird eine weitere Klausurtagung ausschließlich zum Haushalt stattfinden.

Ein Tag mit vielen Diskussionen und guter Stimmung fand dann gegen 17.30 Uhr sein Ende, auch hierbei war die politische Aktivität noch nicht beendet: Auf dem Heimweg wurden noch ein paar Kilometer für das Stadtradeln gesammelt.

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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Es gibt im Moment wichtigere Themen! Rettet Deutschland vorm Untergang bevor es zu spät ist

  • Lydia Bertani sagt:

    Was wird als nächstes verboten? Spargel & Luftholen ist ja schon fast durch….

  • Lydia Bertani sagt:

    ..und was mir noch so durch den Kopf geht…..wie riechen die eigentlich, nachdem ihr Oberindianer (hoffentlich ist das jetzt nicht rassistisch) ihnen das Duschen untersagt? Unterlaufen die heimlich eigene Dogmen? Gelten diese, so wie immer, nur für „die Anderen“?
    Rätsel über Rätsel…..

    ..und dann trinken die auch noch Orangensaft! Schock, schwere Not!
    https://utopia.de/ratgeber/orangensaft-ausbeutung-umweltschaeden-brasilien/

  • Basti g. sagt:

    Trinken o-saft und tragen Kleidung mit polyester ! Hochglanzpapier liegt auch aufm Tisch? Grüne werdet wach und achtet auf eure Umwelt

    • Lydia Bertani sagt:

      Genau!
      Jutekleidung und Nahrung nur aus Eigenerzeugung (sie selbst!) und Erdloch; alle darüber sollte diesen Dogmatikern untersagt sein!

      • Basti g. sagt:

        Genau handys mit Lithium akkus wo für einen Akku tausende Liter Wasser verseucht werden ! Grüne ihr seid zum auslachen

  • Lydia Bertani sagt:

    …und wenn ich dann noch die ganze Elektronik dort liegen sehe…alles aus Ausbeutung und Kinderarbeit…..man könnte sich fragen, ob diese Fraktion hinsichtlich ihrer eigenen Ansprüche vollständig merkbefreit ist…..aber sicherlich sehe ich das ganz falsch.

  • Birgit sagt:

    Apropos Steyerberg – wird da nicht noch immer munter gefrackt? So ganz ÖKO-Grün ist das wohl nicht, oder spricht Herr Bürgermeister a. D. nicht davon? Und was ist – bitteschön – eine vorbildliche Digitalisierung der Verwaltung(man kriegt doch jetzt schon keinen an das Telefon, hört immer die gleiche Bandansage: „Aufgrund des hohen Aufkommens …“.

    Dass es nach erfolgreicher Digitalisierung besser ist, sei zu bezweifeln.

    Klimaschutz keine Nische … . Traurig, manche werden erst wach, wenn es zu spät ist. Spätestens nach der nächsten Naturkatastrophe … !

    Aber es wird ja geredet darüber, zumindest und „Ebenfalls wurde die von der Verwaltung vorgeschlagene Prioritätenliste der künftigen Bauvorhaben ausführlich diskutiert, um eine fundierte Planbarkeit für die Verwaltung zu haben.“ Die Prioritätenliste der zukünftigen Bauvorhaben umfasst doch bitte auch der Bau von Sozialwohnungen – nur um zu diskutieren? Wie lange noch, wenn überhaupt? Passt nicht so ins Bild der Häuslebesitzer mit Garten und noch viel Grund drumherum.

    Geforderte und gesetzlich festgelegte Ganztagsschulenbetreuung erweckt irgendwie ein merkwürdig Ungutgefühl. Man mag hier keine romantische Vergangenheitsmalerei den Andersdenkenden andichten, aber wurden eigentlich jemals die Kinder gefragt, ob sie den ganzen Tag in einer Penne hocken wollen? Zum Verständnis: Habe schon an einer Ganztagsschule während des Studiums gearbeitet und habe die Befindlichkeiten der Kids da mitgekriegt, wenn nach dem Mittagessen die AGs dran waren und dann immer noch kein Schluss. Aber etwas war positiv: Die Schule war um 16.00 Uhr beendet. Keiner musste bis zum Abend ausharren.

    Aber, nun ja, kenne die Argumentation: Heute geht es nicht mehr anders, Papa und Mama müssen den gesteigerten Bedürfnissen oder den gestiegenen Preisen oder was auch immer Rechnung tragen und Arbeiten, oder generell, so ist es. Man ist modern. Man hat es zu akzeptieren. Mittagstisch gemeinsam ist out, hoch lebe die beiderseitige (wechselseitige) Emanzipation, pardon, bin halt altmodisch und vergangenheitsverliebt. Und weiß, was auf diesen Kommentar kommt … !

    Und dann noch das generationsgerechte Wohnen. Pardon, hoffe, dass damit nicht das Leben von vier Familien-Generationen im riesig großen schönen Bauernhaus gemeint ist, wo sich Jeder um Jeden bekümmert und keiner von Außen Hilfe braucht. Wunderbar. Aber es wäre zu wünschen, wenn es hier mal um ein gererationsgerechtes Wohnen von Menschen geht, die nicht einen Familienverband als Hofstaat um sich herum stets präsent haben. Sondern Freunde und Weggefährten um sich haben dürfen, wenn die Familie weit weg ist und das Alleinsein eben sehr traurig macht.

  • Birgit sagt:

    Pardon, aber bitte keine große Kritik: Bin Studentin gewesen mit zwei Kindern, davon eines im zarten Alter mitgenommen an die Uni, ohne Ehemann. Aber mit liebem Vater, der gerne auf die Beiden aufpasste.

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