
Wunstorf (red). Am späten Sonntagabend wurde die Feuerwehr zum Viongelände gerufen: Gegen 23.30 Uhr wurde Sirenenalarm in der Stadt ausgelöst. Das Feuerwehr-Einsatzsignal wird nur verwendet, wenn aufgrund eines größeren Unglückes Menschenleben in Gefahr ist – oder ein Unglücksfall so große Ausmaße anzunehmen droht, dass sämtliche verfügbaren Feuerwehrleute in den Einsatz gerufen werden.
Der Grund für die Alarmierung: Eine leerstehende Lagerhalle auf dem Viongelände in der Wunstorfer Oststadt stand in Brand. Feuerwehren aus der Stadt und Nachbarkommunen fuhren zum Einsatzort – das Martinshorn zahlreicher Einsatzfahrzeuge drang immer wieder durch die Nacht. Der Rettungsdienst inklusive Notarzt war ebenfalls mit zahlreichen Kräften angerückt. Der ZOB an der Bahnhofnordseite wurde zur Sammelstelle für die eintreffenden Feuerwehreinheiten. Weitere Kräfte beispielsweise auch der Neustädter Feuerwehr trafen im Verlauf des Einsatzes zur Verstärkung ein.
Menschen beobachteten unterdessen von der Hochstraßenbrücke aus, wie meterhohe Flammen aus den Fenstern des Gebäudes schlugen. Zahlreiche Anwohner und Passanten verfolgten die Löscharbeiten auch auf der Hindenburgstraße.







Die Feuerwehr ging mit Wasser gegen die Flammen vor. Die Drehleiter wurde direkt neben der Bahnstrecke am brennenden Gebäude in Stellung gebracht. Dichter Qualm lag über dem Gebäudekomplex unmittelbar an den Schornsteinen des alten Industrieareals, auf dem sich früher eine Tiefkühlkostproduktion befand – das alte Iglo- und spätere Vionwerk.

Der Bahnverkehr auf der Strecke wurde nicht vollständig unterbrochen – Personen- und Güterzüge fuhren während der Löscharbeiten weiter am Brandort vorbei.
Der Einsatz weckt Erinnerungen an den Großbrand aus dem Jahr 2006: Damals war das Werk noch in Betrieb, als Feuer im Bereich der Produktionsstraße in einer Werkshalle ausbrach, eine Feuerwalze entstand und sich der Brand zu einem der größten Feuerwehreinsätze der jüngeren Stadtgeschichte entwickelte.




Dort, wo heute noch die Überreste der damals ausgebrannten Halle stehen, fuhren nun in der Nacht zu Montag die Feuerwehrfahrzeuge auf – die Einsatzleitung postierte sich an dieser Stelle, um die Löscharbeiten wenige Meter weiter in der betroffenen Nachbarhalle zu koordinieren.
Die Feuerwehr bittet die Bevölkerung, im Umkreis von 1 Kilometer um den Brandort die Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen oder Lüftungsanlagen abzuschalten.
Die Löscharbeiten wurden die ganze Nacht über fortgesetzt und dauerten auch am Morgen weiter an. Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin intensiv an der Brandbekämpfung.
Mehr in Kürze.
siehe auch: Viongelände-Großbrand geht in die zweite Nacht
Da auf dem Gelende hat es schon öfter Gebrant.
Schon „komisch“, dass es immer dort, wo es aufgrund der Ortspolitik nicht weiter geht (Blumenauer Dorfkrug, Pelzgelände und nun Vion) früher oder später brennt…
Eher ist wohl mit Brandstiftung zu rechnen, da dort öfters Jungendliche und Obdachlose unberechtigter weise aufhalten. Auch werden immer wieder Diebstähle begangen.
Weil der Neubau, in dem ich August 2020 eigezogen war, über eine gute Schalldämmung verfügt, bekam ich vom Sirenenalarm wie auch von den Martinshörnern der Einsatfahreuge nichts mit.
So wurde ich erst durch die #NINA-Warnapp heute Morgen auf die Ereignisse aufmerksam.
Grundsätzlich begrüße ich o.g. Bauweise.
Könnte jedoch nachteilig werden, wenn wir Mieterinnen und Mieter mal direkt betroffen sein sollten.
Mir bleibt zu hoffen, dass an uns „der Kelch vorbeigehen“ wird.
Ein ganz dickes fettes Danke den eingesetzten Kräften- ohne euch wären wir mit Sicherheit in manchen Situationen ‚aufgeschmissen“…
Hoffentlich verlief dieser Einsatz ohne die leider oft üblichen Pöbeleien derer, die sich „gestört“ gefühlt haben könnten *giftig, maximal giftig guck*!
Hoffentlich ist keiner zu Schaden gekommen !
Danke den Einsatzkräften!