
Wunstorf (red). Nach den deutlichen Worten aus Richtung der CDU und dem Vorwurf des Totschweigens der Situation die Wunstorfer Bäderlandschaft betreffend, geht die SPD-Stadtratsfraktion nun in die Offensive und plädiert für „Verantwortung statt Wahlkampfparolen“.
Die Lage wird nicht schönzureden versucht: Die Situation der Bäderbetriebe sei aufgrund von Krankheitsfällen und Kündigungen von Mitarbeitenden angespannt, und die Aufrechterhaltung des Betriebs im Freibad Bokeloh eine Herausforderung. Doch bei den Forderungen der Petition, die über ein bekanntes Petitionsportal gestartet wurde, fühlt man sich falsch verstanden, auch wenn man deren Gewicht anerkennt. Die Petition zielt auf einen Erhalt und die Wiederaufnahme des Betriebs im Hallenbad und fordert von Bürgermeister Carsten Piellusch, der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat der Bäderbetriebe sowie der Politik in Wunstorf Anstrengungen.
„Dies ist ein starkes Signal aus der Bevölkerung: Der Erhalt eines eigenen Bades in Wunstorf ist ein wichtiger Baustein in der Daseinsvorsorge und dem Freizeitangebot in unserer Stadt“, sagt SPD-Ratsfraktionsvorsitzender Martin Ehlerding.
Aber genau daran arbeite man: „Ehrlicherweise kommen die Verantwortlichen dieser Aufforderung längst nach: Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat beschäftigen sich seit Monaten mit der Wiederaufnahme des Betriebs“, erklärt Thomas Silbermann, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der Bäderbetriebe. „Wir arbeiten dazu eng mit der Stadtverwaltung und dem Bürgermeister zusammen. Die innerbetrieblichen Probleme lassen sich aber, zumindest auf Seiten des Personals, nicht einfach abschalten. Hier haben wir mit dem Wechsel in der Geschäftsführung vor eineinhalb Jahren einen wichtigen Schritt vorgenommen, und Cornelius Nolte, der neue Geschäftsführer, übernimmt ein teilweise schwieriges Erbe.“ Die technischen Probleme sind abgestellt. Die personellen Engpässe sind das größte Problem und lassen einen Betrieb an zwei Betriebsstätten derzeit nicht zu.
Die SPD Wunstorf reagiert mit Unverständnis auf die jüngste Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes zur Situation der städtischen Bäder. „Die Forderungen der CDU laufen ins Leere“, erklärt Ehlerding. „Die Fakten liegen längst auf dem Tisch, die Probleme wurden offen benannt, und konkrete Maßnahmen sind durch den Bürgermeister und die Bäderbetriebe eingeleitet.“
„Die Fakten liegen längst auf dem Tisch“
Martin Ehlerding
Der Vorwurf des Schweigens sei schlicht falsch. Der Bürgermeister habe in der vergangenen Woche bereits mitgeteilt, dass es aufgrund der sich kurzfristig verschärften Personalprobleme ein Treffen der Stadtverwaltung mit der Geschäftsführung der Bäderbetriebe gegeben hatte. Bei dieser Zusammenkunft waren mehrere Sofortmaßnahmen abgestimmt und angestoßen wurden:
■ Ein externer Personaldienstleister wurde beauftragt, kurzfristig vier Fachangestellte für Bäderbetriebe zur Verfügung zu stellen – die ersten Leiharbeiter könnten ab diesem Juni in Wunstorf eingesetzt werden.
■ Die Stadt unterstützt aktiv bei der langfristigen Personalgewinnung, unter anderem durch den städtischen Fachbereich Personal.
■ Die DLRG wurde angesprochen, um mit Rettungsschwimmern die Aufsicht im Freibad zu sichern.
■ Gleichzeitig soll eigenes Personal intern zu Rettungsschwimmern weiterqualifiziert werden.
„Das zeigt: Die Verantwortlichen stehen nicht still – im Gegenteil. Der Bürgermeister und die übrigen Verantwortlichen haben das Heft des Handelns übernommen“, so Ehlerding. Dass ausgerechnet jetzt mit dem Vorwurf „totschweigen“ gekommen werde, hält die SPD für absurd: „Jeder in Wunstorf weiß, wie ernst die Lage ist. Aber sie wird nicht durch Schlagzeilen besser, sondern durch gezieltes Handeln – und das passiert längst.“
Die SPD appelliert an die politische Vernunft: „Wir sollten noch nicht in den Wahlkampfmodus verfallen. Die Menschen wollen Lösungen, keine Schuldzuweisungen. Auch wir wollen das Hallenbad so schnell wie möglich öffnen. Die Verärgerung in der Bevölkerung ist nachvollziehbar, deshalb arbeiten alle mit Nachdruck daran, dass sich die Situation verbessert.“
Es ist bezeichnend, dass unser Stadtbürgermeister der Einzige ist, der sich bisher nicht zu dem Thema geäußert hat. Die Bürgerinnen und Bürger fordern ihn in der Petition auf, endlich das „Heft des Handelns“ in die Hand zu nehmen. Die SPD sieht hinter der Aktion der CDU ein Wahlkampfmanöver, was einiges über die Prioritäten der SPD aussagt. Den Bürgern geht es um ihr Hallenbad, und sie sind froh, dass die CDU das Thema nun priorisiert und adressiert hat. Vielleicht macht der Stadtbürgermeister es jetzt endlich zur „Chefsache“.
Übrigens: Schul- und Vereinssport können auch ohne anwesenden Rettungsschwimmer stattfinden. Daher ist es nicht nachvollziehbar, warum das Hallenbad nach ca. 7 Monaten immer noch nicht genutzt werden kann. Diese lange Zeitspanne, die größtenteils im Winter lag, kann nicht mit fehlendem Personal erklärt werden.
Der Bürgermeister und die Verwaltung haben sich erst letzte Woche zu Wort gemeldet! Verbreiten Sie also bitte keine Falschbehauptungen. Auch die CDU ist bestens informiert. Es gibt schlichtweg nichts Neues – das weiß die CDU ebenfalls. Der Öffentlichkeit wird nichts verschwiegen.
Der Bürgermeister und die SPD wünschen sich weniger Berichte über Missstände in Wunstorf? Der Meisterbürger wünscht sich mehr. Danke an die Auepost, dass Ihr uns so schnell und zuverlässig informiert!
Die Koalitionspartner aus SPD und CDU im Rat der Stadt Wunstorf werfen sich gegenseitig öffentlich Schuldzuweisungen zu.
Es ist wie das Erscheinungsbild der Ampel, nur halt auf kommunaler Ebene.
Wünschenswert wäre es, sie würden gemeinsam an Lösungen arbeiten, denn alle Beteiligten wissen, dass die Maßnahmen für diese Sommersaison viel zu spät kommen.
Und wer interessiert sich bei einer solchen öffentlichen Schlammschlacht noch für einen Job in dem Laden?
Früher sagte man: „Alle in einen Sack und dann mit…..“
„Und wer interessiert sich bei einer solchen öffentlichen Schlammschlacht noch für einen Job in dem Laden?“ Genau aus diesem Grund hat die SPD die entsprechende Pressemitteilung veröffentlicht. Es bringt nichts, das Thema weiter für eigene Interessen zu instrumentalisieren. Deshalb ruft die SPD ihren Koalitionspartner zur Sachlichkeit zurück. Wie bereits erwähnt: Für die CDU sitzen mehrere Mitglieder im Aufsichtsrat. Sie sind also umfassend informiert. Gleiches gilt für Herrn Pavel. Vielleicht hegt Herr Pavel ja Ambitionen, erneut als Bürgermeisterkandidat anzutreten. P.s. Die Verwaltung und der Bürgermeister haben auch letzte Woche sich zur Wort gemeldet.
„Deshalb ruft die SPD ihren Koalitionspartner zur Sachlichkeit zurück.“
Ja, und das macht sie auch öffentlich. Auch das soll nur der eigenen Profilierung dienen. Ginge es um die Sache, würde man das geräuschlos tun.
Eins muss man ja sagen: Geschäftsführung und Mehrheitsfraktionen sowie Bürgermeister agieren gemeinsam in eine Richtung: Sie schieben den Laden mit vereinten Kräften in den Abgrund.
Habiboo Habibi
Es ist doch wirklich schade wie die böse Welt mit der Wunstorfer SPD und ihrem Bürgermeister umgeht !
Wieso gibt es bloß Kritik? Es läuft doch alles ausgezeichnet! Keine Probleme!
Was wollen diese Bürger bloß? Dürfen die sich überhaupt beschweren? Das sollte verboten werden !
Und wieso klappt das eigentlich nicht mehr, wenn die Wunstorfer SPD jegliche Kritik durch Empörung, Schuldumkehr, Ablenkung, usw. zu unterdrücken versucht?
Es sind wirklich alle doof … CDU…Grüne….FDP … Petitionen… Bürgerinitiativen… Werbegemeinschaft
(Satire)
Schon sehr abenteuerlich alles. Zum einen soll aus diesem Hallenbad in Zukunft ein Spaßbad mit Rutsche und Erweiterungen werden? Wie ohne Personal? Wie, ohne ausreichende Straßenanbindung? Durch die Slalomstrecke in der Barne oder doch (im Herbst und Frühjahr) über die Krötenwanderwege?
Super das sich wer kümmert
Die Bäderbetriebe brauchen Personal aber warum gibt es keine Stellenausschreibung in der Presse ?
Der Laden soll dicht gemacht werden.
Während das Balneon in der Nachbarstadt Überschüsse einfährt, produzieren die Bäderbetriebe Wunstorf Zuschussbedarfe. Ich denk mal, der Betrieb wird jetzt auf’s Nötigste heruntergefahren.
Die Sommersaison wird noch zu Ende gebracht und dann wird das Ganze abgewickelt.
Wenn es keine Vorwahlkampfpropaganda ist kann die SPD ja jetzt mal zeigen was sie kann