
Wunstorf (red). Vor nunmehr sieben Jahren wurden die Wunstorfer Macher gegründet: Am 11. November 2015 war das Netzwerk in der Stadt mit einem ersten Treffen im Ratskeller gestartet. Die Idee dazu hatten Friedlies Reschke und Christiane Wortmann, die das Konzept samt Namen recht spontan ausgearbeitet hatten. Manfred Henze von der Agentur Kontor3 spendierte das Logo. „Als Neuwunstorferin merkte ich schnell: es gibt hier so viele tolle Aktivitäten und Engagements – aber die Menschen reden nicht miteinander, und sie wissen vor allem nichts voneinander“, erzählt Reschke vom initialen Gründungsgedanken.
Das Netzwerk sollte für alle sein, die in der Auestadt etwas bewegen und sich dazu neue Eindrücke verschaffen wollen. Einmal pro Monat, in jeder zweiten Woche des Monats zwischen 18.30 Uhr und 20.30 Uhr finden seitdem die Treffen statt, immer an unterschiedlichen Wochentagen. Zu den reinen Treffen in lockerer Runde entwickelte sich rasch die Gepflogenheit, einen bestimmten Gast einzuladen, der seine Profession oder ein bestimmtes Thema vorstellt, gelegentlich auch als „Außentermin“ durchgeführt – die „Macher“ gingen auf Exkursion. Die Teilnahme ist kostenlos und beschränkt sich nicht auf wirtschaftliche Kontakte – auch ehrenamtlich Engagierte sind Teil des Netzwerkes.
Nach dem Start im Ratskeller wurde das Café Central auf dem Klinikgelände die feste Anlaufstelle der Macher, auch den Umzug des Cafés zum Stadttheaterdurchgang machte man mit. Seit der Schließung des „Central“ Ende 2018 trifft man sich an wechselnden Lokalitäten zum „Stammtisch“.
Zum ersten Treffen kamen rund 20 Interessierte, beim zweiten schon 30 – und dann pendelte sich die Teilnehmerzahl im Schnitt bei 10 bis 20 Personen ein. Manchmal kamen aber auch nur eine Handvoll Teilnehmer zu einem Termin. Dass man den Besuch bei der Wunstorfer Feuerwehr nur zu dritt absolvierte, das ärgert Reschke noch heute.

Dass ausgerechnet der Arbeit der Rettungskräfte so geringe Aufmerksamkeit zuteilwurde, hat sie, die selbst im Förderverein ist, enttäuscht. „Auch Politiker und Journalisten kommen selten“, kritisiert Reschke das geringe Interesse von dieser Seite. Es sei nur ein kleiner „harter Kern“, der regelmäßig die Chance zum Austausch nutze und Neues kennenlernen wolle. Dabei sei jeder Termin wieder anders und neu. Reschke selbst hat in den vergangenen Jahren nur zwei Treffen verpasst. Politiker, Unternehmer, Entscheider und im Ehrenamt Tätige zählten zu den Gästen. Nicht nur bei Feuerwehr, Polizei und Johannitern war man bereits, auch Ziele wie die Tafel, der Kleiderladen oder eine Fahrschule gehörten zum Programm.
Die Unternehmerin und PR-Frau betont, dass es sich um kein Unternehmensnetzwerk handelt – wirklich jeder sei stets herzlich eingeladen, an den Terminen teilzunehmen. Eine vorherige Anmeldung erleichtere die Planung, sei jedoch nicht zwingend erforderlich – die spontane Teilnahme ist immer möglich. Auch finanzielle Verpflichtungen gibt es nicht, die Teilnahme ist kostenlos. Die jeweiligen Termine werden auf der Facebook-Seite der Wunstorfer Macher und meist auch in der Lokalpresse veröffentlicht. Bereits bekannte Teilnehmer erhalten auch immer eine Erinnerung und Einladung per E-Mail.
Für die Zukunft wünscht sich Reschke mehr Teilnehmer für die einzelnen Treffen – und spielt mit dem Gedanken, den Namen des Netzwerks zu ändern. Aus den Wunstorfer Machern könnte womöglich schlicht der „Wunstorfer Stammtisch“ werden. „Vielleicht fühlen sich dann mehr Menschen angesprochen“, sagt Reschke. Die Termine für das kommende Jahr stehen bereits fest im Kalender.
Schreibe einen Kommentar