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Sportbekleidung auf 300 Quadratmetern: Sport Hiller macht Wunstorf zum dritten großen Standort

25.01.2024 • Daniel Schneider • Aufrufe: 5074

Seit zwei Jahren gibt es ihn auch in Wunstorf, und mit Sport Hiller lebt ein altbekannter Geschäftsstandort wieder auf: In der Hindenburgstraße findet man vom Laufschuh bis zum Fußballtrikot nun wieder alles, wo früher bereits ein Sportladen war. Doch dort erwartet die Kunden nun eine Überraschung. Was ihn von anderen Sportgeschäften unterscheidet, wie es zum „Wow-Effekt“ kommt und warum er bewusst keine Filiale in der Innenstadt gewählt hat, erzählt Unternehmer Marcel Hiller der Auepost.

25.01.2024
Daniel Schneider
Aufrufe: 5074
Wie auf einem Siegertreppchen, aber tatsächlich auf ebenem Boden: Marcel Hiller (li.) mit seinen Mitarbeitern Ben Lemke und Max Lück (re.) | Foto: Dirk Dombrowski

Wunstorf (ds). Die Hindenburgstraße entwickelt sich neben der Fußgängerzone allmählich zur zweiten Einkaufsmeile in Wunstorf: Neben Edeka Kappe, dem Stammhaus von Fleischerei Ludowig oder auch dem Lagerverkauf der Villa Meyer um die Ecke ist nun seit einiger Zeit auch wieder ein Sortiment vor Ort vertreten, das die Wunstorfer seit Jahrzehnten bereits mit der Hindenburgstraße verbanden: Ein Sportfachgeschäft.

Mit den früheren Räumlichkeiten hat das Geschäft heute nicht mehr viel zu tun. Die Verkaufsfläche ist auf rund 300 Quadratmeter angewachsen, alles ist neu eingerichtet und ausgestattet. Das führt zu einer Art „Wow-Erlebnis“ bei den Kunden, die das erweiterte Geschäft in der Hindenburgstraße 16a zum ersten Mal betreten und mit einer solchen Dimension nicht gerechnet haben. Von außen lässt sich kaum erahnen, was dort auf die Kundschaft wartet. Eine „Riesenauswahl an Fußballklamotten“, sagt Chef Marcel Hiller, der durch den Laden wirbelt und von seinem neuen Standort berichtet, aber auch die in der Stadt starken Handballer werden nicht vergessen und haben einen eigenen Schaufensterbereich bekommen. Damit hört es nicht auf.

„Wow-Effekt“

Die neuen Dimensionen sind beeindruckend, man erwartet an dieser Stelle eigentlich kein so großflächiges Geschäft mit einer derart differenzierten Auswahl. Hell und strahlend präsentiert sich das Sortiment. Die Sportschuhwand dominiert den ersten Eindruck – und verdeckt doch bloß das riesige Schuhlager dahinter. Hunderte von Schuhkartons stapeln sich dort bis an die Decke. Das Geheimnis ist der Durchbruch zum Nachbargebäude: Das, was früher eine Spielhalle neben dem alten Sportgeschäft war, ist nun ebenfalls Teil des neuen Sport Hiller geworden.

Blick in den Laden | Foto: Dirk Dombrowski
Wichtig bei der Farbauswahl: Viel Tageslicht fällt in den Laden | Foto: Dirk Dombrowski

Mit dem hinteren Durchgang zum zweiten Gebäudeteil hat der Gesamtladen eine U-Form erhalten – das unterstützt nochmals den Überraschungseffekt, wenn sich plötzlich eine neue Ebene auftut. Die Verkaufsfläche hat sich damit deutlich vergrößert. „Wir sind jetzt eigentlich Vollsortimenter“, sagt Hiller über die Filiale in Wunstorf. Während der Unternehmer berichtet, läutet die Ladentürglocke, und der nächste Kunde kommt herein. „Kann man schon helfen?“, fragt Mitarbeiterin Ulrike Lütgerodt freundlich, doch der Kunde will sich tatsächlich erst in Ruhe umsehen.

Sportgeschäfts-Rochade

Schon seit gefühlten Ewigkeiten gab es in Wunstorf eine Art Sportgeschäfts-Gleichgewicht: In der Hindenburgstraße und in der Nordstraße lagen die Anlaufstellen für die sportliche Klientel. Sport + Fun nahe des Hölty-Gymnasiums und Sport Büsing nahe Nordwallparkplatz waren in Wunstorf die Synonyme für „Sportgeschäft“. Dann kam jedoch mit einem Inhaberwechsel in der Hindenburgstraße und einem Umzug in die Lange Straße sowie einer Geschäftsaufgabe in der Nordstraße ordentlich Bewegung in die Sache – eine regelrechte Sportgeschäfts-Rochade: Zuerst hatte sich Jürgen Nagel vom Sport + Fun aus Altersgründen zurückgezogen und das Geschäft weitergegeben, dieses war dann wenig später in die Lange Straße ins ehemalige „Kunterbunt“ umgezogen und hatte sich auch umbenannt. Die Räume in der Hindenburgstraße standen nun leer. Vor einem Jahr gab dann Sport Büsing in der Nordstraße auf.

„Viele glauben noch, dass das ein reiner Teamsportladen ist – und staunen dann, was alles drinsteckt“

Während alledem hatte Marcel Hiller schon mit dem Gedanken gespielt, eine Dependance in Wunstorf zu eröffnen, und war auf Standortsuche gewesen. Die Expansion nach Wunstorf war lange geplant – schließlich ist Wunstorf Sportstadt, und das Einzugsgebiet ist groß. Ursprünglich wollte man deshalb tatsächlich bereits die direkte Nachfolge von Nagel antreten, doch man war sich noch nicht einig geworden, erzählt Hiller. Die Bedingungen hatten für ihn noch nicht richtig gepasst, er wollte erst später starten – und geeignete Räumlichkeiten sind nur ein Faktor unter mehreren. „Die Schwierigkeit ist, gute Mitarbeiter zu finden“, sagt der Unternehmer.

Die Sportschuhwand | Foto: Dirk Dombrowski

Sport Hiller ist dabei alles andere als ein Unbekannter in der Region, und bei den Wunstorfer Vereinen sowieso nicht: Seit über 20 Jahren ist man im Geschäft und stattet Sportler, Mannschaften und Vereine mit der entsprechenden Kleidung aus. Auch Firmenbekleidung gehört zum Repertoire. Das Stammhaus befindet sich in Rehburg, vor rund 8 Jahren kam die Filiale in Nienburg hinzu. In beiden Städten ist man etabliert und fester Bestandteil der Innenstädte. Warum also nicht auch in Wunstorf ins Zentrum? Dafür gibt es vor allem drei Gründe: Der bereits bei den Wunstorfern vertraute Standort, die Möglichkeit, die eigenen gestalterischen Pläne langfristig und ideal umsetzen zu können – und die günstige Verkehrslage.

Parkplätze und schnelle Wege

„Wir haben hier den großen Vorteil, dass man gar nicht erst in die Wunstorfer Innenstadt fahren muss, sondern direkt vor dem Laden parken kann“, sagt Hiller und hat dabei auch die Kundschaft aus Richtung Luthe, Blumenau und Kolenfeld im Blick, die den Stau am Stadtgraben einfach auslassen kann, um zum Geschäft zu kommen. „Zum falschen Zeitpunkt brauchst du 25 Minuten für 800 Meter“, spitzt Hiller die Stoßzeiten-Verkehrssituation auf der B441 in Wunstorf zu.

Das Geschäft erstreckt sich nun über zwei Läden – Parkplätze direkt vor der Tür inklusive | Foto: Dirk Dombrowski
Kaum zu glauben: in diesem Ladenteil war früher mal eine Spielothek | Foto: Dirk Dombrowski

Dass man unmittelbar am Eingang auf den geschäftseigenen Parkplätzen halten kann, ist für Hiller auch ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt: „Wenn 10 Kartons abgeholt werden müssen – direkt vor den Laden fahren, einladen, fertig.“ Denn ein Schwerpunkt bei Sport Hiller ist nach wie vor das Vereinsgeschäft: Hierin unterscheidet man sich von anderen Läden, die z. B. keine Beflockungen anbieten. So werden regelmäßig auch ganze Mannschaftssätze von Trikots angefertigt.

„Direkt vor den Laden fahren, einladen, fertig.“

Doch zum Vereinsgeschäft kommt in Wunstorf nun das erweiterte Sortiment hinzu, mit dem man die Kunden am Standort auch beim individuellen Einkauf überzeugen will: Ob Fußballer, Läufer, Volleyballer, Tennisspieler, Schwimmer, Handballer oder Wanderer – sowohl für den Mannschafts- als auch den Individualsportler hat man alles parat. Nur bei Reitbekleidung muss man passen.

Nicht mehr nur Teamsport

Die Auswahl und fundierte Beratung sieht man als eigene Stärke. Mindestens zwei Mitarbeiter sind in Wunstorf immer vor Ort – manchmal unterstützt aus Nienburg und Rehburg. An diesem Tag sind noch Max Lück und Ben Lemke von der Wunstorfer Crew im Laden. „Viele glauben noch, dass das ein reiner Teamsportladen ist – und staunen dann, was alles drinsteckt“, sagt Marcel Hiller.

Lück und Lemke an der Kasse | Foto: Dirk Dombrowski

Tatsächlich vermittelt der Laden fast den Eindruck einer Sportetage eines großen Kaufhauses. Mitte 2021 war man in Wunstorf gestartet, noch im alten Gebäudezuschnitt, der zu diesem Zeitpunkt ein Jahr leer gestanden hatte, nachdem das Sport + Fun in die Lange Straße umgezogen war. Anfang 2023 war dann groß umgebaut und der Durchgang zum Nebengebäude geöffnet worden – die Kernsanierung war abgeschlossen.

Wo hat Marcel Hiller nun gutes Personal gefunden? Manche Kunden dürften die Antwort bereits kennen, wenn sie die Gesichter derjenigen wiedererkannt haben, die früher bereits in der Wunstorfer Innenstadt bedient haben: Hiller hat fast alle ehemaligen Mitarbeiter von Sport Büsing übernommen. Sie bilden nun das neue Kernteam in der Hindenburgstraße und machen sich just wieder auf den Weg zur Ladenvorderseite – das „Ding-Dong“ der Tür steht für den nächsten Kunden, der beraten werden möchte.

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Kommentare


  • Gertrud K. sagt:

    Zitat: „Die Hindenburgstraße entwickelt sich neben der Fußgängerzone allmählich zur zweiten Einkaufsmeile in Wunstorf“

    Soll das ein Witz sein oder steht bald der Vergleich mit der 5th Avenue an?

    Den „Lagerverkauf der Villa Meyer“ findet man selbst dann kaum, wenn man direkt davor steht und in der Hindenburgstraße ist er ebenso nicht. Warum nennt man die Kiosk-Box dann nicht auch gleich?
    Den Bahnhof hat man auch vergessen, denn dort kann man auch einkaufen: Fahrkarten z.B. ;)

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