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Jamaika contra Piellusch: CDU, Grüne und FDP schicken gemeinsam Pavel ins Rennen

01.03.2026 • Achim Süß • 2 Min.Kommentare: 11

Die Wunstorfer Grünen unterstützen die Kandidatur des CDU-Ratsherrn Martin Pavel für das Amt des Bürgermeisters. Sie verzichten auf die Nominierung eines eigenen Bewerbers. Das hat der Ortsverband nach Informationen der Auepost am Sonnabend beschlossen. Da auch die FDP hinter Pavel steht, stellt sich der SPD in Rat und Wahlkampf nun ein Jamaika-Bündnis entgegen.

01.03.2026
Achim Süß
2 Min.
Ein Jamaika-Bündnis bildet sich gegen Amtsinhaber Piellusch | Bild: Auepost

Wunstorf (as). Die Sitzung des Ortsverbands der Grünen am Sonnabend hat mehrere Stunden gedauert. Vorausgegangen ist eine Reihe von Treffen hinter verschlossenen Türen. Allerdings hat die CDU in den vergangenen Monaten einige Veranstaltungen organisiert, bei denen gezielt Repräsentanten von Grünen und FDP einbezogen worden sind. Das Bündnis Schwarz-Grün-Gelb hat sich also angedeutet.

Die Entscheidung zur Unterstützung von Pavel ist nach Informationen der Auepost mit großer Mehrheit gefallen. Die Grünen wollen am morgigen Montag eine ausführliche Erklärung dazu abgeben. Pavel ist für den Abend zur Sitzung der Stadtratsfraktion eingeladen worden. Es ist zu erwarten, dass bei diesem Treffen eine Marschroute für die Sondersitzung des Rates am Mittwoch beraten wird. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit soll der Rat über die Vergabe der Aufträge zur Sanierung der Fußgängerzone entscheiden.

Erklärung steht bevor

Der erste konkrete Hinweis auf die sogenannte Jamaika-Koalition kam Mitte Februar von der FDP: „Mit Martin Pavel nominiert die Wunstorfer CDU einen langjährig erfahrenen Kommunalpolitiker, der eine echte Alternative zum derzeitigen Stelleninhaber darstellt: kommunikativ, entschlossen und bürgernah“, erklärte FDP-Chef Daniel Farnung. Er kündigte an, dass er Pavel bereits zur Mitgliederversammlung der FDP am 16. April eingeladen habe, wenn die Liberalen die Kandidaten für Stadtrat und Ortsräte wählen.

Der 40-jährige Pavel war von der CDU in einer Mitgliederversammlung einen Tag zuvor einstimmig zum Herausforderer von Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) gekürt worden. Die förmliche Nominierung von Piellusch steht noch bevor.

Bei allen Differenzen in Details, über die die Parteien vor einem offiziellen Wahl-Bündnis noch beraten werden, eint sie die Überzeugung: So kann es nicht weitergehen in der Stadt – das Rathaus muss anders geführt werden.

Mehr in Kürze.

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Kommentare


  • 515 sagt:

    Martin Pavel hatte meine Stimme, aber jetzt hat er sie nicht mehr. Wer von den Grünen unterstützt wird, bekommt meine Stimme nicht! Ganz einfach.

    • Steinhuder sagt:

      Dem kann ich nur zustimmen.

      • Reinhard Hüttermann sagt:

        Kann mir einer der beiden kommentierenden ein Ereignis oder eine Entscheidung im Wunstorfer Rat oder in den Ortsräten nennen, die diesen Groll auf die Grünen begründen könnten. Was ist in Wunstorf schief gelaufen wofür die Grünen verantwortlich gemacht werden könnten. Oder welche grüne Anliegen sind so verwerflich, dass ein “weiter so” in Wunstorf bevorzugt wird.

        • AE sagt:

          Vielleicht müsste man auch fragen, ob die Unterstützung für die CDU die Grünen unwählbar macht.

  • Nicole sagt:

    Ein Zweckbündnis, was nicht lange halten wird. Die CDU und ihr Bürgermeisterkandidat in Wunstorf müssen echt verzweifelt sein. Letztes Jahr noch die Grünen im Wahlkampf verteufelt, heute immer noch und in Wunstorf glauben sie, diese paar Stimmen werden was reißen. Lach.

  • AE sagt:

    Ich will lieber den Schnitzelbräter aus Steinhude wählen. Schade, dass der nicht antritt. Das waren noch Zeiten, da war die Welt noch in Ordnung.

  • Anonym sagt:

    Ich hätte ja noch die Grünen gewählt, jetzt aber sicherlich nicht mehr.

  • Ex-Grüner sagt:

    Dann doch lieber DIE LINKE.

  • Birgit sagt:

    Sichtbar ist der Kontext, gegen den nicht vorgegangen werden sollte. Dieser beinhaltet die im letzten Abschnitt des lesenswerten Artikels ausgesagte Meinung.

    Falsche Versprechen, Lobhudelei auf sinnlose Projekte und das „immer Weitermachen“, keine Einsicht, vieles verfehlt.

    Erwarten die Verursacher etwas noch eine Resilienz der Bürger oder geschweige denn eine Stimme Akzeptanz?

    Und gerade deshalb zeigt sich diese getroffene Aussage, dass sich etwas zu ändern hat nicht als Wahlkampfgeplänkel und sollte so auch nicht verstanden werden.

    Die Hoheit über Entscheidungsfindungen sollte nicht monopolistisch einseitige Wertigkeit haben. Das hätte demokratisch gesehen keinen Platz mehr auf der „Agenda“.

  • Mike sagt:

    Ihr tut euch damit keinen Gefallen, liebe Grüne! Ich werde meine Stimme Herrn Piellusch geben. Ja, es wurden Fehler gemacht, und das Baustellenmanagement war nicht gut, aber RAE hat ebenfalls Fehler gemacht. Es ist seine erste Amtszeit – mitten in Zeiten von Ukrainekrieg, Corona, Nahost und Co. Sollte es einen dritten Kandidaten geben, wäre ich dafür wieder offen.

  • Birgit sagt:

    Sehr geehrter Kommentarist Mike,
    was hat Corona, Nahostkrieg und Co. mit dem amtierenden Bürgermeister direkt zu tun? War er dort anwesend oder hat Schutzhilfe geleistet? Oder -besser gesagt- was hatten diese Faktoren mit den sinnlosen Projekten zu tun, die hervorgebracht wurden?

    Pardon, wer sich Schwierigkeiten nicht zu stellen vermag, hat in einer derartigen Position nichts verloren.

    Bitte nichts relativieren!

    Andere Menschen mussten auch mit diesen Gegebenenheiten klarkommen, oft viel, viel härter als der Herr Bürgermeister.

    Diejenigen, die DIREKT vor Ort wahren oder konfrontiert mit den furchtbaren Auswirkungen. Aber nicht unbedingt solche, deren Sicherheit blieb.

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