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Wunstorfer Crazy Kicker holen die IFL-Meisterschaft

27.09.2025 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 2

Vor ein paar Monaten wurden sie noch kaum richtig ernst genommen – jetzt haben die „Crazy Kicker“ sogar die IFL-Meisterschaft gewonnen. Der überraschende Erfolg von Wunstorfs einziger Inklusions-Fußballmanschaft verändert alles: Nun sollen auch Jugendliche und Erwachsene mitmachen.

27.09.2025
Redaktion
2 Min.
Die Crazy Kicker holen die Meisterschaft | Foto: privat

Wunstorf (red). Was für eine Erfolgsgeschichte: Gerade erst so richtig gestartet, von vielen zunächst etwas belächelt und als Fußballmannschaft nicht ganz ernst genommen, haben die „Crazy Kicker“ vom TuS Wunstorf 1862 nun ihre erste Saison in der Inklusionsfußball-Liga (IFL) beendet – und direkt mit dem Meistertitel abgeschlossen. Es ist ein Resultat, das Spieler, Eltern, Verein und Fans mehr als stolz macht.

Der letzte Spieltag in Melle war der große Höhepunkt. Schon beim Aufwärmen war die Anspannung zu spüren. Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme: Spieler fielen sich in die Arme, Eltern klatschten und jubelten, Trainer David Hagel wurde von der Mannschaft gefeiert. „Das war der Moment, auf den wir seit Monaten hingearbeitet haben“, sagt er. „Jeder hat mitgezogen im Training, in den Spielen, in der ganzen Saison.“

„Das war der Moment, auf den wir seit Monaten hingearbeitet haben“

Der Trainer

Die Geschichte der Crazy Kicker begann vor rund einem Jahr. Damals standen nur wenige Spieler in der Halle. Ziel war es, ein Fußballangebot speziell für Menschen mit Beeinträchtigungen zu schaffen. Leistung stand nicht im Vordergrund, sondern Bewegung, Spaß und Gemeinschaft. Selbst Mannschaftstrikots hatte man anfangs noch nicht. Der Spaß und das Gemeinschaftsgefühl sind geblieben, aber nun kommt auch noch der Erfolg hinzu.

Ein Team geworden

Heute ist aus der kleinen Gruppe ein echtes Team geworden. Eine Spielerin erzählt: „Am Anfang kannte ich niemanden. Jetzt freue ich mich jede Woche auf das Training. Wir helfen uns gegenseitig und lachen viel.“

Auch die Eltern haben die Entwicklung miterlebt. „Unser Sohn hat richtig Selbstvertrauen gewonnen. Er kommt nach dem Training immer glücklich nach Hause“, sagt eine Mutter. Ein Vater ergänzt: „Wir haben unser Kind noch nie so motiviert erlebt. Er zählt schon die Tage bis zum nächsten Spiel.“

Ein großer Dank geht an alle Unterstützer: Die Firma, die die Mannschaft mit Trainingsanzügen, T-Shirts, Bällen und vielem mehr ausgestattet hat, an die Eltern, die Fahrten organisiert, beim Training geholfen und die Spieler angefeuert haben – und auch an den TuS selbst, der die Crazy Kicker von Anfang an unterstützt und ihnen eine sportliche Heimat gegeben hat. „Ohne diese Gemeinschaft wäre der Titel nicht möglich gewesen“, betont der Trainer.

Altersgrenze fällt

Ab sofort sind auch ältere Spieler herzlich willkommen, da die Altersgrenze aufgehoben wurde. „Wir möchten, dass auch Jugendliche und Erwachsene mit Beeinträchtigungen die Chance haben, Teil des Teams zu werden“, erklärt Hagel.

Mitmachen bei den Crazy Kicker: Wer Lust hat, selbst Fußball zu spielen, kann einfach zum Training kommen. Mittwochs von 16.30 bis 18 Uhr spielt man im Wunstorfer Barne-Stadion. Mitmachen können alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Beeinträchtigungen.
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Kommentare


  • U. sagt:

    Super, herzlichen Glückwunsch. Das inklusive Fussball Team von TUS Wunstorf gibts schon seit 2022, mein jüngerer Sohn hat dort auch mal mitgespielt.

  • Dominik Willging sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft. Schöne Geschichte, die wieder einmal zeigt, dass man mit Willenskraft, Teamgeist und vor allem Spaß an der Sache so einiges erreichen kann. Macht weiter so

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