Redaktion

Auepost-Aprilscherz 2021 – das Making-of

Blick hinter die Redaktionskulissen: Warum Steinhude nun leider doch keinen Leuchtturm bekommt …

Leuchtturm im Schlepp
Das Fahrgastschiff „Steinhude“ schleppt den Leuchtturm zur Promenade | Bild: Daniel Schneider

Kann man in der Corona-Pandemie Aprilscherze bringen? Vor der Frage standen wir schon im letzten Jahr, und sind zu dem Schluss gekommen: Natürlich, gerade jetzt muss man auch einmal etwas zum Schmunzeln haben. Das Problem in diesen Tagen ist eher, dass man wirklich nicht mehr weiß, was noch Realität und was schon Scherz ist. Maskenpflicht im Treppenhaus? Mit dem Auto erst nach Wunstorf und dann mit dem Fahrrad weiter nach Steinhude? Mancher dachte – oder wollte es gerne glauben – dass es sich dabei bereits um unseren traditionellen Aprilscherz handelte. Ein Leuchtturm für Steinhude wirkte da doch zunächst auch gar nicht so absurd, in Zeiten, wo man ständig mit Neuem konfrontiert ist … hätte man sich vor einem Jahr vorstellen können, dass es einmal Ausgangssperren in Deutschland geben könnte?

Dezente Hinweise

Dabei haben wir schon im Bild mächtig aufgetischt: Einen Turm, der für die Nordseestürme des vorletzten Jahrhunderts gebaut wurde, auf massiven Stelzen ins flache und gezeitenlose Steinhuder Meer setzen für einen Touristenblickfang? Und auch im Text wurde dann schnell klar, dass es sich hier nur um Fake-News handeln konnte: Die Freiwillige Feuerwehr Steinhude ist eine kompetente Truppe, supernett und würde im Notfall sicherlich auch mit Kuchen aushelfen – aber sicher nicht anstelle einer Personenrettung. Und sind im Nebel orientierungslose Tretbootfahrer tatsächlich ein Sicherheitsrisiko für die Promenade? Wohl nicht, die meisten haben es schnell durchschaut, dass wir ihnen hier einen Bären aufbinden wollten.

Die Story weitergesponnen

Obwohl wir zu epischen Aprilscherzen neigen, die jede erdenkliche Absurdität zum Thema abzudecken versuchen, sind wir auch jedes Mal wieder aufs Neue erstaunt, wie viel euch, unseren Lesern dazu außerdem noch in den Kommentaren einfällt. Das macht den Aprilscherz erst richtig genial: Bewerbungen für eine Stelle als Leuchtturmwärterin – eine Abzweigung von Nordstream 2 nach Steinhude, um das Leuchtfeuer mit Gas zu versorgen, eine Verwendung als zusätzliches Funkfeuer für den Fliegerhorst, weil dort bald ebenfalls Wasser zur Verfüllung von Sigmundshall eingeflogen wird oder die Vermutung eines getarnten Bohrturms, um das Meer aus Naturschutzgründen trockenzupumpen – und natürlich fehlte noch ein Gutachten, um die Auswirkungen des möglichen Schattenwurfs auf die Fische zu untersuchen. Ihr seid großartig!

Bei dem abgebildeten und ins Steinhuder Meer montierten Leuchtturm handelt es sich, wie viele ebenfalls richtig erkannt haben, um den Leuchtturm Obereversand, der an der niedersächsischen Nordseeküste des Ortes Dorum (Gemeinde Wurster Nordseeküste) im Landkreis Cuxhaven steht. Dort wird er auch weiterhin stehen – eine „Versetzung“ nach Steinhude ist – zumindest nach aktuellem Stand – nicht geplant.

Volksbank Nienburg

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