Wunstorfer Auepost
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Sorry, nur noch mit Karte: Beim „Cantera“ ist das Bargeld jetzt vollständig abgeschafft

27.07.2023 • Daniel Schneider • Aufrufe: 6332

Wer auf Zahlung mit Münzen und Scheinen besteht, zählt nun nicht mehr zur Zielgruppe des „Cantera by Wiegand“: In dem Wunstorfer Hotel samt Restaurant wurde das Bargeld komplett abgeschafft. Warum er diesen Weg geht und damit zu einem Vorreiter der rein bargeldlosen Zahlung in der Stadt wird, hat Hotelchef Dennis Wiegand der Auepost erzählt.

27.07.2023
Daniel Schneider
Aufrufe: 6332
Hotelier Dennis Wiegand vor einer der neu beschrifteten Türen am Restaurant | Foto: Daniel Schneider

Es gibt Wunstorfer Restaurants, die nur Bargeld annehmen – und seit knapp vier Wochen gibt es in der Stadt nun auch das Gegenteil: Das „meat & eat“, das Restaurant des Hotels „Cantera by Wiegand“, hat das Bargeld komplett abgeschafft – und damit entfällt gleichzeitig auch die Möglichkeit der Barzahlung an der Rezeption. Im gesamten Haus kommt man jetzt nur noch mit Karte & Co. weiter.

In Wunstorf ist man damit Vorreiter, kein anderer Gastronomiebetrieb verzichtet bislang konsequent auf die Annahme von Bargeld. Selbst in der Wunstorfer Systemgastronomie, in den Fast-Food-Restaurants, wo Gutscheine über Smartphone-Apps eingelöst werden und das Menü inzwischen am Bestell-Terminal zusammengewischt wird, werden nach wie vor Scheine und Münzen akzeptiert. Persönlichen Kontakt schätzt man im Cantera weiterhin, aber beim Bargeldbann ist man dafür nun strikt: Es wird überhaupt kein Bargeld mehr angenommen.

Statt „ohne Moos nix los“ könnte es deshalb jetzt heißen: „Nur mit Karten in den Garten“. Hauptgrund für die Bargeldabschaffung im Hotel- und Restaurantbetrieb ist der Sicherheitsgewinn für das Haus: Wo kein Bargeld ist, kann keines entwendet werden. Jemand, der es in Zukunft auf die Hotelkasse abgesehen hätte, würde nur noch dumme Augen machen – es gibt schlicht keine Kasse mehr. Bargeld wird im Hotel oder Restaurant nicht mehr bewegt, und es gibt auch keine Stelle, an der physisches Geld noch benötigt würde. Selbst in der hoteleigenen Sauna werden keine Münzen für die Schließfächer gebraucht.

Wenn die Mitarbeiter nicht mehr mit Bargeld hantieren müssen, schafft das außerdem ein sicheres Gefühl, etwa wenn die Rezeption spärlich besetzt ist. Nebenbei wird auch die Buchung von Umsätzen viel einfacher. Am Ende bringt es nicht nur einen Sicherheitsgewinn, sondern spart auch Zeit und Mühe. Die Finanzbuchhaltung ist generell übersichtlicher, wenn es nur eine Zahlungsart gibt. Zur Bank muss man nun auch nicht mehr, um den Bargeldkreislauf zu stützen.

Schöne neue Welt – plus ein bisschen Papier

Es ist keine völlig neue Situation für den Hotelchef: Am zweiten Standort, dem Hotel in Hannover, gibt es schon seit drei Jahren keine Barzahlung mehr. Erstmals wird mit der Bargeldabschaffung am Wunstorfer Standort nun jedoch ein vollwertiger Gastronomiebereich von Münzen und Scheinen entkoppelt – am hannoverschen Standort gibt es nur gebuchtes Frühstück für Übernachtungsgäste.

Nicht nur für Großkunden ist die Bargeldhandhabung umständlich, auch für die Banken selbst ist die Bargeldversorgung kostenintensiv. Grundsätzlich liegt es daher im Interesse der Banken, wenn Zahlungen im Alltag bargeldlos abgewickelt werden. Das auch noch aus einem weiteren Grund: Während eine Banknote beliebig oft eingesetzt werden kann, ohne an Wert zu verlieren, verdienen die Geldinstitute bei jeder einzelnen Kartenzahlung mit: Bargeld kennt keine Transaktionsgebühren.

Ist das kein Risiko, gerade im Gastronomiebereich, in dem man traditionell viel mit Bargeld bezahlt hat? Die Mitarbeiter hätten zu Beginn, als er die Pläne ankündigte, tatsächlich eher ein mulmiges Gefühl gehabt, erzählt Wiegand. Diskussionen mit den Gästen und Beschwerden wurden befürchtet. „Das wird anstrengend“, bekam er die Befürchtungen zu hören. Aber es habe ab dem ersten Tag funktioniert, und inzwischen sei das gesamte Team glücklich, dass diese Arbeitserleichterung umgesetzt wurde. Anfang Juli wurden die letzten vorhandenen Bargeldbestände zur Bank gebracht – seitdem wird kein Bargeld mehr angenommen.

Mindestbestellsummen gibt es nicht, mit der Kreditkarte kann auch das stille Wasser bezahlt werden. Sämtliche bargeldlosen Zahlungsarten werden unterstützt, auch mit der Bezahlfunktion der Smartwatch können Rechnungen beglichen werden.

Darf er das?

Ist das überhaupt legal? Diese Frage wird einigen in diesem Zusammenhang einfallen. Immerhin ist Bargeld in Deutschland das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, und aus den Gesetzestexten lässt sich eine Annahmepflicht ableiten. Vertraglich kann diese Pflicht jedoch eingeschränkt werden, vor allem, wenn es sich gut begründen lässt. Und genau das macht Wiegand im Cantera nun. Der Hinweis auf rein bargeldloses Bezahlen wird mit höherer Sicherheit untermauert und rechtlich als Teil des Angebotes vorgegeben – und wird somit Vertragsbestandteil zwischen Gast und Hotel, wenn der Gast das so formulierte Angebot annimmt. „Ich habe Hausrecht, ich darf Bargeld ausschließen, wenn ich darauf aufmerksam mache“, bringt es Wiegand auf den Punkt.

Fetter Hinweis in der Speisekarte | Foto: Daniel Schneider

Versteckte Hinweise oder provisorisch anmutende Schilder gibt es deshalb auch nicht, überrascht wird niemand von der Bargeldabwesenheit. Die Hinweise auf die Kartenpflicht sind dezent-elegant, aber kaum zu übersehen fest auf den Glastüren von Hotel und Restaurant aufgebracht. Zusätzlich wird noch einmal in den Speisekarten an mehreren Stellen groß auf die Bargeldabschaffung hingewiesen.

Probleme habe es bislang nicht gegeben – nur ein einziger Gast habe sich seit der Einführung im Nachhinein beschwert – und das sehr konstruktiv. Nicht als Anprangerung über die sozialen Medien, sondern auf direktem Wege per E-Mail wandte sich der Gast an Hotelier Wiegand.

Eine Wiedereinführung des Bargelds konnte er dennoch nicht erreichen. „Die Entscheidung ist final“, sagt Dennis Wiegand auf die Frage, ob es eine Evaluationsphase gibt, nach welcher Erfolg und Auswirkungen noch einmal analysiert werden. Es gibt keine Rückkehr zum Bargeld. Einen kurzen Testlauf, bei dem parallel noch Bargeld angenommen wurde, hatte es bereits unmittelbar vor der Umstellung gegeben. Er war reibungslos verlaufen, so dass die Entscheidung stand.

Was tun mit Kartenverweigerern?

Was macht man, wenn ein Gast im Restaurant dinniert, dann aber auf Bargeldzahlung besteht, weil er gar keine Karte dabei hat? Dennis Wiegand empfindet dieses Szenario im Grunde als theoretisch, denn die Hinweise in der Speisekarte und an den Eingängen sind überdeutlich, so dass sie eigentlich nicht übersehen werden können. Wer nicht mit der Kartenzahlung einverstanden ist, darf wieder gehen. „Wir haben keine Kasse mehr“, kann Wiegand dann nur schulterzuckend sagen.

Und wenn eine Karte mal nicht funktioniert? „Dann könnte man damit ja auch kein Bargeld vom Automaten holen“, gibt Wiegand schlagfertig zurück. Vor allem im Umfeld seines Hotels wäre das derzeit ohnehin schwierig: Der nächstgelegene Geldautomat wurde vor einem halben Jahr gesprengt und ist noch nicht wieder zurückgekehrt. Dass man heutzutage noch viel Bargeld mit sich herumtrage, sei sowieso eher die Ausnahme, meint Wiegand.

Auch direkt am Eingang des Hotels weist die neue Beschriftung auf die Bargeldfreiheit hin | Foto: Daniel Schneider

Bargeld würde jedenfalls keinesfalls angenommen – denn die Möglichkeiten dazu bestehen nun eben gar nicht mehr im Hause. Das Abrechnungssystem läuft nur noch über Kartenzahlungen, es gibt keine physische Kasse mehr. Einfach Geld in die Schublade legen, das kann man auch nicht. Im Notfall, wenn eine elektronische Zahlung wirklich einmal scheitern sollte, könnte der Gast seinen Ausweis hinterlegen und später per Rechnung zahlen, sagt Wiegand.

Nötig war das bislang nicht. Lediglich einige Saunagäste, die vorausbezahlt hatten, ohne großes Portemonnaie kamen und nun ein Getränk mit Bargeld zahlen wollten, wurden von der Umstellung überrascht. Sie bekamen die Getränke trotzdem und durften beim nächsten Besuch bezahlen.

Nur noch 10 Prozent zahlten bar

Die allgemein abnehmende Bargeldversorgung war jedoch nicht der Grund für die Einführung der Kartenpflicht. Auslöser war die jüngste Überprüfung der Abläufe nach den Coronajahren, die eine eindeutig abnehmende Tendenz bei Bargeldzahlungen offenbarte. „Das ergibt für mich überhaupt keinen Sinn, so viel Zeit in Bargeld zu investieren, ohne dass es einen Mehrwert gibt“, kam dabei für Wiegand heraus. Stattdessen gibt es nun infolge der Abschaffung sogar einen Sicherheitsgewinn. „Die einzige Hürde ist, dass uns jahrzehntelang eingebrannt wurde, dass Kartenzahlung erst ab einem gewissen Betrag möglich ist“, sagt Wiegand und geht davon aus, dass viele Lokalitäten seinem Beispiel in Zukunft folgen werden. Die Entscheidung für nur eine Zahlungsart sei aus unternehmerischer Sicht auf jeden Fall ein großer Vorteil – das gelte auch, wenn ein Restaurant nur Bargeld akzeptieren würde. Wiegand ist kein Bargeldhasser – aber er hat sich in seinem Unternehmen entschieden.

„Das bringt nichts, bei all den Risiken, die dahinterstecken“

Hotelchef Dennis Wiegand

Das klassische Kellnerportemonnaie verschwindet damit im „meat & eat“. Trinkgelder können weiterhin gegeben werden – aber auch diese werden nun eben elektronisch verbucht. Mit der nächsten Generation der Bestellsysteme seines Anbieters will Wiegand am Tisch zudem alles aus einer Hand anbieten: Bestellung und Abrechnung laufen dann über dasselbe Gerät und machen alles noch einen Schritt unkomplizierter. Hier sieht sich Wiegand auch allgemein als digitaler Vorreiter.

Belege gibt es dann über einen QR-Code zum direkten Abspeichern auf dem Smartphone oder zugestellt per E-Mail – und wer eine klassische Papierrechnung bevorzugt, bekommt selbstverständlich eine ausgedruckt. Nur das Bargeld wurde im Hotel abgeschafft, nicht das Papier. Aber auf Thermopapier kann man verzichten, was auch der Umwelt zugutekommt.

Die meisten Gäste im Cantera zahlten bereits mit Karte - zuletzt waren es nur noch knapp 10 Prozent, die Bargeld bevorzugten. Bei Kartenzahlung wird meist die klassische Bank- oder Kreditkarte gezückt - aber auch der Anteil der Handyzahler steigt. 

Die klassische Speisekarte wird es jedoch weiterhin geben, das ist Wiegand wichtig. Die Haptik, das Blättern in der Auswahl, das gehöre zum Restaurantbesuch dazu. Nur weil die Bestellung und Rechnung elektronisch abgewickelt würden, hieße das nicht, dass deswegen die Karte ebenfalls elektronisch sein müsse. Die gewohnte Bedienung in der Hotelgastronomie bleibt – und damit das gewohnte Restauranterlebnis.

Die richtige Zeit für Zeitgewinn

„Das Schönste ist, dass es funktioniert“, sagt der Hotelchef über die Bargeldabschaffung. Vor sechs Jahren hätte es das noch nicht: „Damals wäre es ein Illusion gewesen, das hätte niemand akzeptiert“, sagt er. Dabei hätte es damals schon einen Anlass gegeben: Im Jahr 2017 hatten Einbrecher tatsächlich versucht, an den Inhalt des Hoteltresors zu gelangen. Auch wenn sie scheiterten, war es ein deutlicher Beleg für die Gefahren, die Bargeld im Alltag schaffen kann – aber es war zu diesem Zeitpunkt noch Notwendigkeit.

„Es gibt im gesamten Unternehmen kein Bargeld mehr“

Hotelchef Dennis Wiegand

Inzwischen ist die Situation eine andere, seitdem ist die Zahl der Bargeldnutzer im Restaurant kontinuierlich gesunken. Vor Corona hätten noch maximal 20 Prozent der Gäste Bargeld genutzt – nach der Pandemie hätten Bargeldzahlungen nur noch 10 Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht, berichtet Wiegand. Der Schritt dazu, das Bargeld nun ganz abzuschaffen, war deshalb keine schwere Entscheidung. Die Servicegeschwindigkeit werde optimiert, die Mitarbeiter seien „super-zufrieden“, fühlten sich sicherer, und es bleibe mehr Zeit, sich um die Gäste zu kümmern.

Seinen Hotelsafe behält Wiegand – aber auch dort liegt künftig kein Geld mehr. Er bleibt für die Gäste, wenn diese etwas Wertvolles deponieren möchten. Aber auch diesen klassischen Hotelservice nutzt heutzutage kaum noch jemand.

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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Dann viel spaß

  • Lydia Bertani sagt:

    Wer seine Vertragsfreiheit über das BbankG stellt, muss sich nicht wundern, wenn man mit ihm zukünftige Geschäfte vermeidet.
    Beide Seiten haben die Wahl.

  • Wunstorfer sagt:

    „Schön“ finde ich ja, dass man rechtlich geschickt die Zulässigkeit der Annahmeverweigerung des einzigen gesetzlichen Zahlungsmittels (§ 14 Gesetz über die Deutsche Bundesbank) beschreibt, ein paar Sätze weiter aber vorschlägt, dass ein Gast ohne (funktionierende) Karte seinen Ausweis hinterlegen könne – DAS hingegen ist rechtlich absolut unzulässig (§ 1 Absatz 1 Satz 3 Personalausweisgesetz)…

    Bargeld ist gedruckte Freiheit und gelebter Datenschutz, auch wenn angeblich nur noch 10% der Gäste darauf Wert gelegt haben. Vielleicht sind es dann zukünftig halt auch 10% weniger Gäste die kommen…

  • Anonymous sagt:

    Wer’s braucht, gibt genug Auswahl.

  • Anonymous sagt:

    Ich gehe als Kunde nicht mehr dort hin.

  • Dirk-Werner Gulla sagt:

    Schade,ich war sehr gern im Cantera aber unter diesen Umständen haben sie mich als Kunden verloren.

  • Schorsch sagt:

    Sehr fraglich, ob mit dem zivilrechtlichen Hausrecht das öffentlich-rechtliche BBankG ausgehebelt werden kann. Aber selbst wenn das der Fall wäre: Akzeptiert der werte Mann sämtliche Karten oder werden bestimmte Karteninhaber ( Amex) quasi wie ein Zechpreller behandelt? Merkwürdiges Gastverständnis.

  • Schorsch sagt:

    Weitere Frage: Nimmt der werte Herr auch Trinkgeld nur per Karte.? Selbst in Sternerestaurants ist dieses unüblich.

  • René Clermont sagt:

    Schöne neue Welt…bekommen die Servicekräfte ihr Trinkgeld dann überwiesen? Oder werden die so fürstlich bezahlt das Tip nicht mehr nötig ist? Wo Barzahlung komplett ausgeschlossen wird, bin ich auch raus.

  • Sandra Eggers sagt:

    Der Schwachsinn hat nichts mit Sicherheit zu tun, sondern es geht nur um Kontrolle, darum werden solche Läden von mir gemieden.

    • Marc H. sagt:

      Was meinst Du denn, was der Besitzer damit kontrollieren will? Alle was nach dem Bezahlvorgang kommt ist nur noch für seine Interne Betriebsführung interessant – und Dein Name oder sonstiges interessiert da nicht mehr. Oder meinst Du jemand anders will Dich kontrollieren?! Wer denn? Der böse Staat? Glaub mir, Du bist so ein kleines Licht, dass es niemanden interessirt, was Du in irgendwelchen Restaurants in Dich reinschaufelst.
      Wie dem auch sei, ich zahle mittlerweile fast überall nur noch mit Karte, entweder mit der Karte selbst oder mit dem Smartphone, weil es einfach schneller geht und bequemer ist und ich wüßte nicht, warum ich nicht auch in diesem Resataurant mit Karte bezahlen sollte – bisher hat man es nur nicht gemacht, weil es kaum irgendwo angeboten wurde, es sei denn man hat eine Kreditkarte -ä aber in letzter Zeit ist es auch in immer mehr Restaurants möglich, mit Karte zu bezahlen und ich wüßte nicht, warum ich das nicht nutzen sollte: Ich muss vorher kein Bargeld hohlen, muss keine Bargeld mit mir rumschleppen, muss nicht darauf achten, dass ich genug dabei habe und muss auch beim bestellen nicht überlegen, ob mein Geld im Portemonnaie reicht.
      Und ich wüßte echt nicht, wen es interessieren könnte für was ich mein Geld ausgeben und was ich mit Karte bezahlen – und da ich ein mündiger Bürger bin und keinen Vormund oder Betreuer zugewiesen bekommen habe (oder einen IM, wie man das im Unrechtsstaat-DDR nannte), wüßte ich auch nicht, wer micht denn kontrollieren wollte.

      • Schorsch sagt:

        Also, wie Sie hier die Userin Eggers angehen. -plumpe Duzerei,garniert mit einer Beleidigung- finde ich nicht in Ordnung. Gleichwohl würde ich mir öffentlich nicht erlauben, Ihr Licht zu beurteilen. Undwie jemand seine Speisen zu sich nimmt -zb im Aqua in Wolfsburg vielleicht nicht Ihre Preisklasse) muss Sie auch nicht echauffieren.

      • Lydia Bertani sagt:

        „Und ich wüßte echt nicht…..“
        „..und ich wüßte nicht, warum ich das nicht nutzen sollte..“
        „…weil es einfach schneller geht und bequemer ist… “
        „Und ich wüßte echt nicht, wen es interessieren könnte für was ich mein Geld ausgeben…“

        Je weniger man weiss, umso länger der Text.
        Es gibt Menschen, die wissen das.

      • schowun@gmx.de sagt:

        Bargeld ist Freiheit und wer den Weg zur Abschaffung mit vorantreibt werde ich nicht unterstützen. Bewusst bezahle ich schon seit längerem nur in Bar und nutze keine Selbstbedienungskassen. Ich bin überzeugt, dass wenn es kein Bargeld mehr gegeben hätte, die Banken es der Notenbank gleichgetan und auch auf dem Girokonto Verwahrentgelt verlangt hätten.

      • Joachim Begerow sagt:

        Ob es möglich ist, (auch) in einem Restaurant mit Karte zu zahlen, ist etwas völlig Anderes, als eben dies zu müssen (wie bei Herrn Wiegand). Ersteres finde ich als liberal denkender Bürger durchaus gut, Letzteres ausgesprochen schlimm (siehe meinen eigenen Kommentar!).
        Unabhängig hiervon habe ich es vor einigen Wochen bei einem Einkauf in einem großen Wunstorfer Supermarkt selbst erlebt, dass der Kunde vor mir an der Kasse ohne Übertreibung etwa ein halbes Dutzend Fehlversuche startete, um mit seinem Smartphone zu bezahlen, dann nach gefühlt 5 Minuten seine Bank- oder Kreditkarte hervorholt, und mit dieser klappte der Bezahlvorgang dann tatsächlich – im zweiten oder dritten Versuch! Hätte auch dies nicht geklappt, wäre es sehr interessant geworden, denn ausreichend Bargeld führte dieser Kunde offensichtlich nicht mit sich..

      • Bea aus Wunstorf sagt:

        Das Finanzamt könnte sich für das Trinkgeld interessieren, da es ev. versteuert werden muss. Herr Wigand wird es ja auch irgendwann bargeldlos an seine Mitarbeiter auszahlen. Oder? Außerdem kann er genau feststellen, wer wieviel Trinkgeld erhält (freundlicher Mitarbeiter oder nicht so freundlich).
        Ich würde, wenn ich dieses Lokal noch besuchen würde, kein Trinkgeld mehr geben. Bargeld ist ja nicht mehr erwünscht.

  • Joachim Begerow sagt:

    1. Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
    2. Offenbar wünscht sich dieser Gastronom, dass ältere Menschen sein Lokal meiden – pfeif auf die blöde Altersdiskrimierung!
    3. Ich kann mir beim besten Willen keine(n) Mitarbeiter*in vorstellen, die/der gern auf Trinkgeld in bar verzichtet.
    Wer hat denn am Ende den Überblick über das unbar gezahlte Trinkgeld? Wer verfügt darüber? Wer leitet es weiter (oder auch nicht…)? Wer quotelt es und nach welchen Kriterien?
    Ich war im letzten Sommer2022 das erste Mal in diesem Lokal mit dem Effekt heischenden Zusatz „by Wiegand“ (als ob es sich um einen Starkult handelt, dieses Lokal zu besuchen) – es dürfte zugleich das letzte Mal gewesen sein!

  • Bernd-Michael Rosenbusch sagt:

    Wer sich in der Gastronomie auskennt, der weiß, dass Trinkgeld in vielen Restaurants oder Hotels in einen sogenanntggen Trong fließen und am Monatsende nach einem Verteilerschlüssel umgelegt werden und den Mitarbeitern ausgezahlt werden.
    Der bargeldlose Zahlvorgang hat auch einen weiteren Vorteil: Ich brauche nämlich nicht nach einem Geldautomaten suchen, der evtl. auch noch wenn ihn gefunden habe, aus technischen Gründen defekt ist, oder was noch schlimmer ist, aus Kostengründen gar nicht vorrätig ist.
    Nicht soviel diskutieren über Wenn und Aber, einfach mal ausprobieren. Und wenn man sich seine Zahlungen geflissentlich jeden Tag notiert, gibt es auch keine bösen Überraschungen mit dem Kontostand. ich gebe ja zu, dass es für ältere Mitbürger problematisch sein könnte. Abe rman muss auch als älterer Bürger etwas flexibeler werden und sich mit der neuten Technik befassen und nicht den Kopf in den Sand stecken nach dem Motto: Ich will das nicht. Das ist nämlich Sturheit unf führt letzendlich zu nichts.

    • Lydia Bertani sagt:

      „….nach dem Motto: Ich will das nicht. Das ist nämlich Sturheit unf führt letzendlich zu nichts.“

      Die Meisten, die das ablehnen, haben klar gesagt, weshalb sie das nicht schätzen. Sie unterstellen hier Anderes.

      Ihnen könnte man auch etwas unterstellen, mache ich aber nicht. Das darf jeder selbst (lassen).

    • Joachim Begerow sagt:

      Es ist ja keineswegs so, dass ich mich als (Un-)Ruheständler dem bargeldlosen Zahlungsverkehr verweigere: Auch ich nutze – zumindest bei größeren Beträgen – die Giro- oder auch die Visacard. Ich sehe es aber einfach nicht ein, hierzu genötigt zu werden, noch dazu ohne gesetzliche Grundlage! Wenn man in Schweden selbst beim Besuch einer öffentlichen Toilette für 10 SKr (= etwa 90 Cent) mit Kreditkarte zahlen muss, dann finde ich dies einfach nur – pardon! -abartig! – Nun kenne ich mich mit den althergebrachten Gepflogenheiten in der Gastronomie zugegeben nicht gut aus, aber ich „dosiere“ die Höhe des von mir gegebenen Trinkgeldes immer daran, wie ich mit dem Service zufrieden war, mithin sehr individuell.

    • Joachim Begerow sagt:

      Es ist ja keineswegs so, dass ich mich als (Un-)Ruheständler dem bargeldlosen Zahlungsverkehr verweigere: Auch ich nutze – zumindest bei größeren Beträgen – die Giro- oder auch die Visacard. Ich sehe es aber einfach nicht ein, hierzu genötigt zu werden, noch dazu ohne gesetzliche Grundlage! Wenn man in Schweden selbst beim Besuch einer öffentlichen Toilette für 10 SKr (= etwa 90 Cent) mit Kreditkarte zahlen muss, dann finde ich dies einfach nur – pardon! -abartig! – Nun kenne ich mich mit den althergebrachten Gepflogenheiten in der Gastronomie zugegeben nicht gut aus, aber ich „dosiere“ die Höhe des von mir gegebenen Trinkgeldes immer daran, wie ich mit dem Service zufrieden war, mithin sehr individuell.

  • Basti g. sagt:

    Ich wünsche Herrn wiegand viel Erfolg! Vertrauen zu Angestellten scheint er nicht zu haben ! Mich sind sie definitiv als Kunde los

  • Kelevra72 sagt:

    Komisch,diese Kommentre hier. Alle gehen aber zu McDonalds an den Terminal weil es schneller geht und zahlen mit Karte. Wie oft wird sich beschwert wenn ein Laden nur Bargeld nimmt.

    Wer von den Kommentierenden hat denn als Stammgast in diesem Local IMMER NUR BAR gezahlt in der Vergangenheit?
    Und wenn man sonst nix zum Frust ablassen findet, dann zieht men die „der vertraut seinen MA nicht“!
    Hey, in jedem LAden hängen Kameras über der Kasse! Die Arbeitsverhältnisse bei LutzXXL, McDonalds usw……juckt hier sonst doch auch niemanden.

    Ich habe den Eindruck, es sind immer die Gleichen, die sich hier gezwungen fühlen eine / irgendeine Partei zu ergreifen und dann loszubölcken!

    Wäre hier kein Artikel darüber erschienen, keiner hätte sich aufgeregt, alle wären wie immer dort zum Essen gegangen, ich hätte -wie seit JAhren- mit Karte gezahlt und niemand hätte das Ganze mitbekommen.
    BTW: Trinkgeld gibt man immer per Karte. Im Ausland ist KArtenzahlung Standard! Trinkgeld auch per Karte!
    In London wird man sein Bargeld gar nicht los! Weil niemand Bar akzeptiert.

    • Lydia Bertani sagt:

      Machen wir es kurz: Das ist eine unsachliche Verallgemeinerung wie Unterstellung.

    • schowun@gmx.de sagt:

      In London wird man sein Bargeld gar nicht los! Weil niemand Bar akzeptiert….. Und soweit darf es hier nicht kommen. Es geht nicht um Überwachung, aber gibt’s kein Bargeld mehr oder nirgends kann man damit zahlen, also wertlos, dann sind wir den Banken und dem Finanzamt ausgeliefert

    • Joachim Begerow sagt:

      Da drängt sich doch die Frage auf, warum dieser Artikel denn überhaupt erschienen ist. Da Herr Wiegand hier nach eigenem Bekunden eine Vorreiterrolle einnehmen möchte, spricht doch einiges dafür, dass er selbst es war, der hier mittels Interview PR-Arbeit in eigener Sache betreiben wollte.
      Und: Wer ist es denn, die/der da „boelckt“?
      Ach ja, und ich bin so hinterwäldlerisch (nicht hinterweltlerisch/sprachlicherFehler aus dem Folgekommentar), dass ich erst einmal grübeln musste, was mit der mir unbekannten Abkürzung „BTW“ denn gemeint sein könnte, zunächst „2difficult 4me“…, aber das ist ein potenziell ebenso kontrovers zu diskutierendes anderes Thema!

      • Kelevra72 sagt:

        JEDER hat seine Karte dabei. Nicht jeder hat immer Bargeld dabei.
        Wo ist das Problem? Hat man kein Bargeld dabei nimmt man seine Karte (IMMER dabei) und holt Bargeld und gibt es beim Restaurant ab.
        Das Problem, nicht bezahlen zu können ist bei „ausschließlich Bargeldakzeptanz“ doch wesentlich größer als bei „ausschließlich Kartenzahlung“?!
        Ich war schon öfters spontan in Läden , die ich unverichteter Dinge verlassen musste, da ausschließlich Bargeld genommen wird. Noch nie habe ich mich in irgendeiner Weise einschränken müssen weil ausschließlich Bargeldlos akzeptiert wurde.
        Ich war gestern Abend wieder dort und habe mit Karte gezahlt. Und vor der Umstellung habe ich auch nur mit Karte dort gezahlt.
        Was ist denn eigentlich das Probelm bei Kartenzahlung? Überwachung durch das Finanzamt? Überwachung der Anzahl der verputzten Tomatensuppen p.A. durch den Verfassungsschutz?
        Wie kann man denn aufgrund von Kartenzahlung kund tun dass man den Laden nicht mehr betritt.
        Wer zahlt denn an der Tankstelle bar von den Kommentierenden hier? Ich denke max. 1 Person. Und dann auch nur das Mofa wo 4 Liter für 8.-Euro reinpassen. Ich bin viel auf Dienstreisen in Hotels unterwegs mit angeschlossener Gastronomie. Ich habe noch nie gesheen dass jemand sein Hotel in Bar zahlt. Der Aufenthalt wird inkl. der aufgelaufenen Kosten mit Karte beglichen.
        Die Gebühren hat der Betreiber zu entrichten. Welcher Nachteil entsteht mir persönlich durch Bargeldlose Zahlung?

        VG

        • Lydia Bertani sagt:

          1) Es trifft nicht zu dass JEDER immer seine Karte dabei hat.
          2) Wenn Sie damit kein Problem haben, ist es doch für Sie gut.
          3) Ihre persönlichen Gewohnheiten sind nicht der Mittelpunkt und Maßstab der Welt.
          4) Welche Problem das macht, fragen Sie? Wenn sie das nicht wissen, warum argumentieren sie dann ohne Argumente?
          5) Nur weil Sie etwas „noch nie gesehen“ haben, heißt das nicht, dass es nicht existent ist.
          6) Welche Nachteile Sie durch allein bargeldlose Zahlung haben (werden), ist Ihnen nicht bekannt. Sie sind aber dafür?

          Originelle Sicht. Muss man so hinnehmen.

  • Lieselotte sagt:

    Bargeldloses Zahlen ist altersdiskriminierend? Mir wird es als Senioren doch immer unkomfortabler gemacht, überhaupt an Bargeld heranzukommen. Das ist der eigentliche Skandal.
    So zahl‘ ich kontaktlos mit der Karte und reduziere mein pekiges mit Viren verseuchtes Bargeld auf das Nötigste und nutze es nur da, wo ich wirklich muss.

    Was sind das hier nur für hinterweltlerische Bedenkenträger? Herr Wiegand wird sich wohl kaum für meine Daten interessieren. Wohl aber die Kreditwirtschaft, die wegen langjährig gesunkener Einnahmen diese Daten zu Geld machen. Sei’s drum, die paar Jahre, die ich noch zu leben habe. Manchmal muss man bittere Pillen schlucken – kommt halt noch eine weitere zu dem anderen bunten täglichen Cocktail dazu.

    • Lydia Bertani sagt:

      Was macht Sie sicher, dass nicht die Waren, die sie mit Bargeld zahlen, weit pekiger und virenverseuchter als das Geld selbst sind?
      Stichwort „hinterweltlerisch“: Reicht Ihr Horizont nur so weit, als dass es nur Herr Wiegand sein könnte, der sich für die Daten interessiert, die Verwendung von Geld steuern will?
      „Manchmal muss man bittere Pillen schlucken“: Ja, nehmen Sie ruhig alles ein, was man Ihnen anbietet. Man meint es doch stets gut mit Ihnen.

  • Kelevra72 sagt:

    Lydia Bertani
    13.08.2023 um 15:55 Uhr

    1) Es trifft nicht zu dass JEDER immer seine Karte dabei hat.
    Ok, Vieleicht wird sie ja vom Betreuer eingezogen.

    2) Wenn Sie damit kein Problem haben, ist es doch für Sie gut.
    Das ist mal ein Statement

    3) Ihre persönlichen Gewohnheiten sind nicht der Mittelpunkt und Maßstab der Welt.
    Ihre auch nicht. Nicht so ganz „Fit“ was Internetzeitalter angeht?

    4) Welche Problem das macht, fragen Sie? Wenn sie das nicht wissen, warum argumentieren sie dann ohne Argumente?
    Halt schlecht wenn „man“ keine Probleme hat weil „man“ schon ewig mit Karte zahlt. Ohne Probleme- Woher soll ich wissen dass es Personen gibt die dadurch Probleme haben? Evtl. Finanzamt bescheißen bzgl. Geschäftsessen? Oder Der / die Geliebte zum Abendessen ausführen ohne das der eigentliche Partner das auf dem Kontoauszug sieht? OK. Verstehe ich. Aber diese Probleme habe ich nicht.

    5) Nur weil Sie etwas „noch nie gesehen“ haben, heißt das nicht, dass es nicht existent ist.
    Dann hau doch mal raus! Nur inhaltsloses gerabbel…..

    6) Welche Nachteile Sie durch allein bargeldlose Zahlung haben (werden), ist Ihnen nicht bekannt. Sie sind aber dafür?
    Merkst Du selber dass der Satz ziemlich sinnlos ist, oder? KEine Nachteile …..warum soll ich dagegen sein. Bitte mal Inhalte nicht nur Phrasen dreschen.

    Originelle Sicht. Muss man so hinnehmen.
    Viel Gebrüll….ohne Inhalt. Null Argumente.

    Am besten finde ich „SIE haben keinen Nachteil? IHNEN ist keiner Bekannt! Wie können SIE dann dafür sein.

    Das ist der Knaller.

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