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SPD und Grüne bringen Planung der neuen Innenstadt auf den Weg

04.03.2026 • Achim Süß • 2 Min.Kommentare: 40

Der Stadtrat hat grünes Licht gegeben für den Umbau der Wunstorfer Fußgängerzone. Auf der Stadtratssitzung am Mittwochabend gelang es der CDU nicht, die Entscheidung aufzuschieben. Die Grünen stimmten gemeinsam mit der SPD für die Auftragsvergaben.

04.03.2026
Achim Süß
2 Min.
Die Würfel sind gefallen: Die Wunstorfer Fußgängerzone kann umgebaut werden | Bild: Auepost

Wunstorf (as). Der Rat der Stadt hat am Mittwochabend die beiden entscheidenden Aufträge zur Neugestaltung der Innenstadt vergeben: Die Fußgängerzone soll nach den Ideen des hannoverschen Unternehmens Kerck und Partner umgebaut werden. Für die über die Fußgängerzone hinausgehende Sanierung soll die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft aus Wiesbaden zuständig sein.

Mit den beiden Entscheidungen geht ein monatelanges politisches Tauziehen vorerst zu Ende. Das Sanierungsprojekt sieht als nächste Schritte die Gründung des Arbeitskreises Fußgängerzone und des Sanierungsbeirats vor. Beide Gremien sollen die tiefgreifende Umgestaltung des „Herzens von Wunstorf“ beratend begleiten.

Aufträge vergeben

Die Aufträge an die beiden Unternehmen waren bis in die letzte Minute umstritten. In der Ratssitzung am Mittwochabend verlangte die CDU zunächst erneut mehr Zeit für die Beratung und stellte einen Antrag auf Vertagung. Sie begründet das mit der fehlenden Möglichkeit, gründlich über die zwölfseitige Informationsvorlage zu beraten, die die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag an die Ratsmitglieder versandt hat.

Darin werden sehr detailliert und klar 23 Fragen beantwortet, die aus den Ratsfraktionen zu den beiden Auftragsvergaben vorgelegt worden sind. Die Antworten sind von Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD), Stadtbaurat Alexander Wollny und dem Sanierungskoordinator Alexander Stockum in Zusammenarbeit mit dem Bremer Büro BPW erarbeitet worden. BPW betreut das sogenannte ISEK-Verfahren zur Innenstadtsanierung. Der Katalog von dezidierten Antworten ist am Mittwochvormittag noch korrigiert worden. Die veränderte Vorlage haben die Ratsmitglieder wenige Stunden vor der Ratssitzung erhalten.

Bürgermeister verweist auf Dringlichkeit

Piellusch erläuterte in der Sondersitzung nach Angaben von Teilnehmern die Gesamtsituation und stellte erneut die Eilbedürftigkeit der Auftragsvergaben heraus: Wie in der Informationsvorlage erläutert, müsse die Stadt in den nächsten Tagen die Zuschläge erteilen.

Wie schon seit Tagen erwartet, fehlten in der vertraulichen Sitzung des Rates am Mittwochabend in der CDU-Fraktion vier Mitglieder. Auch die Freien Wähler waren nicht vertreten, weil deren einziges Ratsmitglied Kerstin Obladen verhindert war. Bei den Grünen konnte ein Ratsherr aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Die Vertraulichkeit der Sitzung ist nach der Kommunalverfassung für Auftragsvergaben vorgeschrieben.

Grüne schließen sich der CDU nicht an

In dieser vom Zufall bestimmten Zusammensetzung ergab sich in der entscheidenden Abstimmung eine klare Mehrheit: Die komplett vertretene 16-köpfige SPD-Fraktion stimmte mit Bürgermeister Piellusch und der Fraktion der Grünen für die Auftragsvergaben. FDP-Einzelkämpfer Klaus Maurer und die beiden AfD-Vertreter Nicolas Lehrke und Andreas Niepel stellten sich nach Informationen der Auepost an die Seite der CDU.

Die Grünen, die erst am Sonntag beschlossen hatten, den CDU-Bürgermeisterkandidaten Martin Pavel zu unterstützen, positionierten sich nur beim anfänglichen Vertagungsantrag nicht an der Seite der SPD: Beim CDU-Antrag, die Aufträge am Mittwochabend nicht zu vergeben, enthielten sie sich der Stimme.

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Kommentare


  • Anonym sagt:

    „Die Grünen stimmten gemeinsam mit der SPD für die Auftragsvergaben.“
    Und wieder einmal zeigt sich, dass SPD und Grüne von Demokratie weit entfernt sind und sowohl auf die Bürgermeinung, die Meinung der Stadtgesellschaft, die Meinung verschiedener Initiativen und die Meinung der Wunstorfer Werbegemeinschaft keinen Pfifferling Wert legen. Beide Parteien gefährden meiner Meinung nach gerade auch in Wunstorf eindeutig die Demokratie in unserer Gesellschaft und sind eine Gefahr für unsere Demokratie.

    • Demokrat sagt:

      Der Vorwurf, SPD und Grüne würden die Demokratie gefährden, ist ehrlich gesagt ziemlich absurd und Rhetorik der Rechten. Demokratie bedeutet nicht, dass sich am Ende immer die lauteste Forderung durchsetzt oder jede einzelne Meinung eins zu eins umgesetzt wird. Demokratie bedeutet, dass gewählte Vertreter Argumente abwägen, Gespräche führen und anschließend eine Entscheidung treffen. Genau das ist hier passiert.

      Was der Demokratie tatsächlich schadet, ist das reflexhafte Infragestellen demokratischer Entscheidungen immer dann, wenn sie nicht zu 100 % der eigenen Meinung entsprechen. Demokratie lebt vom Wettbewerb der Argumente – und auch davon, Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren, selbst wenn man sie persönlich anders getroffen hätte.

      • Anonym sagt:

        Das ist genau das typische Geschwurbel von Grünen und Linken, wenn jemand nicht ihrer Meinung ist. Dann ist er – mindestens – rechts, wenn nicht schlimmer. Genau DAS ist die undemokratische Diskriminierung Andersdenkender.

      • Hauke C. sagt:

        Danke! Leider müsste man das hier unter etwa jeden zweiten Kommentar posten

      • Steinhuder sagt:

        Ach, ich habe das bisher immer als Rhetorik der Linken wahrgenommen.

        Wie dem auch sei, es ist in jedem Fall völliger Unsinn zu glauben, dass jede Entscheidung, die einem nicht gefällt, die Demokratie gefährdet. Es ist geradezu lächerlich wie diese Monstranz regelmäßig vor sich hergetragen wird.

    • Susan sagt:

      Man merkt, dass Sie wirklich keine Ahnung von der Demokratie haben. Die SPD hat 2021 SPD 40,2 % und die Grünen 16,42 % der Stimmen. Zusammen sind es 56,62 % der Wählenden 2021. Die Wahlbeteiligung lag bei 60 %. Beide vertreten zusammen die Mehrheit der Menschen, die 2021 zur Wahl gegangen ist. In Demokratie entscheiden die Mehrheiten und Kompromisse. Nur weil die laute Minderheit u.a. mit den Demagogen Brüning, Knop, Ludowig und co. am lautesten schreien. Diese angeblichen 6.000 Unterschriften, wohlgemerkt, nicht-Wunstorfer durften auch unterschreiben, sind ebenfalls KEINE MEHRHEIT! Die Mehrheit liegt bei über 20.000.

      • Der Meisterbürger sagt:

        Hm, wenn sie so viel Wert auf Demokratie legen, müssten sie ja auch ein Bürgerbegehren unterstützen. Finden sie es nicht auch merkwürdig, dass das mehrfach abgelehnt wurde? Da soll jetzt sogar dagegen geklagt werden. Das müsste ihnen dann ja auch gefallen, wenn Menschen dafür kämpfen, dass demokratische Rechte und Verfahren nicht übergangen werden und Macht für die eigenen Ziele missbraucht wird. Da sollten wir Demokraten uns ja einig sein, nicht wahr?

      • Anonym sagt:

        Offensichtlich ist unsere liebe Susan eine laut schreiende Demagogin mit einer ausgeprägten Mathematik-Schwäche. Sie sagt also, dass die Mehrheit bei über 20.000 liegt. Aha!

        Gehen wir einmal davon aus, dass ihre prozentualen Zahlen so stimmen und gehen wir von einer Einwohnerzahl Wunstorfs von ca. 41.000 Personen aus. Okay, rechnen wir mal.

        Einwohner insgesamt: 41.000
        Wahlbeteiligung (60 %): 41.000 × 0,60 = 24.600 → So viele Menschen haben überhaupt gewählt.
        Stimmen für SPD + Grüne: SPD 40,2 % + Grüne 16,42 % = 56,62 % der abgegebenen Stimmen
        Absolute Stimmenzahl: 24.600 × 0,5662 = 13.928,52
        Ergebnis: ≈ 13.929 Einwohner haben zusammen SPD oder Grüne gewählt.
        Einordnung:
        Von den 41.000 Einwohnern Wunstorfs haben lediglich 13.929 Personen Rot-Grün gewählt.
        Das sind nur ≈ 34%.
        Rund ein Drittel der gesamten Bevölkerung hat also eine dieser beiden Parteien gewählt.

        Erinnern wir uns nochmal der Definition von Mehrheit von unserer laut schreienden Demagogin Susan: Eine Mehrheit (in Wunstorf) liegt bei über 20.000!

        Stimmt Susan, aber Rot-Grün hat in Wunstorf de facto keine Mehrheit, denn von 41.000 Personen haben Rot-Grün nur 13.929 Personen, also nur 34% gewählt.

        Was heißt das im Umkehrschluß?
        Von den 41.000 Personen in Wunstorf haben Rot-Grün 27.071 Personen, also 66 Prozent NICHT gewählt. Zwei Drittel der Bevölkerung Wunstorfs hat also Rot-Grün NICHT gewählt.

        Daran erkennt man, dass die Wunstorfer doch nicht ganz so unvernünftig sind, wie es den Anschein hat.

        Noch Fragen Kienzle?

        • Anonym sagt:

          OMG – eine Sache hatte ich ja noch vollkommen übersehen:

          Von den ca. 41.000 Bewohnern Wunstorfs sind etwa nur 32.000 bis 33.000 überhaupt wahlberechtigt.
          Daher müssen wir das nochmal neu durchrechnen – sagen wir mit 33.000 Wahlberechtigten.

          Wahlbeteiligung: 60 %
          SPD: 40,2 %
          Grüne: 16,42 %
          Zusammen: 56,62 % der abgegebenen Stimmen.

          33.000 Wahlberechtigte

          Wähler insgesamt
          33.000 × 0,60 = 19.800 Wähler insgesamt

          Stimmen für SPD + Grüne
          19.800 × 0,5662 = 11.211

          SPD + Grüne haben ungefähr:
          10.900 – 11.200 Stimmen
          das entspricht etwa 26,5 % – 27,3 % der Gesamtbevölkerung
          ≈ 34 % der Wahlberechtigten

          Jetzt wird es ganz bitter:
          Nur rund ein gutes VIERTEL (!) der Einwohner Wunstorfs hat diese beiden Parteien gewählt!

          Was sagt uns das weiter?

          Partei Stimmen Anteil an allen Einwohnern
          SPD ca. 7.700 – 8.000 18,8 – 19,4 %
          Grüne ca. 3.150 – 3.250 7,7 – 7,9 %
          Gesamt ca. 10.900 – 11.200 26,5 – 27,3 %

          Rund 1 von 5 Einwohnern hat rechnerisch SPD gewählt.
          Rund 1 von 13 Einwohnern die Grünen.
          Zusammen etwa 1 von 4 Einwohnern.

          Und das nennt unsere Susan „Mehrheit“ – you made my day.

        • Andreas R. Niepel sagt:

          @einen von den „Anonymen“:
          ich bin zwar nicht Kienzle – aber ich habe eine Frage: wie kommen Sie auf die Idee, dass alle 41.000 Wunstorfer auch wahlberechtigt waren?

        • AE sagt:

          Hallo Anonym,
          den demokratischen gesellschaftlichen Konsens haben Sie bereits verlassen. Selbst die AFD beteiligt sich mit einem besseren Verständnis an den demokratischen Prozessen.
          Und Ihre unsachlichen Kommentare qualifizieren Sie bestenfalls für einen Beitritt bei der BI.

        • Anonym sagt:

          @Andreas R. Niepel
          „ich bin zwar nicht Kienzle – aber ich habe eine Frage: wie kommen Sie auf die Idee, dass alle 41.000 Wunstorfer auch wahlberechtigt waren?“

          Sie haben völlig Recht – diesen Fehler habe ich jedoch bereits korrigiert und nun sieht es durch diese Korrektur noch schlechter für Rot-Grün aus. Tut mir echt leid…

        • Anonym sagt:

          Hallo @AE:

          ich kann es nachvollziehen, wenn die deutschen Altparteien den Bürgerwillen zu Mitbestimmung als Bedrohung auffassen. Das empfinden sie als Macht- und Steuerungsverlust – das ist mir klar.

          Nach IHREM Demokratieverständnis haben offensichtlich z.B. alle Schweizer Bürger und Parteien den – für ihren „Geschmack“ – demokratischen gesellschaftlichen Konsens demnach verlassen. Interessant.

          Ihr Problem dabei ist, dass Sie nicht in der Position sind, dies zu definieren, was der demokratische gesellschaftliche Konsens ist. DAS sollte man den Bürgern eines Landes in freier Entscheidung überlassen. Sie haben das nur noch nicht verstanden. Leider.

          Ob meine Kommentare sachlich oder unsachlich sind, ist ihre – für mich ausgesprochen uninteressante – subjektive Meinung, welche mich gelinde gesagt nur sekundär tangiert.

          Und auch hier wieder erkenne ich das typisch rot-grüne Verhaltensmuster, Andersdenkende und Kritiker als rechts – oder schlimmer – zu diffamieren und zu diskreditieren. Und genau das ist gefährlich für eine wirkliche Demokratie.

          „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden“
          Rosa Luxemburg

          Ich kann Ihnen versichern, dass ich weder der AfD noch der BI beitreten werde – dafür ist mir meine Zeit zu schade und das Politik-Geschäft zu dreckig.

          Ich nehme nur eines wahr:
          SPD und Grüne ziehen den umstrittenen Innenstadt-Ausbau jetzt offensichtlich im Hinterzimmer durch und wollen nach außen demokratisch wirken, in dem sie die Bürger bei irgendwelchen „Feinabstimmungen“ „mitreden“ lassen. Also soll diese Bank einen halben Meter weiter links oder rechts stehen oder soll sie grün oder blau sein. Lächerlich.

          Frei nach dem Motto von Walter Ulbricht:
          „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand halten.“

          Und eine Frage habe ich:
          Was spricht für SPD und Grüne gegen einen vollkommen offenen Bürgerentscheid, welcher gut vorbereitet und mit – unvoreingenommen – Informationen begleitet auf eine Entscheidung zielt, die man dann wahrlich demokratisch bezeichnen könnte?

          Wovor haben SPD und Grüne in diesem Zusammenhang Angst?

      • Frank Ludowig sagt:

        Ich möchte Ihnen hier antworten, da Sie, selbst hinter einem Fake Account versteckt, mich persönlich beim Namen nennen und mich als laut schreiend und als Demagogen bezeichnen. Das weise ich ausdrücklich von mir. Ich wüsste auch nicht, wo und wann ich laut geschrien habe. Dass man seine Argumente oft wieder und wieder wiederholt sollte als normal erkannt werden, wenn die Gegenseite diese Argumente geflissentlich überhört. Das als laut schreien zu bezeichnen ist reichlich übertrieben. Und ein Demagoge verbreitet Lügen und Hass. Auch das tue ich nicht und habe es auch nicht getan. Leider ist es heute aber üblich geworden, andere Meinungen mit den Buzzwords Hass und Hetze jegliche Beteiligung entziehen zu wollen. Schade um unsere Demokratie und Diskussionskultur.
        Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass die 6000 Unterschriften nicht „angeblich“ sind, sondern tatsächlich vorliegen. Diese wurden von der Bürgerinitiative gesammelt, zu deren Gründern ich übrigens nicht gehöre. Die Unterschriftenlisten haben lediglich in unseren Geschäften ausgelegen, so wie in den meisten anderen Geschäften auch. Übrigens gab es fast niemanden, der nicht spontan unterschrieben hat. Soviel zum Stummungsbild. Ja, es habe nicht zu 100% Wunstorfer unterschrieben, aber zu 100% Nutzerinnen und Nutzer der Innenstadt. Um diese Menschen geht es übrigens.

        • Anonym sagt:

          @Frank Ludowig kann ich nur uneingeschränkt zustimmen.

          Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass die Innenstadthändler vor der 2028 einsetzenden Bauphase eine Heidenangst haben, weil sie dann bald vor der Pleite stehen werden. Ich habe vor 10 Jahren selber ein kleines Einzelhandelsgeschäft in einer ähnlich großen Stadt betrieben und weiß sehr genau, wie es ist, wenn plötzlich Umsätze ausbleiben, weil die Kundschaft wegbleibt, aber die Kosten für Miete, Strom, Wasser, Heizung und Angestellten gleich bleiben. Dann ist ganz schnell das Ende eingeleitet, denn geht man damit zu einer Bank, werden ganz einfach Kosten mit Einnahmen verrechnet und wenn das nicht absehbar zu einem Gewinn führt, gibt es auch keinen kurzfristigen Kredit mehr. Eine ganz einfache Sache. Das war es dann.

          Wenn das die Wunstorfer so wollen, allen voran die Wunstorfer SPD und die Wunstorfer Grünen – okay – dann macht mal. Dann können sich die Wunstorfer Bürger nur noch damit wehren, diese beiden Parteien bei den nächsten Wahlen ins Nirvana zu schicken, was auch prinzipiell eine gute Lösung wäre – okay, nur meine persönliche Meinung.

          Die Wunstorfer Innenstadthändler werden nunmehr von drei Seiten in die Zange genommen – vielleicht sollte man sich das als Wunstorfer mal in Ruhe vor Augen führen:

          1) Online-Handel: amazon, shein, temu, aliexpress, otto, etc.- ziehen extrem die Umsätze ab

          2) Dauerkrisen: Corona, Ukraine-Krieg, Iran-Krieg – Folge: alles verteuert sich und müsste auf die Produktpreise umgelegt werden. Das macht aber die Kundschaft nicht mit, weil sie ja genauso verarmt. Warum wohl haben wir seit Monaten ein massives Bäckerei-Sterben?

          3) Und ab 2028 werden die Umsätze noch einmal eklatant einbrechen, wenn die Innenstadt-Zone für mindestens 10 (!) Jahre zur Dauerbaustelle werden wird.

          Das wird kein Innenstadt-Händler überleben.

          Eine Idee hätte ich, um nicht nur zu kritisieren:

          Wie wäre es, wenn Wunstorf ein Areal am unbebauten Stadtrand komplett aufrüstet und alle Wunstorfer Innenstadthändler ziehen temporär dorthin. Dann könnte man den Innenstadt-Umbau ohne jegliche Rücksicht auf Händler extrem beschleunigen und die Geschäfte könnten anstatt nach 10 Jahren bereits nach 2 Jahren wieder ihre alten Standorte beziehen.

          Wie wäre es, „liebe“ SPD und Grünen: könnt Ihr Euch vorstellen, so etwas den Wunstorfer Bürgern vorzuschlagen? Ich bin gespannt.

  • Isiglueck1@gmx.de sagt:

    …das ganze macht einfach nur sprachlos
    Herzlich Willkommen in Wunstorf – hier werden andere Meinungen überhört und der Bürger nicht ernst genommen.

  • Marc Schaper sagt:

    Nur weil die Schreihälse von der Werbegemeinschaft, BI und wie sie sonst alle heißen am lautesten Bellen, heißt das nicht, dass das auch automatisch die Meinung der Mehrheit der Bevölkerung ist. Eventuell gibt es doch den ein oder anderen Bürger, der nicht viel auf die egoistischen Argumente der gewinnorientierten Innenstadthändler gibt. Können die natürlich aber nicht wissen, wenn sie nur in der eigenen Bubble verkehren.

    • Brigitte sagt:

      Genau. Die schweigende Mehrheit ist sicherlich mit einer Modernisierung der Fussgängerzone einverstanden. Ansonsten hätte sie sich auch lauthals Gehör verschafft. Wie hiess es früher so schön, ‚wer laut schreit, hat Unrecht‘.

    • Anonym sagt:

      Lieber Marc und liebe Brigitte,

      Euch beide Experten möchte ich sehen, wenn in der Innenstadt aufgrund der – bereits mehrfach zu bewundernden – vollkommen chaotischen Bauplanung Wunstorfs ein Einzelhändler nach dem anderen pleite geht und sich die Tristesse in Wunstorf ausbreitet.

      Okay diese gewinnorientierten Innenstadthändler haben ja alle nur egoistische Argumente. Klar Marc. Etwas Dümmeres als Deinen Satz habe ich in letzter Zeit selten gelesen. Klar, die Innenstadthändler sollen alle +/- Null aus ihren Gechäften gehen – Junge, Junge – Du lebst nicht im Sozialismus. Wobei, in Deinen Gedankengängen offensichtlich schon.

      Aber kommen wir doch noch einmal zu den genialen Bau-Umsetzungen der Stadt Wunstorf, konkret zum Barne-Kreisel zurück.
      geplant: 19 Wochen
      tatsächlich: 60 Wochen
      Faktor: 60 / 19 ≈ 3,16.

      Das ist ein Extremfall, ABER: machen wir eine realistische Hochrechnung für die Innenstadt
      geplante Bauphase: ca. 10 Jahre (2028–2038)
      Bei Bauprojekten bzgl. Städtebau / urbane Umgestaltung liegen wir realistisch bei Verzögerungen im Bereich von 1,2 bis 2,0 – nicht nur in Wunstorf.

      Schauen wir uns das an:
      Faktor Dauer Fertigstellung
      1,3 13 Jahre ~2041
      1,5 15 Jahre ~2043
      2,0 20 Jahre ~2048

      Bei der chaotischen Baustellen-Stadtplanung und -Organisation erwarte ich, dass das kein Innenstadthändler überleben wird. Ich fürchte, dass wird nicht gut gehen.

      Den Barnekreisel empfinde ich übrigens für Ortsunkundige als extrem verkehrsgefährdend, denn er ist als solcher bei der Anfahrt gar nicht zu erkennen. Ich bemerke erst dann, wenn ich schon eingefahren bin, dass das ein Kreisel sein soll. Ich habe keine Idee, wer solche Bauprojekte plant?

      • Andreas sagt:

        Zum Kreisel und ihrem persönlichen Problem folgender Tipp:

        Es gibt zwei Augenarztpraxen in Wunstorf und reichlich Optiker.

  • Innenstadtbewohner sagt:

    Volkes Stimme gestützt von tausenden Unterschriften interessieren den Bürgermeister und die SPD in Wunstorf schon lange nicht mehr. Nun haben auch die Grünen dokumentiert, wen sie nicht vertreten. Dies mag an der inneren Zerstrittenheit der Grünen liegen, ändert jedoch im Ergebnis nichts. Dann wird sich also sehr wahrscheinlich auch die Fußgängerzone einreihen in eine immer länger werdende Liste baulicher Katastrophen in unserer Stadt. Die Strategie „lasst uns doch erstmal anfangen und habt ein wenig Vertrauen“ ist unter diesen Bürgermeister und dieser Bauverwaltung noch jedes Mal schiefgegangen. Bekannte rechtliche, organisatorische und konzeptionelle Probleme löst man eigentlich vorher und versucht diese nicht erst später nachzubessern, wenn Verträge bereits unterschrieben sind. Eines der tollen Argumente des Bürgermeisters und der SPD war bisher das gewünschte Fernwärmenetz. Im Rathaus weiß man schon lange, dies wird nicht gebaut, da es nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. Uns Bürgern sagt man dies jedoch auch nicht offiziell, sondern nur hinter vorgehaltener Hand. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis diese Meldung, oh Wunder, ganz plötzlich und unerwartet in der Zeitung steht.

  • Sabine B. sagt:

    Dann hat sich der Bürgermeister mit seiner Brechstangen-Politik durchgesetzt. Die Grünen in Wunstorf waren noch nie zuverlässig. Nachdem sie in der letzten Woche noch ganz anders argumentieret haben, bin ich gespannt, ob wir erfahren werden, mit welchem Kuhhandel der Bürgermeister die Grünen eingekauft hat. Ein großes Lob an die Auepost für ihre schnelle und umfassende Berichterstattung. Selbst die nichtöffentliche Ratssitzung, in der Herr Piellusche sein Multi-Millionen-Projekt nun bekommen hat, konnte die Auepost aufdecken. Danke! Das Rathaus selbst sagt uns Bürgerninnen und Bürgern leider nicht mehr, was wir wissen wollen, sondern nur noch, was wir glauben sollen.

    • Nils H. sagt:

      Zur Klarstellung: Nicht der Bürgermeister oder die Parteien entscheiden darüber, welche Themen im öffentlichen oder im nichtöffentlichen Teil behandelt werden, sondern die Vorgaben des Vergaberechts.

      Die entsprechenden Entscheidungen hätten grundsätzlich auch von Beginn an im Verwaltungsausschuss getroffen werden können, in dem die SPD über eine Mehrheit verfügt. Davon wurde jedoch bewusst abgesehen, da das Vorhaben nach Möglichkeit mit einer breiten politischen Mehrheit beschlossen werden sollte.

      Umso bemerkenswerter ist die aktuelle Kritik: Noch vor wenigen Wochen hatte sich die CDU gemeinsam mit ihrem Bürgermeisterkandidaten darüber geärgert, dass die SPD eine Pressemitteilung veröffentlicht hat, und in der Folge einseitig die Zusammenarbeit in der Koalition beendet. Vor diesem Hintergrund wirkt die Berichterstattung aus dem nichtöffentlich Teil zumindest widersprüchlich.

  • Anne Dalig sagt:

    Innere Zerstrittenheit der Grünen ist mir neu.
    Wir haben intensiv um eine Entscheidung gerungen und waren dabei nicht unbedingt einer Meinung. Wir haben viele Gespräche mit allen Beteiligten geführt und diese in unserem Antrag zur Phase 0 eingebracht. Zerstritten haben wir uns dabei nicht.
    Das die Zustimmung zur Phase 0 an die Zustimmung zu den Phasen 1 bis 4 gekoppelt wurde, ist der Knackpunkt!
    Hätten wir dagegen gestimmt, hätten wir gegen unseren eigenen Antrag gestimmt und es hätte ihn nicht gegeben. Damit wäre eine Chance vertan.
    Und ja, wir verstehen dass das Ergebnis nicht für alle zufriedenstellend ist, dennoch ist es ein Ergebnis.
    Jetzt gibt es eine Entscheidung und diese muss engmaschig begleitet werden. Dazu können sich Menschen melden und im Arbeitskreis einbringen.
    Wichtig ist, dass das aufgebaute und verständliche Misstrauen in den Hintergrund rücken muss. Das ist schwierig, aber sonst geht gar nichts.

  • KPA sagt:

    Und ich dachte die Grünen hätten es verstanden nicht der ewige Steigbügelhalter der SPD zu sein. Ich gebe zu, ich habe mich geirrt. Sehr geehrte Frau Dalig, Anträge kann man ändern oder auch zurückziehen. Mit ist es letztendlich egal, wie Sie mit Ihrem eigenen Antrag umgehen. Im Dezember noch hat der Stadtrat auch mit den Stimmen von SPD und Grünen beschlossen die Auftragsvergabe erst zu erteilen, wenn sich der Arbeitskreis zur Innenstadt konstituiert hat. Offensichtlich haben Sie und Ihre Kollegen gerade Ihren eigenen Ratsbeschluss gebrochen. Es gibt keinen Arbeitskreis. Was die Bürger davon halten, können Sie sich denken. Was soll ein zukünftiger Arbeitskreis jetzt noch bewirken? Bitten und betteln, ob eine Sitzbank 10 cm weiter links oder rechts steht? Das unausgereifte Konzept wird nun zur Umsetzungsreife geplant und dann wird planmäßig die nächste Betonwüste gebaut, auch wenn wohl großflächig ein grauer Granitstein statt des üblichen Betons der letzten städtebaulichen Abscheulichkeiten benutzt werden soll. Ein ganz großer Wurf für Wunstorf und ein ganz großer Wurf für alle Bürger und Betroffenen!

    • Anne Dalig sagt:

      Wir haben den Inhalt des Antrags mit der BI und der CDU im Vorfeld abgestimmt und deren Wünsche mit aufgenommen. Diese wurden dann in die Verwaltungsvorlage übernommen. Da hätte es doch erst recht gegen die Wünsche Anderer verstoßen,den Antrag zurückzuziehen. Da aber alles in einer nichtöffentliche Ratssitzung stattfand, kann es ausser den dortigen Teilnehmenden niemand wissen. Und logischerweise hat die CDU nicht für unseren Antrag gestimmt, da er an die von abgelehnte Vorlage gekoppelt war. Das bedeutet aber in keiner Weise Wortbruch gegenüber der BI und der CDU und Probleme in der Zusammenarbeit.

  • Besorgte Grünwählerin sagt:

    Liebe Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen, ein Blick in die Kommentare sollte Ihnen zu denken geben: Ziehen Sie die Überlegungen zu einem möglichen „Jamaika+“-Bündnis zurück. Ein solches Projekt droht Ihnen politisch mehr zu schaden als zu nutzen.

    Die demagogisch auftretenden Vertreter der sogenannten „Bürgerinitiative“ sowie Teile der Werbegemeinschaft instrumentalisieren Ihre Unterstützung offenbar vor allem für ihre eigenen Interessen. Kaum treten die Grünen jedoch eigenständig für ihre Positionen ein, folgen aus demselben Umfeld Angriffe, teilweise sogar unter Einsatz mutmaßlicher Fake-Accounts.

    Dieses Verhalten zeigt deutlich, dass es hier weniger um sachliche Politik oder das Gemeinwohl unserer Stadt geht, sondern um die Durchsetzung partikularer Interessen. Eine solche Allianz kann für die Grünen politisch kaum gewinnbringend sein.

    • Anonym sagt:

      Jemand, der demagogisch argumentiert und grün wählt, hat offensichtlich die Kontrolle über sein Leben verloren.

      Sehr belustigt hat mich jedoch Ihre originelle Aussage: „Kaum treten die Grünen jedoch eigenständig für ihre Positionen ein, folgen aus demselben Umfeld Angriffe, teilweise sogar unter Einsatz mutmaßlicher Fake-Accounts.“

      Frei nach dem Motto: „Werner! Die Russen sind da!“

      • Wunstorfer sagt:

        Sehr geehrte Auepost,
        die Posts von Anonym zu diesem Artikel verstoßen gegen die Kommentarrichtlinien Punkt 3.
        Ein sachlicher Austausch, unterschiedliche Meinungen etc. sollten Niemanden diskriminieren oder diskreditieren.

        • Anonym sagt:

          Sehr schön – der größte Lump im ganzen Land, der ist und bleibt der Denunziant.
          Lieber „Wunstorfer“ – sie haben ein sehr schönes Beispiel dafür geliefert – ich danke Ihnen.
          Du lieber Wunstorfer bist offensichtlich leider nicht in der Lage, Sarkasmus zu erkennen.
          Mein abgewandeltes Zitat geht auf Karl Lagerfeld zurück, welcher formulierte:
          „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“
          Schade ist, wenn ein „Wunstorfer“ eine Adaption nicht erkennen kann. Kann man nichts machen.

  • Brigitte sagt:

    Liebe Auepost, bitte schalten Sie doch für eine Weile die Kommentarfunktion ab. Diese ständige Hetzerei und Besserwisserei von manchen Kommentatoren ist ja nicht mehr auszuhalten. Unterste Schublade.
    Schon mal was von konstruktiver Kritik gehört? Von einem friedfertigen Miteinander ganz zu schweigen. Es scheint, dass es auch in Wunstorf viele kleine ‚Trumps‘ gibt.

    • Anonym sagt:

      @Brigitte:

      Sehr gut – wenn die Argumentation zu anstrengend wird, dann wird sie als Hetzerei und Besserwisserei verunglimpft. Ein altes, durchschaubares und undemokratisches politisches Verhaltensmuster.

      Wenn mir Deine Meinung zu anstrengend wird und ich merke, dass meine Argumente nicht mehr greifen, dann muss ich Dich mundtot machen und abschalten.
      Kommmentarfunktion abschalten – alles klar.
      DAS ist unterste Schublade.

      Ich habe mehrfach bereits sehr sachliche und konstruktive Kritik geäußert und auch Vorschläge geäußert, wie man es eventuell besser machen könnte. Leider kam da nicht Sinnvolles und nichts Sachliches.

      Hier geht es meiner Meinung nach sehr friedfertig zu. Was Ihnen offensichtlich nicht gefällt ist die Tatsache, dass Argumente, die Ihren Ansichten widersprechen, nicht von der Hand zu weisen sind und deswegen wollen Sie sie einfach mal so abschalten. Das ist DDR 2.0.

      Und komplett erbärmlich ist Ihr Schlußsatz:
      „Es scheint, dass es auch in Wunstorf viele kleine ‚Trumps‘ gibt.“

      Was wollen Sie uns damit wohl sagen? Ich habe keine Idee…

  • Joachim Begerow sagt:

    Da hier ja von beiden „Lagern“ mehr oder weniger reklamiert wird, die Mehrheit der Wunstorfer Wahlberechtigten auf ihrer bzw. seiner Seite zu haben, blicke ich mit nie dagewesener Spannung auf den 13. September 2026, den Tag der Kommunalwahl. Wird die dann die bei der Ratssitzung geschlossen (!) an- und aufgetretene SPD abgestraft, weil sie sich potenziell doch recht unkritisch dem Willen des Bürgermeisters „unterworfen“ hat, oder die CDU, weil sie es – im Gegensatz zur SPD – nicht auf die Reihe bekommen hat, ihre Fraktion zur Ratssitzung geschlossen antreten zu lassen, m.E ein Fiasko allererster Güte (auch einige SPD-Ratsmitglieder hätten sicherlich anderweitig Termine wahrnehmen müssen, die sie im Interesse dieser eminent wichtigen Entscheidung verschoben haben!) oder die Grünen, deren Hin- und Herlavieren wohl nur Frau Dahlig schlüssig findet (ich kann es jedenfalls nicht recht nachvollziehen!), und wie verlässlich ist eigentlich diese Partei, die ja nun angeblich den Bürgermeisterkandidaten der CDU unterstützen will? Vertrauensbildend für die CDU war das Abstimmungsverhalten der Mitglieder der Fraktion der Grünen jedenfalls ganz gewiss nicht, aber auch die SPD muss sich die entsprechende Frage stellen im Falle einer etwaigen künftigen rot/grünen Ratsmehrheit.

    Was ich übrigens völlig vermisst habe: Soll es nun noch den vom Bürgermeister angeregten Bürgerentscheid nach der Umsetzung der Leistungsphasen 1 bis 4 geben, oder ist diese Idee aufgrund der gestrigen Entscheidung obsolet geworden? Und: Bleibt die avisierte Unterstützung von durch die Sanierungsmaßnahme in wirtschaftliche Not geratende Einzelhändler auf der Agenda?

    Last not least: Möge sich das Stadtmarketing schon mal Gedanken darüber machen, mit welchem Slogan man die bislang schon „schönste Innenstadt der Region“ nach der erhofften Verschönerung dann anpreisen will.
    Erster Brainstormingvorschlag: „die gigacoolste City“!

    • Anonym sagt:

      @Joachim Begerow – sehr geiler Kommentar!

      So, Ihr Lieben: da ich mich ja bald mit einer eigenen Stadt-Marketing-Agentur selbstständig machen möchte, befrage ich Euch hiermit zu dem geilsten Wunstorf-Spruch, mit dem Wunstorf nach dem Innenstadt-Umbau werben könnte! Ich stelle folgende Vorschläge zur Auswahl:

      01) Wunstorf – Die Innenstadt zum Durchatmen. Händler stören nicht mehr.
      02) Wunstorf – Einkaufsstadt… deiner Erinnerungen.
      03) Wunstorf – Mehr Platz pro Kunde.
      04) Wunstorf – Deutschlands größte Ausstellung leerer Schaufenster.
      05) Wunstorf – Innenstadt ohne Störgeräusche von Kassen.
      06) Wunstorf – Teure Parkplätze garantiert. Läden optional.
      07) Wunstorf – Kommen Sie vorbei. Es ist ja sonst keiner da.
      08) Wunstorf – Die Fußgängerzone für Minimalisten.
      09) Wunstorf – Nachhaltig entschleunigt seit dem letzten Geschäft.
      10) Wunstorf – Raum für neue Ideen. Und viel Raum dazwischen.
      11) Wunstorf – Die Innenstadt neu gedacht. Händlerfrei.
      12) Wunstorf – Entspannt flanieren ohne Kaufstress.
      13) Wunstorf – Urbaner Freiraum statt überfüllter Geschäfte.
      14) Wunstorf – Mehr Platz für Begegnungen. Einkaufen kann man überall.
      15) Wunstorf – Die Fußgängerzone der Zukunft: reduziert auf das Wesentliche.
      16) Wunstorf – Nachhaltige Innenstadt durch konsequente Entkommerzialisierung.
      17) Wunstorf – Deutschlands erste vollständig entladene Einkaufsstraße.
      18) Wunstorf – Wenn der letzte Laden das Licht ausmacht, bleibt immerhin die neue Pflasterung.

      Ich habe auch schon Ideen für Lokalzeitungs-Anzeigen:

      1) Stadt lobt erfolgreiche Verkehrsberuhigung – Händler ebenfalls dauerhaft beruhigt.
      2) Innenstadt jetzt offiziell ruhigster Einzelhandelsstandort Niedersachsens.
      3) Nach 10 Jahren Bauzeit eröffnet die Fußgängerzone feierlich – ohne Geschäfte.
      4) Stadtmarketing sieht Chancen: ‚Leerstand bietet enormes Entwicklungspotenzial‘.
      5) Neues Konzept vorgestellt: Schaufenster als historische Erinnerung an Handel.
      6) Besucher begeistert: ‚Man findet hier sofort einen Parkplatz – und wieder hinaus.‘

      Darüberhinaus schwebt mir eine Titanic-Satire-Version vor:

      Sonderausgabe: Stadtmarketing Wunstorf präsentiert die Zukunft
      „Wunstorf – Deutschlands konsequenteste Umsetzung des Strukturwandels.“

      Nach nur zehn Jahren Bauzeit wurde unsere Innenstadt erfolgreich transformiert.
      Früher befanden sich hier störende Faktoren wie:
      – Einzelhandel
      – spontane Kundschaft
      – wirtschaftliche Aktivität
      Heute erleben Sie stattdessen eine konsequent beruhigte Innenstadt, die endlich ihr volles Potenzial entfalten kann.
      Stadtplaner sprechen bereits vom „Wunstorfer Modell der maximalen Entökonomisierung“.

      Unsere Innenstadt beherbergte einst zahlreiche Geschäfte.
      Diese wurden im Zuge der Modernisierung vollständig freigesetzt.

      Heute erinnern nur noch:
      – verblasste Logos
      – Schaufensterpuppen aus besseren Zeiten
      – Mietangebote mit Telefonnummern aus dem Jahr 2017
      an diese längst überwundene Epoche.

      Historiker nennen diese Phase inzwischen:
      „Die kurze Handelsperiode von Wunstorf (ca. 1950–2028)“.

      Besucher schätzen besonders die einmalige Atmosphäre:
      – Kein Gedränge
      – Keine Einkaufstüten
      – Keine offenen Türen

      Stattdessen akustische Highlights wie
      – das sanfte Rascheln eines „Zu vermieten“-Schildes im Wind
      – das Echo Ihrer eigenen Schritte
      – gelegentlich ein einsamer Paketbote auf der Durchfahrt

      Ein Erlebnis, das Großstädte heute kaum noch bieten können.

      Wirtschaftsförderung 2.0
      Die Stadt setzt auf innovative Konzepte:
      – Leerstand als kulturelles Erlebnis
      – Schaufenster als Zeitkapseln
      – Fußgängerzonen als urbane Meditation

      Ein Sprecher des Stadtmarketings erklärte:
      „Andere Städte kämpfen gegen Leerstand. Wir haben ihn vollständig umgesetzt.“

      Offizieller Claim der Kampagne: „Wunstorf – Wir haben fertig.“

    • Bibo sagt:

      Lieber Herr Begerow, der Ratsbürgerentscheid und die finanzielle Unterstützung sowie Leistungsphase/Planungsphase 0 wurden beschlossen und sollen auch kommen. Das war auch die Voraussetzung für die Zustimmung der Grünen.

      • Joachim Begerow sagt:

        @ Bibo: Zunächst vielen herzlichen Dank für die Klarstellung! Da Sie ja offensichtlich über „Insider-Wissen“ verfügen: Sind Ihre Erläuterungen wirklich auch zum Inhalt der Beschlussfassung geworden, oder werden diese lediglich in der Begründung erwähnt? Sollte das Erstgenannte der Fall sein: o.k.; sollte jedoch lediglich innerhalb der Begründung eine solche Absichtserklärung abgegeben worden sein, wäre diese letztlich ohne jedwede Bindungswirkung.

        Eines kann ich mir allerdings nicht verkneifen: Ebenso wie für das Bürgerbegehren ist für einen Bürgerentscheid gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) unabdingbar, dass der Gegenstand dieses Entscheides ausschließlich (!) eine Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises betrifft. Da sich der Bürgerentscheid dann ja wohl zu gegebener Zeit auch auf die Installation der Poller als Bestandteil der Sanierungsmaßnahme erstrecken muss, die laut Aussage der Verwaltung der Aufgabe der Gefahrenabwehr und damit dem übertragenen Wirkungskreis zuzurechnen ist (dieser rechtlichen Zuordnung stimme ich ausdrücklich zu!), dürfte es kaum gelingen, eine Fragestellung für den Bürgerentscheid zu formulieren, die gesetzeskonform im Sinne des § 33 Abs. 1 Satz 1 NKOmVG ist! Ich bin sehr gespannt, wie diese Zulässigkeitsklippe umschifft werden kann bzw. soll!

  • Anonym sagt:

    Entschuldigt bitte meine Ausführungen von gestern abend. Ich kann einfach nicht ertragen, wenn andere eine andere Meinung haben – sagt meine Exfrau jedenfalls. Ich werde Wunstorf in Kürze verlassen und in die Schweiz gehen. Da wo meine Stimme noch was zählt.

    • Anonym sagt:

      Ein offensichtlich schlaftrunkener Rot-Grüner versucht um 6:41 Uhr originell zu sein.
      Genau mein Humor.
      Na ja, Sozen und Grünen tut es offensichtlich verdammt weh, wenn sie mit Tatsachen und Fakten konfrontiert werden.

  • Wunni sagt:

    Na, dann ist der Weg ja frei, die Fußgängerzone in eine seelenlose graue Betonwüste zu verwandeln, nach Vorbild Barneplatz. Die bisher einzigartige Gestaltung der „Schönststen Innenstadt der Region“ geht so auf jeden Fall verloren.

  • Mensch sagt:

    Man muss fair bleiben: An Zielstrebigkeit mangelt es SPD und Gruenen ganz offensichtlich nicht.

    Worin die angestrebte Verbesserung inzwischen genau bestehen soll, ist fuer viele zwar nicht mehr ganz so leicht zu erkennen. Aber dass bestimmte Ziele mit bemerkenswerter Konsequenz verfolgt werden, daran besteht kaum ein Zweifel.

    Die eigentliche Spannung liegt daher wohl weniger im Ob als im Fuer-wen.

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