
Wunstorf/Neustadt a. Rbge. (red). Am späten Donnerstagabend zog ein Unwetter über das Stadtgebiet Wunstorf und sorgte innerhalb kürzester Zeit für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Aufgrund des anhaltenden Starkregens gingen bereits während des Unwetters die ersten Notrufe bei der Regionsleitstelle in Hannover ein. Viele Betroffene wählten die 112, nachdem Keller und Garagen vollliefen oder Autos auf Straßen plötzlich im Wasser schwammen.
Die ersten Alarmierungen erfolgten gegen 22 Uhr. Die Einsatzlage entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit so dynamisch, dass die Einsatzleitung Ort (ELO) die Feuerwache Wunstorf besetzte. Von dort aus wurden sämtliche Einsätze der zehn Ortsfeuerwehren der Stadtfeuerwehr Wunstorf koordiniert und priorisiert. Die zentrale Koordination ermöglichte es, die Vielzahl der Einsätze effizient abzuarbeiten.
Im gesamten Stadtgebiet arbeiteten die Ortsfeuerwehren eng zusammen. Einsatzkräfte verschiedener Ortsfeuerwehren wurden gemeinsam zu den unterschiedlichsten Einsatzstellen entsandt und unterstützten sich gegenseitig. Die komplette Stadtfeuerwehr Wunstorf arbeitete dabei Hand in Hand.






Das Einsatzspektrum war vielfältig. Neben umgestürzten Bäumen mussten zahlreiche vollgelaufene Keller, Garagen, Zufahrten und Parkhäuser leergepumpt werden. Darüber hinaus unterstützten die Einsatzkräfte bei medizinischen Notfällen und beseitigten weitere Unwetterschäden.
Insgesamt wurden innerhalb weniger Stunden mehr als 80 Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet abgearbeitet. Rund 300 Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Wunstorf waren im Einsatz.



Gut 5 Stunden lang war die Feuerwehr im Einsatz. Die letzten Einsatzstellen konnten in den frühen Morgenstunden gegen 3 Uhr abgeschlossen werden.
Neben Wunstorf war auch der südliche Bereich der Nachbarkommune Neustadt vom Unwetter mit Starkregen betroffen. Dort gab es jedoch vergleichsweise wenige Feuerwehreinsätze, obwohl sie für die einzelnen Wehren umfangreich waren.



Den ersten Einsatz verzeichnete die Ortsfeuerwehr Poggenhagen kurz nach 22 Uhr am Stahlhopsberg. Dort war Wasser in einen Keller eingedrungen. Nur kurze Zeit später wurde die Ortsfeuerwehr Bordenau in den Weichselweg alarmiert, wo ebenfalls ein Keller voll Wasser gelaufen war. Im weiteren Verlauf des Abends mussten die Einsatzkräfte in Bordenau insgesamt sechs weitere Einsatzstellen abarbeiten. In der Bordenauer Straße drückten die Wassermassen durch die Haustür sowie durch die Wände in ein Wohnhaus. In der Oderstraße standen gleich mehrere Keller unter Wasser.




Auch die Ortsfeuerwehr Neustadt wurde kurz vor Mitternacht noch zur Landwehrunterführung alarmiert. Dort sollte die Unterführung vollständig unter Wasser stehen und Fahrzeuge bereits aufschwimmen. Vor Ort bestätigte sich diese Meldung jedoch nicht. Rund eine Stunde später rückten die Einsatzkräfte erneut aus – diesmal in die Gerhart-Hauptmann-Straße. Auch dort war letztlich kein Eingreifen der Feuerwehr erforderlich.
siehe auch: Gewittersturm in Wunstorf: Ausnahmezustand nach heftigsten Regenfällen
„Kellerräume laufen voll und Kellerräume unter Wasser“ ist natürlich wie üblich übertrieben. Mehr als 2-3cm sind das meist nicht – und selbst das kommt schon recht selten vor. Ich würde kein Haus ohne Keller haben wollen – und wenn man die richtigen Vorkehrungen trifft, dann passiert sowas auch nicht.