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Eigentumswohnungen füllen die „ewige Wiese“

08.12.2020 • Daniel Schneider • Aufrufe: 310

Heute war Spatenstich für das neue König-Ludwig-Quartier in Wunstorf …

08.12.2020
Daniel Schneider
Aufrufe: 310

Eine über Jahrzehnte brachliegende Wiese inmitten der Stadt wird bebaut: In der Südstadt entstehen 128 neue 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen als Mehrfamilienhäuser.

Spatenstich König-Ludwig-Quartier

Thorsten Meier (HELMA-Vertriebsdirektor), Rolf-Axel Eberhardt, Thomas Silbermann und Sven Peters (Depenbrock-Geschäftsführer) beim symbolischen Spatenstich | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Die Quartiere schießen derzeit nur so aus dem Boden in Wunstorf: Der Bauverein hat für sein neuestes Aushängeschild in der Nordstadt diesen Namen gewählt, und auch in der Südstadt entsteht nun ein neues Quartier: Die HELMA Wohnungsbau GmbH errichtet zwischen Plantagenweg und König-Ludwig-Straße ein neues Wohnensemble.

Die Fläche wirkte jahrzehntelang wie ausgespart im Stadtplan: Die komplexe Eigentümerstruktur hatte bislang verhindert, dass hier gebaut werden konnte – die Erben wollten den einstigen Acker nicht verkaufen. So blieb das Gelände über die Jahre eine riesige große Wiese, auch zur Freude der Hundebesitzer der Umgebung. Die Anwohner, vor allem die unmittelbaren, verlieren nun den freien Blick und dürften weniger begeistert sein – an das Areal grenzen auch Reihen- und Einfamilienhäuser.

Viel Platz zur Entwicklung

Die künftigen Käufer bekommen dafür eine attraktive Lage inmitten der Kernstadt mit kurzen Wegen zur Innenstadt und vor allem zum Bahnhof. Bürgermeister Eberhardt gab sich froh, dass die Baulücke geschlossen wird: „Geschosswohnungsbau ist das, was hier noch fehlt“, sagte Eberhardt. Zunächst werden 57 Wohnungen entstehen. Das 20.000 Quadratmeter große Gelände biete die Möglichkeit zu einem besonderen verdichteten Bauen, da man mit viel größeren Abständen arbeiten könne, sagte Vertriebsdirektor Thorsten Meier. Außergewöhnlich sei auch, dass wirklich jede Wohneinheit entweder eine Terrasse oder einen Balkon bekäme, zudem werde barrierefrei gebaut.

Im Dezember haben die Bauarbeiten begonnen, die von der Firma Depenbrock ausgeführt werden. Nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts wird es letztendlich 128 Eigentumswohnungen im Quartier geben, von 2-Zimmer- bis 4-Zimmer-Wohnungen. Die Kaufpreise liegen zwischen 176.200 und 470.000 Euro. 18 Reservierungen gebe es bereits, so Meier. Die Wohnungen spielen auch als Wertanlage eine Rolle, doch über 90 Prozent der Käufer würden die von HELMA errichteten Immobilien in der Regel selbst nutzen, verriet Marketingleiter Thorsten Harms. Ortsbürgermeister Thomas Silbermann wünschte den Akteuren gutes Gelingen und unfallfreies Arbeiten.

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Kommentare


  • Grit D. sagt:

    Vor meinem Umzug habe ich in direkter Nähe zur „Kackwiese“ gewohnt.
    Und selbstverständlich habe ich mitbekommen, dass sich da was Großes tut.

    Wenn ich aber lesen muss, dass es wieder einmal Eigentumswohnungen sind, die dort neu entstehen, kriege ich „nen Hals“!

    Wir wissen doch alle, was das bedeutet:
    Insofern der Eingenrümer oder die Eigentümerin nicht selbst die Eigentumswohnung beziehen wird, , wird die für einen horrenden Preis vermietet, den sich die Menschen mit geringeren Budget definitiv nicht leisten können- und das dürfte das Gros sein.

    Wie war das noch gleich mit der Schaffung preisgünstigen Wohnraums?
    SO wird da nichts draus werden.

    Entschuldigung:
    Ich krieg‘ gerade mächigen Ko**-reiz!!!

    • Miles sagt:

      Wer soll denn 470000 stemmen, ein Wunstorfer Bauverein? Hier wird halt privater Wohnraum geschaffen, der über Angebot und Nachfrage floriert. Preisgünstiger oder sozialer Wohnraum wird von anderen Trägern erstellt, sie sich hier aber in Wunstorf mit der Altlast und den Baracken sich die Rosette vergolden lassen.

      • Basti g. sagt:

        Wer heute mit Lebensqualität wohnen möchte zieht aufs Land und zieht nicht in diese schließfachwohnungen

        • Grit D. sagt:

          @ Basti G.

          Im Grunde genommen haben Sie nicht Unrecht.

          ABER:
          Wer wie ich ohne eigenes KFZ ist und somit zwingend auf den ÖPNV angewiesen, der ist- salopp doch trefflichst ausgedrückt- „verraten und verkauft“.

          Und da muss nicht unbedingt in den Osten der Republik geschaut werden: ist in den westlichen Landesteilen steht es nicht um Klassen besser.
          Da können beispielsweise die Rehburger und Winzlaer Bürger*innen ein trauriges Lied anstimmen.

          Solange die Dörfer keine ausreichend gute Infrastruktur bekommen, was längst überfällig ist, hat sich das mit dem Auf-dem-Lande leben (können), für sehr viele von Vornherein erledigt.

  • Anonym sagt:

    In Wunstorf läuft wohnungspolitisch etwas komplett schief:
    -> Im bisher letzten Bauabschnitt Wunstorf-Süd werden nur 30 Grundstücke angeboten, bei einer Nachfrage von 300 Interessenten. Und niemand bemüht sich ernsthaft, weiteres Grundstücks-Angebot zu schaffen (wo eine Nachfrage ja vorhanden ist). Und dann bekommt ein Wunstorfer Bauträger vier Reihenhaus-Grundstücke, wo er baut und vermietet, anstatt Reihenhäuser für junge Familien zu bauen.
    -> Die Folge von viel zu wenig Grundstücken für Einfamilienhäuser ist, dass die Preise für Bestandsimmobilien ,,durch die Decke schießen“. (Unrenovierte) Siedlungshäuser kosten dann 350.000 bis 370.000 Euro anstatt 190.000 bis 220.000 Euro. Schön für Verkäufer, sehr, sehr schlecht für Käufer.
    -> Hellma im König-Ludwig-Quartier baut teuer. Ja, richtig, bei bis zu 470.000€ läuft es bei Vermietung auf bis zu 11,00€ pro Quadratmeter Kaltmiete hinaus. Die Eigentümer-Familie wollte seinerzeit nur an einen Käufer verkaufen, deswegen kam die Hellma Aktiengesellschaft zum Zug. Was hätte die Stadt tun können? Die Auflagen für einen einzigen Investor soweit verschärfen, dass nur (mehrere) alternative, preisgünstige Bau-Investoren zum Zuge kommen.
    -> Das ganze ließe sich beliebig fortsetzen. Als Folge weisen Neustadt, Seelze und sicher auch andere umliegende Gemeinden vermehrt Bauland aus, und (junge) Wunstorfer bzw. an Wunstorf Interessierte zieht es nach Seelze und nach Neustadt.

  • M.D. sagt:

    Seit die Kackwiese bebaut wird verlagert sich die ganze Sache in den kleinen Verbindungsweg zwischen Plantagenweg und Am Zementwerk.Dort sind recht große Haufen zu bestaunen.Gibt es nicht eine Verordnung die Hundebesitzer in die Pflicht nimmt die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner wegzuräumen ?

    • Grit D. sagt:

      Im (überschaubaren!) Rahmen habe ich durchaus ein gewisses Verständnis für die der Kackwiese beraubten Menschen, die nun ein- Wortspiel- beschi*** Problem haben und nicht wirklich wissen, wo sich ihre Fellnasen deren Bedürfnisse- nicht ausschließlich eine menschliche Sache- entledigen können.

      Befreit selbstverständlich nicht davon, die Hinterlassenschaften „fachgerecht“ zu beseitigen.

      Inwieweit da die juristischen Regelungen sind, ist mir nicht geläufig.
      Es geht aber auch- ganz oldschool- um Anstand und Respekt anderen gegenüber.
      Allein das ist Grund genug, die Haufen nicht „in der Pampa “ liegen zu lassen.

      Jeder, der das sehr zweifelhafte Vergnügen mit einer „tierischen Tretmiene“ hatte, wird meine Meinung verstehen können.

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