
Kolenfeld (red). Gerade erst hatten viele Bürger in Kolenfeld dafür gesorgt, dass es auf den Straßen im Ort zum Frühlingsbeginn so richtig funkelte und glänzte: In einer großen gemeinschaftlichen Aktion wurden Müll und Unrat aufgesammelt. Glas, Plastik, Altreifen und sogar eine komplette Regentonne wurden entdeckt und aus der Umwelt entfernt. Einen ganzen Autoanhänger hatte man nach der Aktion mit Müll gefüllt.
Doch lange hielt der saubere Zustand nicht. Genau eine Woche später sah es an einer Stelle in Kolenfeld noch deutlich schlimmer aus als vorher – Gerümpel, der auf zwei Anhänger gepasst hätte, lag an der Straße nicht weit entfernt vom Ortseingang. Am Samstag wurde deshalb die Polizei informiert.
Am Weg zum Mittellandkanal neben der L392, der auch eine beliebte Radroute ist, wurde eine halbe Inneneinrichtung entsorgt: Alte Schränke, Kommoden und weiterer Sperrmüll lag am Wegesrand zerstreut.
Die Beamten der Wunstorfer Polizei gaben die Informationen an den örtlichen Müllentsorger AHA weiter, der sich um die Entsorgung kümmern wird. Schon einige Tage zuvor hatten Müllentsorger anrücken müssen: Auch alte Matratzen waren an dieser Stelle abgelegt worden. Immerhin: Ein ganzes ausgeschlachtetes Autowrack, wie im vergangenen Jahr an dieser Stelle entdeckt, war diesmal nicht dabei.


Das niedersächsische Abfallgesetz verpflichtet die Kommunen, wilden Müll auf eigene Kosten zu entfernen, wenn sich der Verursacher nicht feststellen lässt. Wird der illegale Müllentsorger jedoch ermittelt, werden ihm nicht nur die Kosten für die Müllentsorgung, sondern manchmal auch die Reinigungs- und Verkehrssicherungskosten in Rechnung gestellt.
Das kann sich dann je nach Mitarbeitereinsatz schnell aufsummieren, so dass den Tätern hohe Rechnungen drohen. Kommt es zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren, fallen die Bußgelder dagegen oft nur gering aus.
An Dreistigkeit schwerlich zu toppen!
Da schwillt mir der Hals!