Kaliförderung in Bokeloh ist Geschichte

Sigmundshall, 1898–2018

Sigmundshall 1898-2018

Heu­te enden 120 Jah­re Berg­bau­tra­di­ti­on in Bokel­oh. Die letz­te Ton­ne Kali­salz ist abge­baut, die Kum­pel der letz­ten För­der­schicht haben ihre Arbeit getan. Letz­tes Jahr hat­te Berg­werks­be­trei­ber K+S das Ende des Kali­ab­baus in Bokel­oh aus wirt­schaft­li­chen Grün­den ange­kün­digt. Die Ein­stel­lung der För­de­rung war abseh­bar, aber dass sie dann doch so schnell kam, damit hat­te kaum jemand gerech­net. Für Bokel­oh und Wunstorf bedeu­tet dies einen Ver­lust eines gro­ßen Arbeit­ge­bers, für die beschäf­tig­ten Kum­pel und ihre Ange­hö­ri­gen einen tie­fen Ein­schnitt in ihr Leben.

Gleich­zei­tig ende­te im Ruhr­ge­biet der Stein­koh­le­berg­bau. Die letz­te noch för­dern­de Zeche, Pro­sper-Hani­el in Bot­trop, stell­te eben­falls heu­te den Betrieb ein – und setz­te damit den Schluss­punkt im Stein­koh­le­re­vier. Im Ruhr­ge­biet wie auch in Bokel­oh wird die Berg­bau­tra­di­ti­on künf­tig nur noch ein Teil der Geschich­te sein. Der Kali­berg­bau selbst geht jedoch wei­ter: In Hes­sen oder Sach­sen-Anhalt wird wei­ter­hin Kali­salz geför­dert.

Glück auf.

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4 Kommentare
  1. Biggi Selli sagt

    Pas­send zum Ruhr­pott? – Aber Stein­mei­er war nicht vor Ort?

  2. Michael Putzek sagt

    Ja ist schon ein biss­chen komisch, denn ich war auch mal dort … !

  3. Marcus Daetz sagt
  4. Irmgard.Heinemeyer-Dittrich sagt

    Es ist nur gut, dass mein Vater (Wil­helm Cre­mer) das nicht mit­er­le­ben muß. Er leb­te mit dem Kali­werk und
    sei­ne Ent­wick­lung. Alle noch dort tätig gewe­se­nen Men­schen bedaue­re ich sehr.

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