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Neuer Sendemast: „Meer Radio“ strahlt jetzt vom Kaliberg aus

Das Meerradio aus Neustadt sendet seit dem 1. April vom Bokeloher Kaliberg. Dadurch erweitert sich das Sendegebiet – und in Wunstorf wird der stationäre Empfang über Antenne passabel.

Kaliberg in Sichtweite
Der Kaliberg ist neuer Antennenstandort des Meerradios (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Neustadt a. Rbge./Bokeloh (ds). Für die Hörer war es eine vorgezogene Osterüberraschung: Das „Meer Radio“ war im Radio auf einmal deutlicher zu empfangen als bisher – jedenfalls in Wunstorf, wo es auf der Frequenz 88,0 MHz in den vergangenen Jahren eher schwach sendete. Seit dem 1. April hat sich das geändert: Infolge der Zuteilung einer neuen Frequenz durch die Niedersächsische Landesmedienanstalt im Mai vergangenen Jahres konnte der Privatsender nun seine Ausstrahlung neu organisieren. Das Meerradio sendet nun auf zwei verschiedenen Frequenzen und kann damit auch ein größeres Gebiet abdecken als bislang.

Besserer Empfang in Wunstorf

Die neue Frequenz auf UKW 95,4 MHz versorgt weiter den Neustädter Raum im Norden, während die bisherige 88,0 MHz auf den Kaliberg in Bokeloh umgezogen ist. Bis dato war das Programm über einen Antennenmast direkt am Sendestudio in Neustadt verbreitet worden, der nun für die neu erteilte Frequenz genutzt wird. Der Antennenstandort Neustadt hatte zur Folge gehabt, dass das Meerradio in den vergangenen dreieinhalb Jahren schon in der Wunstorfer Kernstadt stationär nicht mehr einwandfrei zu empfangen war. Im Autoradio war der Empfang meist noch passabel, in Innenräumen jedoch in der Regel nicht mehr möglich bzw. stark verrauscht – also kurioserweise bereits in der Stadt, auf dessen Gebiet das namensgebende Steinhuder Meer liegt.

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Das „Meer Radio“ sendet seit dem 1. November 2017 regulär aus einem Studio in Neustadt am Rübenberge. Nach dem Ende von Radio Leinehertz ist es neben Radio Hannover nur noch einer von zwei Regionalsendern in der Region Hannover.

Mit dem neuen Ausstrahlungsort Kaliberg wird in Wunstorf jetzt auch vernünftiger stationärer Empfang über Antenne möglich – und Meerradio im Küchen- und Badradio zur ernsthaften Alternative. Der Empfang ist nun trotz geringerer Sendeleistung sogar besser als von Radio Hannover – dem zweiten Regionalradio in der Region. Aber nicht nur der Empfang in Wunstorf hat sich verbessert, auch das Sendegebiet vergrößert sich durch die Frequenzaufteilung beträchtlich: Mit der Antennenanlage auf dem topopgraphisch günstigeren Standort Bokeloh in knapp 140 Metern Höhe wird der Sender nun etwa auch im Auetal, in Bückeburg, Barsinghausen oder Stadthagen hörbar. Man erreiche „jetzt zusätzlich 300.000 Hörer“, teilte das Meerradio mit. Damit wäre die potentielle Hörerschaft mehr als verdoppelt. Bislang hatte man theoretisch rund 200.000 Hörer erreichen können. Die Sendeanlage inklusive Sendemast in Bokeloh wird künftig eigenständig durch die Meer Radio GmbH betrieben.

Meerradio-Antennenstation auf dem Kaliberg
Geschäftsführer Niklas Nülle und Klaus-Dieter Nülle, Programmchef André Gottschalk, Mattis Blanke, Tobias Uhsemann (v. l.) an der Sendeanlage auf dem Kaliberg | Foto: Meer Radio

Es soll regional bleiben

Der Befürchtung, dass Meerradio seinen bisherigen regionalen Fokus einbüßt, wenn das Programm nun auch weit ins Schaumburger Land hinein und über die Weser hinaus ausgestrahlt wird, tritt Progammchef André Gottschalk entgegen: „Höchste Priorität bei Meer Radio und in unseren Nachrichten hat weiterhin, was hier vor Ort passiert. Trotz des größeren Verbreitungsgebiets können wir weiterhin schnell vor Ort und nah dran sein.“ Allerdings tauchen schon jetzt in den Jingles, welche das neue Verbreitungsgebiet herausstellen, Ortsbezeichnungen auf, die man als Wunstorfer erst nachschlagen muss. Regionalstudios soll es jedoch nicht geben – gesendet wird weiterhin ausschließlich aus dem Studio in der Kernstadt von Neustadt am Rübenberge.

Der 1. April 2021 ist für Meer Radio wie ein zweiter Geburtstag Geschäftsführer Niklas Nülle

Während Regionalradios sich typischerweise auf Ballungsräume fokussieren, positioniert sich Meerradio damit noch stärker im kleinstädtischen und ländlichen Raum – ergänzt um die Besonderheit des touristischen Zieles Steinhuder Meer – in einem stark umkämpften Radiomarkt: Neben dem Marktführer NDR 1 Niedersachsen und den kommerziellen Platzhirschen Radio ffn und Antenne Niedersachsen mit Regionalprogramm aus Hannover sind in der Region klassisch über Antenne an die 30 weitere Radiosender zu empfangen. Die laut Eigenangabe nun 512.000 möglichen „technischen Hörer“ wird das Meerradio in der Realität daher kaum erreichen können – dazu müssten alle im Sendegebiet nur einen Radiosender einschalten. Das Versprechen „Rund ums Steinhuder Meer on air“ wird aber nun erstmals gleichmäßig eingelöst und macht den Namensgeber tatsächlich zum Mittelpunkt des Sendegebiets. Dank des besser gelegenen neuen Antennenstandortes und höherer Abstrahlungsleistung wird das Meerradio viele neue Hörer ansprechen können.

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Frequenzen Meer Radio
UKW 88,0 MHz (Antennenstandort Bokeloh)
UKW 95,4 MHz (Antennenstandort Neustadt)

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1 Kommentar

  1. Find ich gut, die sollen bloß so bleiben wie sie sind. Zu viel “Zuhörerschaft” würde dem sende bestimmt nicht gut tun

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