
Wunstorf/Hannover (red). Die Hochwasserlage ist am 30. Dezember weiterhin stabil, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Deiche an der Westaue in der Kernstadt bleiben wie bereits gemeldet bis ins neue Jahr gesperrt, mindestens bis zum 2. Januar. Der Wasserstand fiel zunächst rapide, stieg jedoch in den vergangenen 24 Stunden wieder leicht an.
Unverändert ist die Lage an der Leine, der Pegelstand bleibt etwa gleich. Gegen Neujahr könnte jedoch eine weitere Verschärfung drohen. Die Deichexperten des Technischen Hilfswerks kontrollieren weiterhin die Situation am Klärwerk, das mit einem Sandsack-Deich gesichert wurde. Rund um die Uhr ist eine Wache der Stadt vor Ort und beobachtet mögliche Veränderungen.


Die Regionsverwaltung meldet ebenfalls eine unveränderte Wasserstandslage. Die Pegel stünden weiterhin auf hohem Niveau, teilweise sänken sie leicht. Die weitere Entwicklung der Lage hinge von den Niederschlägen der kommenden Tagen ab, weswegen weiterhin Vorsicht geboten sei.
Die Einwohner werden gebeten, gesperrte Bereiche – insbesondere Deiche – nicht zu betreten. Die Strömung ist weiterhin stark, und die Deiche drohten zu brechen infolge der Wasserbelastung. Ebenso geht der Appell an alle Feiernde, beim Zünden von Feuerwerk an Silvester vorsichtig zu sein. Die Rettungskräfte seien derzeit bereits besonders stark belastet und sollten nicht weiter strapaziert werden: „Seien Sie vorsichtig, schützen Sie sich selbst und damit auch unsere Einsatzkräfte.“

Regionspräsident Steffen Krach (SPD) appelliert: „Dort, wo Feuerwehren aufgrund des Hochwassers im Einsatz sind, sollte ganz auf das Böllern verzichtet werden.“ Gleiches wünscht sich auch die Wunstorfer Verwaltung, es wäre „sicherlich zurzeit das schönste Geschenk an die unermüdlichen Helferinnen und Helfer“. Ein Verbot für Feuerwerkabbrennen und Böllern wurde in Wunstorf jedoch nicht erlassen.
Für die Appelle dürfte es jedoch bereits zu spät sein – seit Beginn des Feuerwerkverkaufs am Donnerstag wurden die Verkaufsflächen in den Wunstorfer Geschäften regelrecht abgegrast. Vor allem Böller waren bereits zu Freitag mancherorts bereits ausverkauft.
Letztlich muss jeder für sich entscheiden, ob das Neue Jahr mit Böllern u.ä. begrüßt werden möchte.
Gerade nach den langen Jahren der Pandemie kann ich verstehen, dass ein gewisser Nachholbedarf bestehen könnte.
Noch mehr Verständnis aber habe ich gerade in der aktuellen Situation für die Einsatzkräfte, die sich wünschen, nicht zusätzlich belastet zu werden.
Es ist bekannte Tatsache, dass sich alljährlich schwere bis schwerste Unfälle mit Böllern ereignen, die die Rettungsdienste fordern.
Doch wie gesagt siehe oben.
Zum Artikel von Herrn Jens Käschel:
Mit dem „gesunden Menschenverstand“ ist das natürlich so eine Sache zumal, wenn er sich langsam durch zunehmenden Alkoholeinfluß vernebelt.
Nach vierzigjähriger chirurgischer Tätigkeit auch an vielen Silvestertagen in vierundzwanzig Stunden Dauerdiensten sieht die Realität leider anders aus.: oft pöbelnde, sich einnässende und sich erbrechende Menschen denen man zumindest in solchen Zeiten Verstand absprechen muss.
Aber die Böllertüte liegt noch auf der Trage…
Leider verbietet es sich zahlreiches Fotomaterial hier zu präsentieren.
Wie gesagt bin ich der Ansicht, dass jeder für sich entscheiden sollte, ob das Neue Jahr mit Böllern begrüßt wird und gleichzeitig betont, dass ich mehr Verständnis für die extrem geforderten Einsatzkräfte aufbringe als für diejenigen, die das Neue Jahr mit Böllern begrüßen wollen> siehe den Kommentar von Dr. Lichtblau.
Als ich gestern Nacht jedoch von meinem Wohnzimmefenster aus sehen musste, dass vom Westaue-Damm aus Raketen, Böller und Co. gezündet wurden, verging mir wirklich alles!
Soviel zum vom Verstand gesteuerten Handeln…
Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit auch zu Tränen gerührt ist, Ihre maßlose Vernunft bewundert und Sie zu den üblichen Ehrenplaketten und Verdienstkreuzen vorschlagen wird.
ich muss mir jetzt erst mal ein Taschentuch holen.
Wir lieben Sie alle! Bleiben Sie so, wie Sie sind!
@Steffen
Auch wenn es offensichtlich ist, dass Sie ein Problem haben, so entzieht sich das komplett meines Interesses. So wollen Sie sich doch bitte an dafür Zuständige wenden. Danke.
Ein sehr dummedr Kommentar-
Wie wahr.
Frau Decker muss alles kommentieren.
„Dumme Kommentare“ werden auch in der #Auepost üggigsr eingestellt wie Sie ja wohl mit am besten wissen- oder?
Der Titel der Auepost „… auf Silvesterböllern in Wunstorf sollte verzichtet werden“ ist komplett falsch und undifferenziert und geradezu verantwortungslos!
Weder Stadt noch Regionspräsident fordern dazu auf, auf Silvesterböllern in Wunstorf zu verzichten! Das ist faktisch komplett falsch und stellt für mich grottenschlechten und verzerrenden „Journalismus“ dar. Es wird von seiten der Stadt und des Regionspräsidenten eben nicht dazu aufgefordert, in ganz Wunstorf auf die Silvester-Tradition zu verzichten!
Stadt und Regionspräsident haben lediglich zu Folgendem aufgefordert bzw. Folgendes zu bedenken gegeben:
1) „Ebenso geht der Appell an alle Feiernde, beim Zünden von Feuerwerk an Silvester vorsichtig zu sein.“
2) „Seien Sie vorsichtig, schützen Sie sich selbst und damit auch unsere Einsatzkräfte.“
3) Regionspräsident Steffen Krach (SPD) appelliert: „Dort, wo Feuerwehren aufgrund des Hochwassers im Einsatz sind, sollte ganz auf das Böllern verzichtet werden.“
Alle drei Wünsche / Bitten / Hinweise wird jeder normale Mensch mit gesundem Menschenverstand beherzigen. In eigenem Interesse und im Interesse der Gemeinschaft.
Es wird also mitnichten verlangt oder darum gebeten, auf die Silvester-Tradition in ganz Wunstorf zu verzichten. Aber genau das bringt der Aufmacher des Artikels zum Ausdruck und provoziert damit ein „nun erst recht“, was vollkommen unnötig ist.
Das ist Journalismus unter der Gürtellinie, zumal die Stadt und der Regionspräsident trotz der prekären Lage meiner Meinung nach verhältnismäßig und mit Augenmaß agieren.