GroKo - ja oder nein?

Klar­text bei der SPD-Mit­glie­der­ver­samm­lung

In sei­ner Jah­res­haupt­ver­samm­lung wähl­te der Wunstor­fer SPD-Orts­ver­ein u. a. einen neu­en Vor­stand. Die Zusam­men­kunft stand dar­über hin­aus ganz im Zei­chen der Fra­ge: „Gro­Ko“ – ja oder nein?

Caren Marks auf der Jahreshauptversammlung SPD 2018 _ 1
Die Genos­sen­in­nen und Genos­sen sind gespal­ten beim The­ma Koali­ti­ons­ver­trag. Caren Marks ver­sucht die Beden­ken gegen den Koali­ti­ons­ver­trag aus­zu­räu­men. | Foto: Nadi­ne Roch­lit­zer

Wunstorf (nr/ds). Es gibt der­zeit kein ande­res The­ma, wel­ches die SPD bun­des­weit so sehr spal­tet, wie die Fra­ge nach dem Ja oder Nein zum Koali­ti­ons­ver­trag. Auch bei den Wunstor­fer Genos­sen wur­de dazu am Frei­tag­abend lei­den­schaft­lich dis­ku­tiert. Auf den Punkt gebracht geht es um die Fra­ge: Tritt die SPD erneut in eine Gro­ße Koali­ti­on (umgangs­sprach­lich Gro­Ko genannt) mit der CDU/CSU ein? Will die SPD regie­ren oder in die Oppo­si­ti­on gehen und damit wahr­schein­lich Neu­wah­len in Kauf neh­men? Vor allem die Glaub­wür­dig­keit gegen­über den Wäh­lern, aber auch die der Par­tei­füh­rung gegen­über der Basis spielt dabei eine gro­ße Rol­le.

Orts­ver­eins­vor­sit­zen­der Tor­ben Klant sprach zur Ein­lei­tung der Dis­kus­si­on vom respekt­vol­len Umgang und der Einig­keit, die die SPD stark mache. Aber auch die Wunstor­fer Genos­sen schei­nen bei der „GroKo“-Frage gleich in drei Lager gespal­ten zu sein. Unent­schlos­sen­heit war aus den Wort­mel­dun­gen her­aus­zu­hö­ren, eben­so wie deut­li­che Ableh­nung eines „Wei­ter so“ – aber auch die wie­der­um zäh­ne­knir­schen­de bis deut­li­che Befür­wor­tung einer künf­ti­gen Koali­ti­on mit CDU/CSU.

Ohne Ste­phan Weil

Nie­der­sach­sens Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Caren Marks und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Wieb­ke Osi­gus hat­ten sich für den Abend ange­kün­digt, um im Calen­ber­ger Bau­ern­stüb­chen mit der Wunstor­fer SPD-Basis über die Gro­ße Koali­ti­on zu debat­tie­ren – Weil ließ sich im Ver­lauf des Abends jedoch wegen Ter­min­schwie­rig­kei­ten ent­schul­di­gen. Marks, die an den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen als Sozi­al­po­li­ti­ke­rin direkt betei­ligt war, kam somit maß­geb­lich die Auf­ga­be zu, für die Gro­ße Koali­ti­on zu wer­ben.

Info: SPD-Mit­glie­der­be­fra­gung zur Gro­ßen Koali­ti­on
Anders als bei CDU/CSU dür­fen bei der SPD die ein­zel­nen Mit­glie­der ent­schei­den, ob die Par­tei in eine Gro­ße Koali­ti­on ein­tre­ten soll. Es ist die drit­te gro­ße Hür­de, die nach der recht knap­pen Ent­schei­dung zur Auf­nah­me von Son­die­rungs­ge­sprä­chen und dem Abschluss des Koali­ti­ons­ver­trags genom­men wer­den muss. Auf einem Son­der­par­tei­tag im Janu­ar hat­ten 56,4 % der Dele­gier­ten für die Anbah­nung einer Koali­ti­on gestimmt. Bei den anschlie­ßen­den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen hat­te die SPD vie­le sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Inhal­te ver­ein­ba­ren kön­nen und sich mit dem Finanz­mi­nis­te­ri­um ein wei­te­res Schlüs­sel­res­sort gesi­chert. Zwei Tage nach Vor­stel­lung des Koali­ti­ons­ver­tra­ges ver­zich­te­te Mar­tin Schulz nach gro­ßer par­tei­in­ter­ner Kri­tik auf das ange­streb­te Außen­mi­nis­ter­amt, um kei­ne Ableh­nung bei der Mit­glie­der­be­fra­gung wegen der in den Vor­der­grund rücken­den Per­so­nal­dis­kus­si­on zu ris­kie­ren. Neue Par­tei­che­fin soll Andrea Nah­les wer­den. Bis zum 2. März haben nun alle SPD-Mit­glie­der Gele­gen­heit, für oder gegen das Zustan­de­kom­men der Gro­ßen Koali­ti­on zu stim­men. Wäh­rend­des­sen ver­schlech­tern sich die Umfra­ge­er­geb­nis­se bei ver­schie­de­nen Insti­tu­ten wei­ter, teils wur­de die SPD zwi­schen­zeit­lich hin­ter der AfD gese­hen. Ent­sprä­chen die der­zei­ti­gen Umfra­ge­wer­te einem Neu­wahl­er­geb­nis, hät­ten SPD/CDU/CSU aktu­ell kei­ne aus­rei­chen­de Mehr­heit mehr im Bun­des­tag.

Caren Marks kon­zen­trier­te sich dabei auf die Erfol­ge wäh­rend der Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen. Sie führ­te an, dass im Koali­ti­ons­ver­trag viel SPD-Pro­gram­ma­tik ste­cke, die SPD habe hart ver­han­delt. Der Koali­ti­ons­ver­trag tra­ge „eine deut­li­che sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Hand­schrift“. Dazu zähl­ten die Ver­bes­se­rung der Qua­li­tät der Kin­der­ta­ges­stät­ten, der Rechts­an­spruch auf Ganz­tags­be­treu­ung für Kin­der im Grund­schul­al­ter, Maß­nah­men zur Bekämp­fung der Kin­der­ar­mut, die Ver­bes­se­run­gen im Gesund­heits­sys­tem, die Grund­ren­te und die Ein­schrän­kung der sach­grund­lo­sen Befris­tun­gen in Arbeits­ver­trä­gen. Dabei ging Marks bis­wei­len sehr ins Detail, etwa beim Bil­dungs­pa­ket und der Soli­dar­ren­te. Die Grund­ren­te wür­de künf­tig auch rück­wir­kend alle Rent­ner ent­las­ten, die zwar lan­ge ein­ge­zahlt, aber nur wenig Ein­kom­men hat­ten. Schul­kin­der müss­ten künf­tig nicht mehr hun­gern, wenn die Eltern die Unkos­ten­be­tei­li­gung zum Mit­tag­essen nicht auf­brin­gen kön­nen.

Ja, wir haben nicht die Bür­ger­ver­si­che­rung“Caren Marks

Sei­ten­hie­be gab es auf Links­par­tei und FDP, aber auch der Koali­ti­ons­part­ner wur­de nicht aus­ge­spart. Bei CDU/CSU wür­den vie­le wegen der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Inhal­te im Koali­ti­ons­ver­trag vor Wut schäu­men, so Marks. Auch selbst­kri­ti­sche Töne gin­gen nicht unter, so habe die SPD, nach­dem den FDP-Chef das Selbst­be­wusst­sein ver­las­sen habe, sich einer Regie­rungs­ver­ant­wor­tung zu stel­len, den Ball zu schnell wie­der auf­ge­grif­fen, der immer noch bei den ande­ren gele­gen hät­te.

Regie­ren heißt, in der Lage zu sein, Kom­pro­mis­se zu fin­den.“Caren Marks

Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te appel­lier­te an die Wunstor­fer Genos­sin­nen und Genos­sen, für den Koali­ti­ons­ver­trag und damit für die Gro­Ko zu stim­men. Eine gro­ße Koali­ti­on sei auch in der Bun­des-SPD kei­ne Wunsch­ko­ali­ti­on, jedoch kön­ne man „das Land nicht unre­giert las­sen“. Man brau­che eine star­ke Regie­rung. Die SPD habe nicht alle Punk­te auf dem Wahl­pro­gramm durch­set­zen kön­nen, aber 100 % kön­ne in einer Koali­ti­on, auch mit einem Wunsch­ko­ali­ti­ons­part­ner, nie erreicht wer­den. Die Bür­ger­ver­si­che­rung habe man z. B. nicht erreicht, aber das wäre auch nicht zu erwar­ten gewe­sen. Dafür sei man zur pari­tä­ti­schen Finan­zie­rung zurück­ge­kehrt und habe die Zuzah­lung bei Zahn­ersatz auf 40 % gedrückt. Ein Nein zum Koali­ti­ons­ver­trag wür­de auch die Gefahr beinhal­ten, dass sozia­le The­men in einer Regie­rung ohne SPD immer weni­ger berück­sich­tigt wür­den. Eine Min­der­heits­re­gie­rung wür­de, wenn über­haupt, so Marks, nur für eine kur­ze Zeit Bestand haben. Ihrer Mei­nung nach wür­de Mer­kel Neu­wah­len anstre­ben. Zudem gebe es kei­ne Garan­tie, dass man sich in der Oppo­si­ti­on bes­ser ent­wi­ckeln kön­ne.

Wahl zwi­schen Not und Elend“

Nach­dem Marks ein Plä­doy­er deut­lich pro Gro­ße Koali­ti­on gehal­ten hat­te, oblag es den Genos­sin­nen und Genos­sen aus Wunstorf, für eine dif­fe­ren­zier­te­re Betrach­tung zu sor­gen. Die Äuße­run­gen der Mit­glie­der zum Koali­ti­ons­ver­trag fie­len aus­ge­wo­gen wie lei­den­schaft­lich aus. Die „Gro­Ko“ wur­de dabei bis­wei­len als not­wen­di­ges Übel, das Mit­glie­der­vo­tum als die Wahl zwi­schen Not und Elend cha­rak­te­ri­siert.

Wort­mel­dungs­kar­te | Foto: Dani­el Schnei­der

Die Glaub­wür­dig­keit ist dabei der zen­tra­le Punkt, der auch die Mit­glie­der in Wunstorf beweg­te. Die Par­tei gebe auf Bun­des­ebe­ne ein jäm­mer­li­ches Bild ab, lau­te­te ein Ein­wurf. Grund­sätz­li­che Zwei­fel am Erneue­rungs­pro­zess wur­den eben­so geäu­ßert. Eine per­so­nel­le Neu­auf­stel­lung auf Bun­des­ebe­ne wur­de gewünscht.

Gro­Ko, das ist ‚Gro­ße Kot­ze‘, und die kriegt jetzt auf die Fres­se. Bät­schi.“

Zu zahm, zu wenig visio­när, so sehen eini­ge Wunstor­fer Genos­sen die der­zei­ti­ge SPD-Bun­des­po­li­tik. An die Kern­pro­ble­me wage man sich nicht her­an; man rede über 100 Euro mehr oder weni­ger für den Ein­zel­nen in der Alters­ar­mut, wür­de auf der ande­ren Sei­te aber Bad Banks finan­zie­ren und kei­ne Mana­ger­haf­tung ein­füh­ren. Die Sche­re zwi­schen Arm und Reich im reichs­ten Land Euro­pas wäre am größ­ten. Auch die Ände­run­gen bei den sach­grund­lo­sen Befris­tun­gen wür­den durch Kopp­lung an eine Pro­zent­zahl die 2-Klas­sen-Situa­ti­on für Ange­stell­te nur ver­schie­ben; viel­mehr soll­te man grund­sätz­lich an die befris­te­ten Ver­trä­ge her­an­ge­hen, sag­te ein ande­res Mit­glied, das selbst inzwi­schen im 6. befris­te­ten Ver­trag bei ver­schie­de­nen Arbeit­ge­bern ange­kom­men war.

Die Glaub­wür­dig­keits­fra­ge wur­de auch anhand des Sofort­pro­gram­mes der geplan­ten 8.000 wei­te­ren Pfle­ge­kräf­te gestellt. Marks selbst hat­te im ver­gan­ge­nen Wahl­kampf immer wie­der dafür gewor­ben, dass das Anse­hen der Pfle­ge­be­ru­fe ins­ge­samt gestärkt wer­den müs­se, so etwa beim Besuch der Lebens­hil­fe. Marks weiß um die Pro­ble­ma­tik, die sich aus hoher Arbeits­be­las­tung und gerin­gem Anse­hen der sozia­len Beru­fe ergibt. Auf der Haupt­ver­samm­lung geriet sie nun in die unglück­li­che Situa­ti­on, die im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­ten zusätz­li­chen 8.000 Pfle­ge­kräf­te gegen den Vor­wurf ver­tei­di­gen zu müs­sen, dass dies nur wie Sym­bol­po­li­tik wir­ke und an dem Anse­hen und der Attrak­ti­vi­tät der Pfle­ge­be­ru­fe eben kon­kret gar nichts ände­re.

Wer Wor­te gebraucht wie ‚Bätschi‘/‚In die Fres­se‘, der kann nicht mei­ne Reprä­sen­tan­tin sein.“

Eben­so war kon­kre­te per­so­nel­le Kri­tik zu hören – deut­li­che Kri­tik gab es an der desi­gnier­ten SPD-Che­fin Andrea Nah­les. Man füh­le sich von Nah­les und deren Aus­drucks­wei­se nicht rich­tig reprä­sen­tiert. Auch der ursprüng­li­che Plan, den Par­tei­vor­sitz kom­mis­sa­risch an And­res Nah­les zu über­ge­ben, kam in Wunstorf über­haupt nicht gut an. Die par­tei­in­ter­ne Demo­kra­tie wur­de offen in Fra­ge gestellt.

Kirs­ten Rie­del bekann­te, schon für die Gro­ße Koali­ti­on gestimmt zu haben; der Gro­Ko sei viel zu schnell die Schuld für alles in die Schu­he gescho­ben wor­den, dies habe eine Aus­ein­an­der­set­zung mit ande­ren Ursa­chen ver­deckt. Aus Trot­zig­keit wegen einer „100-Pro­zent-Men­ta­li­tät“ gegen die gro­ße Koali­ti­on zu stim­men sei ver­ant­wor­tungs­los. Statt­des­sen ver­miss­te Rie­del vor allem eine inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Wahl­er­geb­nis als sol­chem.

SPD erneu­ern, war das ernst gemeint?“

Wil­helm Bredt­hau­er wie­der­um sah die Ursa­che für eine sin­ken­de Zustim­mung für die SPD bei der Außen­dar­stel­lung, bei der Pres­se. An Caren Marks gerich­tet bat er, die Emp­feh­lung an die Par­tei­füh­rung mit­zu­neh­men, dass Reden Sil­ber und Schwei­gen Gold sei.

Caren Marks auf der Jahreshauptversammlung SPD 2018 _ 3
Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Caren Marks (rechts) und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Wieb­ke Osi­gus befür­wor­ten den Koali­ti­ons­ver­trag mit der CDU/CSU. | Foto: Nadi­ne Roch­lit­zer

Marks blieb in der Rol­le der Gro­Ko-Ver­fech­te­rin und nahm zu jedem vor­ge­brach­ten Ein­wand Stel­lung. Sie wur­de ener­gi­scher, nach­dem die Kri­tik an Andrea Nah­les geäu­ßert wor­den war, und ver­tei­dig­te die desi­gnier­te Par­tei­vor­sit­zen­de gegen die per­sön­li­chen „Angrif­fe“, wie sie selbst sag­te, mit Hin­weis auf Nah­les’ Authen­ti­zi­tät – was die ange­spro­che­nen Wunstor­fer SPD-Mit­glie­der so jedoch nicht gel­ten las­sen, son­dern als berech­tig­te Kri­tik ver­stan­den wis­sen woll­ten. Auch dass bei Ein­tritt der SPD in die Regie­rung der AfD im Bun­des­tag die Oppo­si­ti­ons­füh­rer­schaft zukom­men wür­de, ver­such­te Marks mit dem Hin­weis zu ent­kräf­ten, dass es letzt­lich kei­ne Rol­le spie­le, in wel­cher Rei­hen­fol­ge die AfD das Rede­recht erhielt, das Ergeb­nis wäre das­sel­be.

Die Zei­ten der abso­lu­ten Füh­rungs­an­sprü­che sei­en vor­bei, es gin­ge um Kom­pro­mis­se – und denen habe sich die SPD in der Ver­gan­gen­heit nie ver­wei­gert, wes­we­gen man es jetzt auch nicht tun sol­le, war zu ver­neh­men. Ein wei­te­rer Teil­neh­mer sprach sich für die Gro­Ko mit dem Hin­weis aus, dass die SPD seit jeher eine Par­tei gewe­sen sei, in der man kon­struk­tiv dar­an arbei­te, Erreich­ba­res zu ver­wirk­li­chen, statt in Trotz zu ver­fal­len. Er ver­mis­se aber die kon­kre­ten Ant­wor­ten zu den The­men wie Kli­ma oder ver­än­der­ter Alters­struk­tur. Man sol­le zukunfts­fä­hig wer­den und die Wei­chen stel­len. Letzt­lich wur­de auch die Befürch­tung geäu­ßert, dass die SPD ihre im Koali­ti­ons­ver­trag fest­ge­schrie­be­nen Bedin­gun­gen spä­ter trotz­dem nicht durch­set­zen kön­ne, weil ein Druck­mit­tel feh­le – dass die SPD eine müh­sam erreich­te Koali­ti­on bei Nichtum­set­zung des Ver­ein­bar­ten plat­zen las­sen könn­te, das traut man­cher der Par­tei­füh­rung offen­bar nicht zu.

Wahl des Orts­ver­eins­vor­stan­des und Jah­res­be­richt

Vor der Dis­kus­si­on über den Koali­ti­ons­ver­trag hat­ten die Par­tei­mit­glie­der jedoch zunächst die Auf­ga­be, ihre neue loka­le Füh­rungs­rie­ge zu wäh­len.

Zum Vor­sit­zen­den wur­de mit 77 Ja- und 2 Nein-Stim­men erneut Tor­ben Klant gewählt. Mit jeweils 79 von 80 Stim­men wur­den Hei­ke Leit­ner und Ron­ja Sempf zu den stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den, Gün­ther Söhn­holz zum Kas­sie­rer, Frank Zülich zum Schrift­füh­rer, Maria Mül­ler zur Mit­glie­der­be­auf­trag­ten, Diet­mar Mey­er zum Senio­ren­be­auf­trag­ten und Sören Thoms zum Pres­se­be­auf­trag­ten gewählt. Chris­ti­na Voll, Nico Mey­er, Wil­fried Stro­bel, Uwe Wol­ters, Sven Tho­metz­ki, Roland Desch­ler, Achim Stein, Rolf Him­mel, Wil­helm Bredt­hau­er, Joa­quim Bra­ga, Rena­te Roh­de, Tho­mas Sil­ber­mann, Ger­da Mir­ko­vic und Leon Trosch­ke wur­den ein­stim­mig zu den Bei­sit­zen­den gewählt. Berndt Gün­ther erhielt 78 von 80 Stim­men und ist damit der 15. Bei­sit­zen­de im Bun­de.

Wiebke Osigus und Torben Klant auf der Jahreshauptversammlung SPD 2018
Der alte und neue Vor­sit­zen­de Tor­ben Klant (rechts) berich­tet über die Arbeit des SPD Orts­ver­eins Wunstorf im Jahr 2017 | Foto: Nadi­ne Roch­lit­zer

Bei der Rück­schau auf das ver­gan­ge­ne Jahr hob Klant noch ein­mal her­vor, wie sehr der Wahl­kampf alle Kräf­te mobi­li­siert hät­te. Durch die vor­ge­zo­ge­ne Land­tags­wahl sei man direkt vom Bun­des­tags- in den Land­tags­wahl­kampf über­ge­gan­gen. Die bereits zurecht­ge­leg­ten „Win­ter­wahl­kampf-Ide­en“ hät­te man dadurch in der Schub­la­de las­sen müs­sen. Eine Stra­te­gie sei gewe­sen, Prä­senz in der Flä­che zu zei­gen, vor allem durch das Auf­stel­len von Groß­pla­ka­ten.

Wenn man es in drei Wor­te fas­sen wür­de: Wahl­kampf, Wahl­kampf, Wahl­kampf.“Tor­ben Klant

Der Land­tags­wahl­kampf wäre erfolg­reich ver­lau­fen, u. a. der Besuch von Mar­tin Schulz hät­te einen rie­si­gen Zuspruch erfah­ren gehabt. Es sei aber auch ein biss­chen ein „Ste­phan-Weil-Effekt“ gewe­sen. Man wer­de sich daher nicht aus­ru­hen: Für den Wunstor­fer Orts­ver­ein sei als nächs­tes gro­ßes The­ma die Digi­ta­li­sie­rung erkannt wor­den. Für die­se sei­en nun auch auf kom­mu­na­ler Ebe­ne Lösun­gen zu fin­den und umzu­set­zen.

Der Vor­stand wur­de nach dem Bericht von Kas­sie­rer Gün­ther Söhn­holz ein­stim­mig ent­las­tet. Im letz­ten Jahr ver­zeich­ne­te die Wunstor­fer SPD 19 Neu­ein­trit­te, der Orts­ver­ein hat nun 372 Mit­glie­der.

- Anzeige -
Andreas Balleier Fotografie
3 Kommentare
  1. Gage Alexander
    Gage Alexander meint

    Hin­weis: Ste­phan Weil nicht Ste­fan.

    1. Wunstorfer Auepost
      Wunstorfer Auepost meint

      Dan­ke für den Hin­weis. Da hat sich wohl der Feh­ler­teu­fel ein­ge­schli­chen. Wir haben den Namen nun kor­ri­giert.

    2. Kai Feldkamp
      Kai Feldkamp meint

      Ste­ven B. Cau­se

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.