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Parkplätze: In Steinhude wird experimentiert

05.07.2021 • Redaktion • Aufrufe: 2805

Jetzt wird es ernst in Steinhude: Neue Alternativen zum Erreichen der Badeinsel sind noch nicht geschaffen, doch nun werden schon einmal die umliegenden Straßen für Ortsfremde gesperrt, der Parkplatzsuchverkehr dadurch weggeleitet.

05.07.2021
Redaktion
Aufrufe: 2805
Parkschranke Steinhude
Neue Parkschranken am Parkplatz Bruchdamm in Steinhude | Foto: Daniel Schneider

Steinhude (red). Seit Jahren kämpft der Ortsrat für mehr Ruhe in Steinhude – mit bislang bescheidenen Ergebnissen und weiterhin viel Konfliktpotential. Der Tourismus rollt wie eh und je durch das namensgebende Dorf am Meer. Für den Parkplatzsuchverkehr in Steinhude, und hier insbesondere rund um die Badeinsel, ist noch keine Lösung gefunden. Auf dem Weg dorthin sind bereits Erhebungen durchgeführt worden, Straßenführungen wurden geändert und Anwohner befragt.

Nun wird es im Bereich Badeinsel erstmals konkreter: Im Rahmen des Stadtexperiments werden in den kommenden Wochen, während der Sommerferien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, Zählungen und weitere Befragungen durchgeführt. Über verteilte Postkarten sollen Touristen um ihre Meinung gebeten werden – Sinn dahinter ist, in Erfahrung zu bringen, wie genau die Menschen zur Badeinsel anreisen und welche Alternativen zur Anfahrt mit dem Auto realistisch sind.

Nahe Straßen gesperrt

Ohne neue Alternativen anzubieten, werden aber schon jetzt Straßen gesperrt: Ab heute, 5. Juli, bis zum 1. September 2021 ist die Zufahrt zur Uferstraße und zum Metjenkamp nur Anwohnern erlaubt. Das sind die Straßen, die vom Parkplatzsuchverkehr der Badeinselbesuchswilligen normalerweise besonders frequentiert werden. Die beiden Straßen werden mit Einfahrt-Verboten-Schildern für Autos und Motorräder gekennzeichnet, mit Zusatzschildern, dass nur die Zufahrt zu den Grundstücken für Anlieger erlaubt ist.

Parkverbotsbereich
Großzügige Parkverbotszonen im Bereich Badeinsel | Foto: Daniel Schneider

Als Nebeneffekt wird dadurch die Hafenstraße zur Sackgasse ohne Wendemöglichkeit. Nur für Fußgänger und Radfahrer ändert sich nichts.

Unabhängig davon bleiben die bereits bestehenden Parkverbotsregelungen in diesen Bereichen bestehen – es besteht weitgehendes Parkverbot. Das Ordnungsamt wird den Verkehrsversuch entsprechend begleiten – und die Bereiche verstärkt kontrollieren, kündigte die Stadtverwaltung an.

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Kommentare


  • Birgit sagt:

    Oh ja, gute Vorsätze, doch nicht ausgeführte Taten. Im Rundschreiben an die Anwohner steht klar und deutlich, dass ab dem 05.07.2021 die ganze Aktion der Straßensperrungen anrollen sollte, doch weit gefehlt. Selbst heute, am 06.07.2021, kein einziges Schild. Auf Nachfrage anscheinend Kommunikationsschwierigkeiten. Warum prinzipiell die Uferstraße angefahren wird und zum Leidwesen von Fussgängern, insbesondere Mütter mit Kinderwagen, Fahrradkinder, ältere Menschen und Hunde, sehen sich oft äußerst bedrängten Situationen ausgesetzt. Selbst als Autofahrerin, schrittfahrend, kommt man oft nur schlecht vorbei, da halte ich lieber gleich an. Zigtausende von problematischen Situationen gab es, nun sollte Abbhilfe geschaffen werden, ach ja. Bis heute nichts. Traurig. Ein jammervolles Bild.
    Und die Parkplatzsituation? Es gibt eine klare Antwort: Keine Knöllchen, sondern Abschleppen bei unerlaubtem Parken. Das schasst. Und schafft Abschreckung. Mal eben nach Hannover zum Einlösen des Fahrzeuges, teuer. Letztes Wochenende: Parken auf Gehweg. Voll, mit allen vier Reifen, gegenüber dem Hotel am Meer. Alles voll. Vielleicht mal eine Touristeneinschränkung? Oder denkt man dann an die fehlenden Einnahmen? Und warum fahren alle durch die Hafen- und Uferstraße? Weil die Schilder es diktieren: Rundwanderweg, Wanderweg, Badeinsel. Die Uferstraße ist kein Rundwanderweg. Die Uferstraße ist eine enge, viel zu enge Straße ohne Rückzugsmöglichkeit für Fußgänger. Apropos, nicht immer sind nur die Autos schuld. Auch die Radfahrer. Ungehemmt, lautlos, ohne Klingelton. Du meine Güte.
    Liebe Stadt, wenn sich etwas ändern soll, müsst ihr handeln. Wenn nicht jetzt, wann dann.

  • Bernd-Michael Rosenbusch sagt:

    Steinhude ist nuunmal ein Touristischer Aniehungspunkt. Und nicht wenige Leben sehr gut vom Tourismus. Leider stimmt es, dass an besonders schönen Tagen der Ort total überlaufen ist. und dieRücksichtslosigkeit der Verkehrsteilnehmer zunimmt.
    Aber bei all den Problemen muss man sich doch die Frage stellen: Was wollen sie Steinhuder? Geschäfte machen oder in einem Naturschutzreservat leben, dass keiner mehr kennt?
    Vileleicht sollte man das Öffentliche Nahverkehrsnetz ausbauen, um diese Situation einigermassen in den Griff zu bekommen. Es würden bestimmt mehr Menschen ganz entspannt mit Öffentlichen Verkehrsmittel von Wunstdorf aus fahren, wenn es denn möglich wäre. Wir leben nunmal in einem Ballungsgebiet und da muss man mit gewissen Hindernissen leben. Dafür ist Steinhude im Herbst und Winter wunderschön ruhig, sodass sich auch die Anwohner erholen können.

  • Stephan Große sagt:

    Park and Ride am Schützenplatz in Wunstorf, und allen ist geholfen

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