
Wunstorf (red). Dass Kursteilnehmer in der Volkshochschule Luthe gelegentlich eingeschlossen wurden, weil auf noch Anwesende nicht genügend geachtet wurde, ist dokumentiert.
Nun kommt ein weiteres Kapitel versehentlichen Freiheitsentzuges hinzu. „Tatort“: Ein Fitnessstudio in der Industriestraße. Dort standen am Samstagabend zwei Frauen vor verschlossen Türen – aber von innen.
Das Fitnessstudio hatte geschlossen und war verriegelt worden, obwohl die beiden Frauen noch im Gebäude waren. Das hatte offenbar auch damit zu tun, dass die Kundinnen von einer längeren Öffnungszeit ausgegangen waren: Freunde hatten ihnen zuvor berichtet, dass das Studio „lange geöffnet“ sei.
Das war zwar nicht ganz falsch, aber etwas unpräzise: Das betreffende Fitnessstudio hat tatsächlich von morgens bis Mitternacht geöffnet. Aber leider in diesem Fall nicht am Wochenende. Dann ist jeweils um 20 Uhr Feierabend.
So fanden sich die beiden Frauen nun in einem abgeschlossenen Studio wieder. Als sie bemerkten, dass sie gefangen waren, riefen sie schließlich die Polizei um Hilfe.
Diese bemühte sich, einen Verantwortlichen zu erreichen, was jedoch nicht gelang. So musste die Polizei schließlich selbst die Frauen aus dem Gebäude herausholen. Eine gute Stunde nach Studioschluss, gegen 21 Uhr, waren die Kundinnen wieder in Freiheit.
siehe auch: Nach Polizeieinsatz in Wunstorf: Kann man wirklich in einem Fitnessstudio gefangen werden?
Das passiert durch Personaleinsparungen, wenn keiner mehr vor Ort arbeitet. Mittlerweile gibt es mehrere Studios in Wunstorf und Neustadt, in dem kein Personal mehr vor Ort ist. Die Angaben der Öffnungszeiten sind selten am Eingang oder der Homepage angeschlagen.