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Altes Gasthaus Blumenau brennt

11.08.2022 • Redaktion • Aufrufe: 12591

Am Donnerstagabend brannte es im Gasthaus Blumenau. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen in dem leerstehenden ehemaligen Wirtshaus. Der Schaden ist groß, akute Einsturzgefahr besteht jedoch nicht.

11.08.2022
Redaktion
Aufrufe: 12591
Brennendes Gasthaus | Foto: Achim Süß

Blumenau (red). In Blumenau brannte am Donnerstagabend das alte Gasthaus. Der Dachstuhl drohte dabei abzubrennen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Im Einsatz sind neben Wunstorfer Wehren auch Feuerwehrkräfte aus Neustadt.

Rund 15 Feuerwehrfahrzeuge und 60 Feuerwehrleute waren zunächst an der Einsatzstelle, darunter zwei Drehleiterfahrzeuge. Schläuche für die Wasserversorgung wurden zur Aue gelegt. Die Wärmebelastung für die Feuerwehrkräfte war am Abend bei immer noch rund 30 Grad Außentemperatur hoch, erste Trupps werden bereits früh abgelöst.

Langer Einsatz befürchtet

Gegen 17.30 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden. Zunächst rückten die Ortsfeuerwehren Luthe und Blumenau aus, um der unklaren Rauchentwicklung auf den Grund zu gehen. Doch bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte am Feuerwehrhaus wurde die Alarmstufe erhöht, und weitere Kräfte aus Wunstorf und der Einsatzleitkomponente der Stadtfeuerwehr machten sich auf den Weg. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle sahen sich die Feuerwehrleute einer massiven Rauchentwicklung des Dachgeschosses gegenüber.

Die Feuerwehr führt Löschangriffe von mehreren Seiten durch | Foto: Achim Süß

Das Feuer hatte sich bereits auf den angrenzenden Dachstuhl der Scheune sowie alle Etagen des Gasthauses ausgebreitet. Da ein großer Wasserbedarf erforderlich war, wurde nun auch der Wasserförderzug der Stadtfeuerwehr, bestehend aus den Ortsfeuerwehren Steinhude und Klein Heidorn, nachalarmiert. Die zweite Drehleiter aus Neustadt war angefordert worden, um die großen Dachflächen des alten Gebäudes in Angriff nehmen zu können. Die Polizei sperrte den Bereich weitäumig ab, um den Feuerwehren freie Bahn für die Löscharbeiten zu schaffen.

Zur Brandursache gibt es bis jetzt keine Informationen. Die Feuerwehr rechnete am frühen Abend mit einem noch lange dauernden Einsatz in Blumenau. Auch über sechs Stunden später, gegen Mitternacht, war der Einsatz für die Feuerwehren noch nicht beendet.

Hoher Wasser- und Schaumeinsatz

Zeitweise waren gleichzeitig 4.000 Liter Wasser pro Minute auf das Feuer abgegeben worden. Aufgrund der Größe des Objekts kam auch die Drohne der Stadtfeuerwehr zum Einsatz und erkundete von oben den Dachstuhl und suchte nach Glutnestern. Als das Feuer weitestgehend gelöscht war, wurde das Gebäude durch einen Statiker des Technischen Hilfswerk aus Langenhagen auf eine mögliche Einsturzgefahr untersucht, es konnte jedoch keine aktue Einsturzgefahr festgestellt werden.

Da das Löschen der Glutnester direkt im Inneren des Gebäudes für die Einsatzkräfte zu gefährlich war, wurden die restlichen Glutnester durch einen großangelegten Einsatz von Löschschaum abgedeckt und damit die Gefahr des Wiederaufflammens gesenkt.

Aufbau von weiterer Wasserversorgung | Foto: Achim Süß

Im Einsatz waren zuletzt rund 130 Einsatzkräfte mit knapp 25 Fahrzeugen aus 5 Ortsfeuerwehren sowie aus Neustadt, dazu Polizei, THW Langenhagen und Johanniter-Rettungsdienst.

Brandwachen weiter vor Ort

Die Ortsfeuerwehr Blumenau blieb gemeinsam mit der Drehleiter aus Wunstorf die gesamte Nacht zu Freitag über an der Einsatzstelle und stellte die Brandwache. Am Freitagmorgen wurde die Ortsfeuerwehr Luthe alarmiert, um die Blumenauer abzulösen.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung und ruft dazu auf, sich dem Gebäude wegen bestehender Lebensgefahr nicht zu nähern.

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Kommentare


  • Birgit sagt:

    Beim Betrachten der Bilder packt einen das Entsetzen.

    Gerade ein altes Gebäude hat einen besonderen Wert, den Neubauten nicht ersetzen können.
    Man kann nur hoffen, dass der Schaden begrenzt werden kann dank der gro0en Hilfe und dem unermüdlichen Einsatz der Wehren.

    Das in einer ohnehin schon schlimmen Zeit, wo die Natur bitter leidet, Bäche austrocknen und ausgetrocknet sind, Gras braun vertrocknet am Wegesrand steht, der Wald nach Wasser ruft und die Äcker stauben..

    So traurig.

  • SA sagt:

    Ein Schelm, wer böses dabei denkt!
    Gut Wehr an alle Kameraden die unfallfrei wieder zuhause sind.

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