
Wunstorf (red). Die Brandstiftungen an Wertstoffinseln in Wunstorf setzen sich fort. Auch in der vorletzten Nacht wurde wieder Feuer gelegt. Wieder hatte es ein Brandstifter auf Altpapiercontainer abgesehen – und setzte den Inhalt von zwei blauen Kunststoffbehältnissen in Brand.
Die Anwohner in der Rembrandtstraße konnten es kaum glauben, als in der Nacht zu Dienstag erneut die Feuerwehr anrückte – denn auf dem dortigen Wertstoffsammelplatz hatte bereits zwei Tage zuvor das Feuer gelodert. Sonntagfrüh waren zwei Altpapiertonnen geschmolzen, ein angrenzender Fahrradschuppen war durch die Flammen beschädigt worden. Es hatte sich um den 5. Fall der aktuellen Serie von Recyclingplatzbränden gehandelt.
Der Platz war danach als Tatort abgesperrt worden. Zwei weitere, bislang unversehrte gefüllte Altpapiercontainer hatten sich jedoch noch auf dem Areal befunden.



Auch diese Container wurden nun angezündet und brannten aus. Die Flammen griffen auf einen angrenzenden Fahrradschuppen über, auf dessen Rückseite die beiden Altpapiercontainer standen. Die Feuerwehr Wunstorf löschte den Brand gegen 4 Uhr am Dienstagmorgen.

Mit Sonnenaufgang wurde der ganze Schaden sichtbar: Die Holzeinfassung der Wertstoffinsel ist großteils zerstört – der Zaun fehlt. Die Holzbalken des Fahrradschuppens zeigen sich großflächig verkohlt, ein Teil des Dachgebälks fehlt. Rußspuren bedecken das Pflaster. Der Geruch von verbranntem Holz liegt weiter in der Luft.
33 Wertstoffinseln gibt es im Stadtgebiet, 9 in der Kernstadt. Davon brannten 7 innerhalb der vergangenen 10 Tage. Die Wertstoffinsel in der Rembrandtstraße traf es zweimal hintereinander.

Die Wertstoffinsel wurde inzwischen vollständig geräumt – nur einzelne verkohlte Papierfetzen liegen noch auf dem Gehweg der Rembrandtstraße. Für die Polizei ist es Fall Nummer 8 in der derzeitigen Brandserie.
Zeugenhinweise oder Hinweise zu verdächtigen Personen nimmt das Polizeikommissariat Wunstorf unter Telefon (05031) 9694-0 entgegen.
Gibt es Polizei in Wunstorf?
Ein großes Lob an die ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Sie leisten großartige Arbeit. Danke.
Das frage ich mich auch
Auch wenn der/die Täter ermittelt wurden, diese wie so oft nicht genannt werden, darf man nicht spekulieren, weil das ja im Gegensatz zur Tat selbst, böse wäre.