Wunstorfer Auepost
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Das Auepost-Wahlstudio zur Kommunalwahl Wunstorf 2026

12.09.2026 • Redaktion • 10 Min. • Kommentare: 27

Alle Infos, Entwicklungen, Hintergründe und Ergebnisse zur Bürgermeister- und Kommunalwahl am 13. September 2026 in Wunstorf – hier im Auepost-Wahlstudio.

12.09.2026
Redaktion
10 Min.

Wunstorf (as/ds/nd/dd). Am Wohlsonntag sind wir live im Einsatz: Alle Infos, Entwicklungen und Ergebnisse zur Bürgermeister- und Kommunalwahl am 13. September in Wunstorf gibt es direkt in der Auepost. Wir berichten am Wahltag direkt aus der Stadt, nach Schließung der Wahllokale von den Auszählungen der Stimmen und von allem, was rund um die Wahl geschieht.

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4 Bürgermeister

Die Kommunalwahl 2026 wird eine der spannendsten, die es bisher gegeben hat: Erstmals in der Wunstorfer Kommunalgeschichte treten gleich 4 Bürgermeisterkandidaten gegeneinander an. Zuletzt hatte es 2021 drei Kandidaten gegeben, 2014 nur einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Amtsinhaber Carsten Piellusch (SPD) möchte wiedergewählt werden und damit auch für die nächsten 8 Jahre Wunstorfs Bürgermeister sein. Die neue Zeitspanne hat mit einer Wahlreform zu tun: Bislang wurden Bürgermeister parallel zu den Stadträten für 5 Jahre gewählt. In Zukunft sollen sie wieder 8 Jahre Zeit haben, um sich um ihre Stadt zu kümmern. Pielluschs Herausforderer sind Martin Pavel (CDU), Mona M’Barkiou (Die Linke) und Kerstin Obladen (Freie Wähler). Alle vier trafen sich zuletzt zur Debatte beim Wahlpodium der Stifts-Kirchengemeinde und im Hölty-Gymnasium.

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Wunstorfer Kommunalwahl in Zahlen

54 Wahllokale
über 33.000 Wahlberechtigte
1.776 Erstwähler
in jedem Wahllokal 8 Wahlhelfer
21 Briefwahllokale
insgesamt 800 Wahlhelfer
136 Stadtratskandidaten
189 Ortsratskandidaten

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5 Wahlzettel

Die Wähler sind wieder mit einer Flut von Stimmzetteln konfrontiert. Denn es werden nicht nur ein Bürgermeister gewählt, sondern auch der Stadtrat, die Ortsräte, die Regionsversammlung und auch noch der Regionspräsident. Das bedeutet: 5 verschiedene Stimmzettel bekommt man im Wahllokal ausgehändigt. Der grüne ist für die Bürgermeisterwahl, der gelbe für den Stadtrat, der bläuliche für den Ortsrat, der weiße für die Regionsversammlung und der rosafarbene für die Regionspräsidentenwahl.

5 Stimmzettel wie diese bekommt jeder Wähler zum Ausfüllen | Collage: Auepost

Auf den Zetteln für Ortsrat, Stadtrat und Regionsversammlung hat man jeweils 3 Kreuze, die man völlig frei verteilen kann. Es dürfen dort aber auf keinen Fall mehr als 3 Kreuze gemacht werden, sonst ist die Stimmabgabe ungültig. In der Vergangenheit kam es schon oft vor, dass jemand 3 Kreuze ganz oben im Parteienfeld vergeben hatte – und dann noch einmal drei Kreuze an seinen Lieblingskandidaten weiter unten. Das waren dann 6 Kreuze – und diese Wahlzettel damit ungültig. Auf den beiden Zetteln für Bürgermeister- und Regionspräsidentenwahl ist es etwas übersichtlicher: Dort hat man je nur 1 Kreuz zu vergeben.

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Neue Parteien und Parteilose

Nicht nur bei den Bürgermeisterkandidaten haben die Wunstorfer am Sonntag viel Auswahl: Auch bei der Stadtratswahl gibt es viele Bewerber und auch manche neue Partei auf den Stimmzetteln zu entdecken. Vor 5 Jahren waren es Bewerber von 6 Parteien, die kandidierten. Jetzt, 2026, sind es 9 Parteien, von denen Bewerber kommen. Politiker von SPD, CDU, Grünen, FDP, AfD, Linken, Piratenpartei, Freien Wählern und BSW wollen in den Wunstorfer Stadtrat einziehen. Neu dabei in Wunstorf sind die Freien Wähler und das BSW. Die Linkspartei war früher schon einmal im Wunstorfer Stadtrat vertreten, hatte 2021 aber keine Kandidaten aufgestellt. Mit Olaf Engel trat die Piratenpartei schon mehrmals an, konnte aber nie einen Sitz im Wunstorfer Rat erringen.

Es gibt auch wieder parteilose Kandidaten: Die Einzelbewerber sind Abdülhamit Işik, Ralfina Rasching und Kerstin Schwartz-Kallendorf. Da die Stadtratswahl vor allem eine Personenwahl ist und die Stadt in zwei Wahlbereiche unterteilt ist, können die antretenden Kandidaten nicht überall gewählt werden, sie tauchen nur auf den Stimmzetteln des jeweiligen Wahlbereiches auf. Am Beispiel der Einzelkandidaten: Abdülhamit Işik kann nur in der Kernstadt Wunstorf, Klein Heidorn und Blumenau (Wahlbereich 1) gewählt werden – Ralfina Rasching und Kerstin Schwartz-Kallendorf sind nur in Bokeloh, Großenheidorn, Idensen, Kolenfeld, Luthe, Mesmerode und Steinhude (Wahlbereich 2) wählbar. Genauso ist es mit den Kandidaten, die einer Partei angehören: Sie treten entweder im einen oder anderen Wahlbereich an.

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Kuriositäten

Im Wahlkampf konnten die Wunstorfer nicht nur Wahlstände und Aktionen, sondern gelegentlich auch Ungewöhnliches entdecken.

Die Freien Wähler etwa hatten eine große Wahlplakatwand so weit im Feld platziert am Ortsausgang von Wunstorf Richtung Hagenburg, dass sie von der Landstraße nach Bokeloh aus kaum zu erkennen war – und von der Bundesstraße nebenan auch nicht viel besser.

Suchbild: In der Mitte des Kreises das riesige, aber immer noch zu kleine Wahlplakat | Foto: Deppe/Dombrowski

Die Plakate von Martin Pavel wurden mehrmals Ziel von Schmierereien. Eine davon ließ ihn unfreiwillig zum „Zorro“ der Bürgermeisterkandidaten werden:

Pavel mit Zorro-Bärtchen | Foto: Schneider

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Der Wahltag

Höhere Wahlbeteiligung in Niedersachsen zeichnet sich ab: Nach einer Erhebung der Landeswahlleitung um 10 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei den heutigen Kommunalwahlen in Niedersachsen zu diesem Zeitpunkt bei 7,60 %. Das sind 0,97 Prozentpunkte mehr als bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren. Damals hatte die Wahlbeteiligung zur gleichen Zeit bei 6,63 % gelegen.

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Wahlhelfer im Einsatz

Pünktlich seit 8 Uhr kann in Wunstorf gewählt werden. Die Wahllokale im Stadtgebiet haben geöffnet, und die zahlreichen Wahlhelfer sind im Einsatz. Pro Wahllokal sind es immer 4 Personen, insgesamt aber 8. Denn das Ehrenamt wird in 2 Schichten erfüllt: Zum Nachmittag wird gewechselt, damit niemand eine rund 14 Stunden lange Schicht am Stück absolvieren muss.

Im Blumenauer Wahllokal warten die Wahlhelfer am Morgen auf die ersten Wähler | Foto: Deppe/Dombrowski
Die Wahlhelfer der Frühschicht in Mesmerode | Foto: Deppe/Dombrowski

Erst zu 18 Uhr kommen alle wieder gemeinsam zusammen für die Auszählung im Wahllokal. Viele städtische Mitarbeiter sind darunter, sie übernehmen in der Regel vor allem die Aufgabe des Wahlvorstandes, die verantwortliche Leitung des jeweiligen Wahllokals. Aber auch viele weitere Ehrenamtliche aus Wunstorf sind dabei.

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Wahllokale

Die Wahllokale (offiziell: Wahlraum) können an ganz unterschiedlichen Orten untergebracht sein. In Schulen, in Kitas oder auch Schützenhäusern stehen die Wahlurnen. Vor allem in der Kernstadt gibt es wegen der höheren Einwohnerzahl oft viele Wahlräume nebeneinander in einem Wahllokal.

In Mesmerode hat man den Eingang zum Wahllokal pragmatisch ausgeschildert | Foto: Deppe/Dombrowski
An den Eingängen hängen Muster von den Stimmzetteln, die man im Wahlraum dann ausgehändigt bekommt – hier der Stimmzettel für die Stadtratswahl | Foto: Deppe/Dombrowski

Dort müssen die Wähler dann den richtigen Raum finden, denn nur im korrekten Wahlraum kann gewählt werden. Die Räume sind mit entsprechenden Nummern versehen. Das Gegenstück dazu findet man auf der eigenen gelben Wahlbenachrichtigungskarte. Wer die nicht hat oder nicht mehr findet, kann natürlich trotzdem wählen gehen: Dann reicht auch nur der Ausweis oder Reisepass.

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Die Auszählung

18.20 Uhr. In den Wahlräumen wird nun bereits fleißig sortiert und die Auszählung vorbereitet. Zuerst werden die Stimmen der Regionspräsidentenwahl erfasst. Überall werden die rosafarbenen Zettel zu Haufen geschichtet und ausgezählt.

Stichprobe: 91 Stimmen für Piellusch …
… und 83 für Pavel in einem Wahlraum | Fotos: Schneider

Aber auch die grünen Bürgermeisterwahlzettel werden sortiert. Die Auepost hat in zwei Wahlräumen in der Kernstadt vorbeigeschaut. Hier zeichnete sich bereits ein ungefähres Bild ab: Die Stimmzettel für Carsten Piellusch (SPD) und Martin Pavel (CDU) haben ungefähr dieselbe Höhe. Aber auch Kerstin Obladen (Freie Wähler) und Mona M’Barkiou hatten dort nicht nur einzelne Wählerstimmen bekommen.

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Auch die ersten ungültigen Stimmen wurden bereits entdeckt. Handschriftliche Ergänzungen machten einen Stimmzettel ungültig. Aber auch zu viele Kreuze auf einzelnen Stimmzetteln wurden gefunden. Den bisherigen Rekord brach ein offensichtlicher AfD-Wähler: Er machte statt 3 gleich 12 Kreuze.

Ungültiger Stimmzettel für die Regionsversammlung | Foto: Schneider
Der Wähler hatte gleich 12 Kreuze gemacht | Foto: Schneider
Auch dieser Stimmzettel zählt nicht. In Wunstorf stellte die AfD keinen Bürgermeisterkandidaten | Foto: Schneider

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18.40 Uhr. Drei kleinere Wahlräume in Wunstorf sind bereits ausgezählt und haben eine Schnellmeldung abgegeben an die Wahlleitung. Dabei zeichnet sich eine Führung von Martin Pavel gegenüber Carsten Piellusch bei der Bürgermeisterwahl ab: Knapp 44 zu knapp 40 Prozent. Dies darf aber noch nicht als Hochrechnung verstanden werden, das Verhältnis kann sich schnell wieder ändern, wenn weitere Wahllokale ausgezählt sind.

Auf zusammengeschobenen Tischen in einem Wahlraum in der Otto-Hahn-Schule wird ausgezählt | Foto: Schneider
In größeren Räumen wird auch einfach auf dem Boden vorsortiert | Foto: Schneider

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In den Wahllokalen wird weiterhin ausgezählt. Da 5 verschiedenen Wahlen zu sortieren und auszuzählen sind, wird die Auzählung bis in die Nacht hinein gehen. Vor allem bei den Wahlen zu den Räten und Versammlungen wird die Auszählung aufgrund der Vielzahl an kombinierbaren Möglichkeiten aufwändiger werden.

5 verschiedene Wahlen müssen sortiert, gezählt und ausgewertet werden. Die Vorsortierung durch unterschiedliche Wahlurnen direkt durch die Wählenden erleichtert den Wahlhelfern nun die Arbeit etwas. | Foto: Schneider

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18.50 Uhr: Riesenjubel bei der CDU. „Martin führt“ wird gerufen. Es gibt Grillwust und Fleisch mit Brötchen auf der Wahlparty. Rund 70 Personen sind im CDU-Wahlkampfraum in der Südstraße versammelt. Die Stimmung ist gut.

Die Wahlparty der CDU findet in der Südstraße statt | Foto: Deppe/Dombrowski

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18.55 Uhr: Die Wahlparty der SPD steigt im „Küsters“ in der Hindenburgstraße. Auch hier sind alle gut drauf, die Stimmung gut. Es gibt Freibadpommes und Mantaplatte bei Musik und selbstgebrautem Küsters-Bier. Die Entwicklung der Ergebnisse der Bürgermeisterwahl werden mit Spannung verfolgt.

Auf der großen Monitorwand im Küsters: Erste Ergebnisse der Auszählung für die Wunstorfer Bürgermeisterwahl | Foto: Deppe/Dombrowski
Carsten Piellusch und Thomas Silbermann verfolgen die Entwicklung | Foto: Deppe/Dombrowski

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19.05 Uhr: Gut ein Drittel der Wunstorfer Wahllokale hat die Bürgermeisterwahlergebnisse vorabgemeldet: Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Martin Pavel und Carsten Piellusch ab. Pavel führt derzeit mit einem Vorsprung von knapp 2 Prozentpunkten vor Piellusch – aber beide Kandidaten sind noch weit entfernt von der absoluten Mehrheit, die nötig wäre, um die Wahl direkt im ersten Anlauf zu gewinnen. Sollte sich das aktuelle Ergebnis verstetigen, läuft es auf eine Stichwahl in 2 Wochen hinaus.

Stimmung bei der CDU | Foto: Süß
Und Stimmung bei der SPD | Foto: Deppe/Dombrowski

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19.35 Uhr. In den Wahllokalen wird bei der Auszählung nach einer bestimmten Reihenfolge vorgegangen: Erst kommt die Regionspräsidentenwahl, dann die Bürgermeisterwahl, dann die Regionsversammlung, die Stadtratswahl und zum Schluss die Ortsratswahlen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist man mittendrin bei der Sortierung der Regionsversammlungswahl-Stimmen. Bis erste Ergebnisse zur Wunstorfer Stadtratswahl eintreffen, wird es daher voraussichtlich späterer Abend werden.

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Bürgermeisterwahl

Das vorläufige Ergebnis für die Bürgermeisterwahl steht fest: Martin Pavel (CDU) führt vor Carsten Piellusch (SPD). Es folgen Kerstin Obladen (Freie Wähler) und Mona M’Barkiou (Die Linke). Da keiner der Kandidaten direkt 50 % der Stimmen auf sich vereinen konnte, kommt es nun in zwei Wochen zur Stichwahl zwischen Pavel und Piellusch.

Vorläufiges Endergebnis der Bürgermeisterwahl am 13. September 2026 in Wunstorf | Infografik: Auepost

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22.30 Uhr: Die Stimmzettel zu den Stadtratswahlen sind in den meisten Wahllokalen nun ebenfalls ausgezählt und die Ergebnisse werden an die Wahlleitung übermittelt. Aktuell sind rund die Hälfte der Wahllokalergebnisse bekannt. Demnach bliebe die SPD stärkste Kraft im Wunstorfer Rat, gefolgt von der CDU. Die AfD würde die Grünen als drittstärkste Kraft ablösen. FDP, Freie Wähler und BSW können auf Sitze im Rat hoffen, für die Einzelkandidaten wird es knapp.

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0.45 Uhr: Es ist fast 1 Uhr am frühen Montagmorgen, und noch immer sind nicht alle Wahllokale fertig mit der Auszählung. In einem Wahlraum in Steinhude scheint es noch Probleme bei der Stimmenauszählung zu geben, dieses Wahllokal fehlt in der Endauswertung. Dies kann z. B. passieren, wenn Fehler festgestellt wurden und die Stimmzettel deshalb noch einmal neu ausgezählt werden müssen. Das endgültige Ergebnis für den Stadtrat Wunstorf steht deshalb weiterhin noch nicht fest.

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Das vorläufige Endergebnis der Regionspräsidentenwahl steht nun auch fest, nachdem sich bereits früh ein klarer Vorsprung abgezeichnet hatte: Eva Bender (SPD) und Dr. Oliver Junk erhielten die meisten Stimmen. Die Regionspräsidentschaft der Region Hannover würde in der Hand der SPD bleiben, wenn Bender die kommende Stichwahl gewinnt: Die findet parallel zur Wunstorfer Bürgermeister-Stichwahl in 14 Tagen statt.

Ergbnis der Regionspräsidentenwahl | Infografik: Auepost

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Die Stadtratswahl

1.13 Uhr: Das vorläufige Endergebnis für die Stadtratswahl steht, alle Wahlräume in Wunstorf sind ausgezählt.

Ergebnis der Stadtratswahl Wunstorf | Infografik: Auepost

Die SPD bleibt damit stärkste Kraft im Wunstorfer Stadtrat, dicht gefolgt von der CDU. Die AfD wird drittstärkste Fraktion und verdrängt die Grünen, die bisher auf Platz 3 standen, auf Platz 4. Fünftstärkste Partei im Wunstorfer Rat wird die Linkspartei, gefolgt von FDP, Freien Wählern und BSW. Dem Kandidaten der Piratenpartei gelingt der Einzug in den Stadtrat nicht, auch die parteilosen Einzelkandidaten werden nicht im Stadtrat sitzen.

Gewinne und Verluste bei der Stadtratswahl Wunstorf im Vergleich zur Wahl 2021 | Infografik: Auepost

Klarer Wahlgewinner in Wunstorf in Bezug auf die Zuwächse ist die AfD: Sie erzielt im Vergleich zur Wahl 2021 8,23 Prozentpunkte hinzu. Von den Parteien, die erstmals (oder erstmals wieder) für den Rat antraten, hat die Linkspartei die meisten Stimmen erhalten, gefolgt von Freien Wählern und BSW. Die Piratenpartei hatte es 2021 nicht in den Rat geschafft und hat nun noch weniger Stimmen erhalten als damals. Am stärksten verliert die SPD, sie verliert 8,69 Prozentpunkte und büßt damit deutlich Sitze ein im Rat. Ebenfalls verlieren die Grünen, die CDU und die FDP.

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Was bedeutet das für die Sitzverteilung im künftigen Wunstorfer Stadtrat? Es bedeutet, dass der neue Rat sehr viel farbenfroher wird. Ganze acht Parteien sind im Wunstorfer Rat dann vertreten. Die größten Fraktionen sind die SPD (13 Sitze), die CDU (12 Sitze), die AfD (5 Sitze) und die Grünen (5 Sitze). Die Linke bekommt 2 Sitze, FDP, Freie Wähler und BSW je einen Sitz.

Die im neuen Wunstorfer Stadtrat vertretenen Parteien | Infografik: Auepost

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Regionswahl: Piraten draußen, Tierschutzpartei verdoppelt

Bei der Regionswahl traten deutlich mehr Parteien an als in Wunstorf. Die SPD hat die meisten Stimmen erhalten, gefolgt von CDU, Grünen und AfD. Auffällig im Vergleich zum Wunstorfer Ratsergebnis ist das deutlich stärkere Abschneiden der Grünen und das geringere Ergebnis der Freien Wähler. Die FDP sinkt auf 3,49 Prozent. Von den Kleinparteien verliert „Die Partei“ deutlich, die Piratenpartei bleibt weiter unter 1 Prozent und verliert nun bei nur noch 0,45 % ihren bislang einzigen Sitz in der Regionsversammlung. Einen deutlichen Zuwachs unter den Kleinparteien verzeichnet dagegen die Tierschutzpartei, die inzwischen offiziell „Partei Mensch Klima Tierschutz“ heißt. Im marginalen Bereich bleiben die Parteien Pakt+ (0,01 %), Die Urbane (0,01 %) und DAVA (0,07 %).

Ergebnisse der Regionsversammlungswahl in Prozent | Infografik: Auepost

Die 84 Sitze im Regionsparlament teilen sich damit wie folgt auf:
SPD: 20 Sitze
CDU: 20 Sitze
AfD: 12 Sitze
Grüne: 20 Sitze
Die Linke: 7 Sitze
FDP: 3 Sitze
Tierschutzpartei: 2 Sitze
BSW: 1 Sitz
Die Partei: 1 Sitz
Volt: 1 Sitz
Freie Wähler: 1 Sitz
UWR Hannover: 1 Sitz
Die Hannoveraner: 1 Sitz

Aus Wunstorf sitzen künftig drei Vertreter in der Regionsversammlung: Frauke Meyer (SPD), Rolf-Axel Eberhardt (CDU) und Nicolas Lehrke (AfD).

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siehe auch: Wunstorf hat gewählt: Der neue Stadtrat wird unglaublich farbenfroh
siehe auch: Wunstorfer Koalitionsrechner: Im Stadtrat droht Chaos
siehe auch: So sieht es in den Ortsräten aus
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Kommentare


  • Heinz-Dieter Badke sagt:

    Ein flüssig, m.E. auch verständlich dargereichter Überblick.
    Gleichwohl stellen Wahlen allgemein einen großen öffentlichen Intelligenztest dar.

    • Anonym sagt:

      Das sehe ich ganz genauso, lieber Heinz-Dieter Badke.

      Es beginnt bereits damit, dass es sowohl beim Orts- als auch beim Stadtrat sowohl einen Gesamtlisten-Vorschlag gibt, als auch einzelne Kandidaten angekreuzt werden können.
      Genau, wie es die Auepost erwähnt, könnte man auf den Gedanken kommen, zunächst der favorisierten Partei und danach drei deren Kandidaten ein Kreuz zu geben.
      Damit kann man den Stimmzettel auch direkt wegwerfen, denn damit hat man mehr als drei Kreuze gemacht und dieser wird damit ungültig.

      Diese Kommunalwahl wird damit für den Wähler komplizierter, als die Bundestagswahl, was in keinem Verhältnis steht.

      Weiterhin bin ich mir nicht sicher, ob sich viele Wähler darüber im Klaren sind, dass der Oberbürgermeister für nunmehr 8 statt 5 Jahren gewählt wird. Was dort zur Auswahl steht, gefällt mir alles nicht besonders. Aber wenn ich die Auswahl von zwei Herdplatten habe, von denen die eine warm ist, die andere aber komplett heiß und ich gezwungen bin, dort 8 Jahre lang drauf fassen zu müssen, dann muss ich mir als Wähler überlegen, vielleicht doch eher die warme Platte zu wählen, aufgrund – wortwörtlich – fehlender Alternativen ;)

      Je kleinteiliger es wird, geht man eher auf die einzelnen Kandidaten, je großteiliger es wird, eher auf die Partei.

      • Andreas sagt:

        In dem Fall so wie ihn beschreiben, wäre der Stimmzettel nach neuem Recht auch bei mehr als drei Kreuzen nicht ungültig (aber nur wenn max. 3 Stimmen bei Bewerbern!). Gewertet würde zugunsten der Bewerber und Zulasten der Gesamtliste.

        Anders ist es bei den dargestellten 12 Kreuzen, obwohl bei einem Gesamtvorschlag.
        Der Stimmzettel ist in der Tat ungültig.

        • Anonym sagt:

          Diesen Ausführungen kann ich leider nicht folgen.
          Könnten Sie das noch einmal so darstellen, dass es ein normaler Mensch versteht.
          Sie schreiben:
          „In dem Fall so wie ihn beschreiben, wäre der Stimmzettel nach neuem Recht auch bei mehr als drei Kreuzen nicht ungültig (aber nur wenn max. 3 Stimmen bei Bewerbern!). Gewertet würde zugunsten der Bewerber und Zulasten der Gesamtliste.“
          Nein – das ist meiner Meinung nach falsch.
          Nehmen wir z.B. den Stimmzettel für den Stadtrat.
          Da steht klar, eindeutig und sogar fett gedruckt drüber:
          „Nicht mehr als drei Stimmen! Der Stimmzettel ist sonst grundsätzlich ungültig.“
          Ich habe keine Idee, was man hier interpretieren könnte.
          Nirgendwo steht dort „Gewertet würde zugunsten der Bewerber und Zulasten der Gesamtliste.“,
          wenn man mehr als drei Kreuze macht.
          Sobald jemand mehr als drei Kreuze macht, kann er den Stimmzettel direkt entsorgen.
          Eigentlich eine ganz einfache Regel.
          Die Optik des Stimmzettels allerdings verwirrt, weil er suggeriert, dass man einerseits die Partei und andererseits Einzelpersonen getrennt voneinander wählen könnte.
          Das ist aber nicht der Fall. Es zählen in der Summe – egal wo gesetzt – die Kreuze,
          die man gemacht hat.

      • Andreas sagt:

        Hoffentlich weiß die von ihnen ersehnte Alternative, dass in Wunstorf kein Oberbürgermeisteramt zur Wahl stand.

      • Günther sagt:

        Hoffentlich ist der ersehnten Alternative anders als Anonym bekannt, dass in Wunstorf kein Amt der/des Oberbürgermeisters/in zur Wahl stand und auch bis auf weiteres nicht zur Wahl stehen wird.

  • Torsten sagt:

    Luthe, zu voll, vielleicht nächstes mal, schade.

    • Der Gerd sagt:

      Hähh? Wie? Wieder weggegangen weil es zu voll war?
      Nicht Ihr Ernst in der aktuellen Situation!

      • Torsten sagt:

        Bin später nochmal hin und habe meine Stimme abgegeben:-)
        Dennoch: Platzverhältnisse, Anzahl- und Kabinengröße sind für diese Wahl ungeeignet gewesen.
        Briefwahl? Ich in Zukunft bestimmt, aber: habe 2 Erstwähler in der Familie und hätte für 3 Personen abgestimmt.
        Das diese Baucontainer überhaupt noch da sind passt aber perfekt und rundet diese kleine Diskussion ab.

    • Joachim Begerow sagt:

      Bei einer solchen Wahl, bei der man(n)/frau insgesamt bis zu elf Stimmen abgeben kann (wenn ich mich nicht verzählt habe…), sollte es organisatorisch möglich sein, statt der üblichen drei Wahlkabinen pro Wahllokal zumindest die doppelte Menge aufzustellen, denn es ist doch leicht vorhersehbar, dass bei dem immensen Zeitaufwand für die Stimmabgabe größere „Staus“ vorprogrammiert sind! Natürlich kostet dies stadtweit einen vermutlich vierstelligen Betrag, aber so viel sollte uns eine demokratische Wahl schon wert sein! Ich denke, dass Torsten kein Einzelfall ist, der frustriert ohne Stimmabgabe von dannen gezogen ist!

    • Voll oder breit? sagt:

      Das kann doch nur positiv sein oder meinst du breit?

  • Ehemaliger Wahlvorstand sagt:

    Wieso ist der mit 12 Stimmen unter einer Partei, sauber angekreuzt ungültig? Wählerstimme klar erkennbar. Drei Stimmen für die Partei. Wahlvorstand prüft hoffentlich noch die ungültigen Stimmen genau.

  • Nils sagt:

    Ein Stimmzettel ist ungültig, wenn er den Willen der wählenden Person nicht zweifelsfrei erkennen lässt.

  • Andreas sagt:

    An alle Verantwortlichen – vom Bund bis in die Kommunen – , die seit Jahren Bürokratieabbau propagieren:
    Handtuchgroße Stimmzettel sind genau das Gegenteil von weniger Bürokratie.
    Unter dieser Größe leiden Orientierung und Übersicht.
    Dazu in Summe 5 Stimmzettel richtig (gültig) auszufüllen und einzuwerfen – das kann dann schon mal länger dauern.
    Natürlich schade um jeden, der deswegen kehrt machte, so wie Torsten bei uns in Luthe.
    Meine Vermutung: Er wird nicht der einzige gewesen sein. Dies wirkt sich offensichtlich auch auf die Wahlbeteiligung aus.

    Und dann folgt nach dem Auszählen der recht einfachen RP- und BM-Zettel das mühsame Sortieren und Zählen der o.g. Stimmzettel:
    Gute Nacht, liebe Wahlhelfer.

    • Andreas sagt:

      Sollen die Stimmzettel kleiner sein?
      Damm müssen in den Wahllokalen Lupen verteilt werden?

      Neeeee! Das Problem ist nicht der große Wahlzettel sondern
      1. das komplizierte Wahlrecht mit bis zu 3 Stimmen bei den Gremien (kann nur der Landtag ändern) und
      2. Die Zersplitterung der Parteien (ist eine gesellschaftliche Frage).

      (Was diese nun mit teilweise jeweils einem Sitz bewegen wollen, bleibt abzuwarten….)

    • Anonym sagt:

      Man kann die großen Stimmzettel auch positiv sehen: Es engagieren sich viele Menschen! Das ist doch erfreulich,
      Problematisch wäre doch, wenn nur ein oder zwei kandidieren würden.

  • Anonym sagt:

    Die Wahlkabine war ca. 50 cm breit. Die Stimmzettel hingegen teilweise bis zu 100 cm breit.
    Da frage ich mich wirklich, ob die Stimmzettel-Designer noch alle Tassen im Schrank hatten.
    Da ich mich im Vorfeld bereits mit allen 5 Wahlzetteln beschäftigt hatte,
    wusste ich sehr genau, welchen Bereich des jeweiligen Meter-Lappens ich ansteuern musste.
    Eine alte Oma jedoch ist doch damit meiner Meinunng nach vollkommen überfordert.
    Das grenzt für mich an Wählertäuschung, um so viele Wahlzettel, wie möglich, ungültig werten zu können.

    Aber egal – eine Sache aber fand ich wie immer noch viel origineller und bezeichnenderweise ungewollt zutreffend.

    Diese Wahlzettel, welche mit Sorgfalt und Akribie, strategisch oder taktisch ausgefüllt werden sollten, landeten am Ende immer in schwarzen RESTMÜLLTONNEN.

    Damit zeigen meiner Meinung nach die verantwortlichen Altparteien ganz klar, was sie eigentlich vom Wählerwillen halten. Er ist für ihr Dafürhalten für die Tonne – interessiert uns gar nicht.
    Weg damit.

    So, wie wir Bürger nicht mehr Verwertbares, Sachen, die wegkönnen, in eine solche schwarze Restmülltonne entsorgen, so werfen die Wähler ihre Stimme in eine solche Restmülltonne weg.

    Das ist einer deutschen Demokratie nicht würdig, dass die Stimmen der Bürger in Restmülltonnen entsorgt werden. Für jeden Dreck ist in diesem Staat Geld da. Aber für adäquate Wahlzettel-Behälter ist kein Geld da. Da nimmt man Restmülltonnen.

    Eine Symbolik, die man sich nicht makabrer ausdenken kann.

    • Meinereiner sagt:

      Sie kritisieren hier ernsthaft die Ausführung der Wahlurnen, weil sie die Form einer Restmülltonne haben?!
      Diese Tonnen sind von der Höhe gut erreichbar, sind rollbar, stapelbar, versiegelbar und bieten viel Platz für die Wahlzettel.
      Was sollte denn Ihrer Meinung nach dort aufgestellt werden? Badewannen? Küchenschränke? Särge? Gezimmerte Eigenkonstruktionen?
      Man kann es auch übertreiben mit der Metaphoriserung.

    • Anonym sagt:

      Das erste Mal gewählt? Die Mülltonnen dienen seit Jahren als Wahlurne, verplombt.
      Was soll da Ihrer Meinung nach stehen? Eine überdimensionierte Urne aus allerfeinstem Material?

  • Andreas sagt:

    Eva Bender tritt die Nachfolge von Stellen Krach an?
    Mit 30,X Stimmen?
    Das kann nicht richtig sein. Hier kommt es zu einer Stichwahl in 14 Tagen.

  • Steinhuder sagt:

    Wie wäre es im Jahre 2026 eigentlich mal mit einer online Wahl? Bequem zu Hause innerhalb eine zeitfensters ab 14 Tage vor der Wahl. Gern auch zusätzlich mit Wahlautomaten in Wahllokalen.

    Statt Briefwahlunterlagen könnten einem in zwei unterschiedlichen Briefen Zugangsdaten zugesendet werden. Bei meiner Bank klappt das problemlos.
    Es gäbe keine Staus an Wahlkabinen, die Wahlkabinen wären nicht zu schmal und die Auswertung wäre um 18:30 Uhr erledigt.
    Zumindest, sofern man nicht Hann IT o.ä. damit befasst.

    Aber klar, es wäre natürlich eine neue Spielweise für alle Verschwörungstheoretiker und es müssten rechtliche Vorgaben tatsächlich einmal angefasst werden.

    Aber vermutlich werden wir das erst noch mal zehn Jahre in allen Gremien diskutieren, abwägen, verwässern und dann doch nicht umsetzen.

    https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/28366/online-wahlen-im-internationalen-vergleich/

  • Michael sagt:

    Vielleicht sollten die Verantwortlichen mal darüber nachdenken,
    – die Wahlzettel deutlich zu vereinfachen
    – auch digitale Wahl anzubieten,
    viele Bürger können exzellent mit dem Internet umgehen, jedes Krankenhaus, jeder Arzt ist digitalisiert, nur bei Wahlen müssen wir 4 oder 5 Handtuch-lange Wahlzettel ausfüllen. Das ist ober-peinlich.

  • Andreas sagt:

    An Anonym, der nicht folgen konnte:

    Es geht nicht darum, etwas zu deuten, sondern allein geltendes Recht anzuwenden.

    Ich möchte nicht nochmal erklären, sondern zitiere hier einfach nur den 30 a Abs. 1 S. 2 und 3 des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes:

    2. Enthält ein Stimmzettel mehr als drei Stimmen, so sind alle diese Stimmen ungültig.
    3. Werden jedoch bis zu drei Stimmen für eine Bewerberin oder einen Bewerber oder mehrere Bewerberinnen oder Bewerber derselben Liste und weitere Stimmen für diese Liste abgegeben, so sind nur diejenigen für die Liste abgegebenen Stimmen ungültig, durch die die Gesamtzahl von drei Stimmen überschritten wird.

  • Jerry M. sagt:

    Warum man mehr als eine Stimme haben soll, erschließt sicher mir nicht so.

    Ich darf mit einer Stimme den Bürgermeister wählen, warum soll ich BIS ZU DREI Kreuze machen, um den Rat der Stadt / des Ortes zu wählen. Reicht da nicht auch ein Kreuz – eine Stimme?
    Bei der Gelegenheit könnte man auch die Listenwahl abschaffen. Sie ist m.M. undemokratisch. Damit werden Personen in die Gremien gewählt, die parteipolitisch gut aufgestellt sind, und das Empfinden der Wählerschaft wird ignoriert. Nur weil ich den vierten auf der Liste gute finde, muss ich den dritten „mitwählen“.

    • Andreas sagt:

      Naja, das ist ja grad der Gedanke, damit sich viele im Wahlsystem wiederfinden.
      Kommunalwahlen sind per se eher personenbezogen, daher die direkte Wahl von Personen.
      Da aber manche Wöhler gar nicht mit Bewerbern vertraut sind (z.B., weil sie im Ortsleben nicht gut verankert sind), soll parallel der parteibezogenen Möglichkeit Rechnung getragen werden.

      Um sich letztendlich nicht für das eine oder andere entscheiden zu müssen, werden beide Systeme miteinander kombiniert (Möglichkeit zu panaschieren). Das ist der – komplizierte – Kompromiss.
      Da es die Möglichkeit der Personenwahl gibt, bei der sie alle Stimmen gehäuft abgeben (kumulieren) können, sind Sie – anders als dargestellt – gar nicht gezwungen, Dritte „mitzuwählen“.

      Versetzen Sie sich in Personen, die bspw. 4 Monaten neu in der Ortschaft wohnen und keinen Bewerber kennen. Diese nutzen vielleicht die Möglichkeit der Listenwahl.

      Wenn ich mir den Anteil der Listenstimmen anschaue, gibt es hierfür ja offenbar einen hohen Bedarf im Kreis der Wählerschaft.

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